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Pietro Nobile


Quelle Wikipedia

Persönliche Daten
Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
Auszeichnungen und Ämter
Mitgliedschaften
Vita
Stellenwert
Werke
Primärquellen
Sekundärquellen
Anmerkungen
Persönliche Daten
* 11.10.1774 - † 07.11.1854
Geschlecht: m
Geburtsort: Capriasca, Tessin
damaliger Name: Tesserete (Campestro)
Land: Schweiz
Sterbeort: Wien
Land: Österreich
damaliger Name: Kaisertum Österreich
Titel: k.k. Hofbaurat
weitere Namen: Pietro Antonio; Peter
Religionsbekenntnis: Röm. - Kath.
Berufsbezeichnung: Architekt
Familiäres Umfeld: Vater: Stefano N. (1738–1811), Bauunternehmer
Mutter: Maria Anna, geb. (sic!) Nobile (1754–1838)
Ältester von 7 Kindern
ledig
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Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
vor 1798Scuola di Commercio e Nautica, Triest
1798–17991.Studienaufenthalt in Rom, Accademia di S. Luca
1799–1801Akademie der bildenden Künste Wien
1801–18062.Studienaufenthalt in Rom
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Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
1806–1808Praktikant im Wiener Hofbaurat
1809–1817Baudirektor, österr. Küstenland
1818Hofbaurat
1818–1849Direktor der Architekturschule der Wiener Akademie
1820Leitung des architektonischen Departements im Hofbaurat
1850Hofbaurat i.R.
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Auszeichnungen und Ämter
1845Ritter des Ordens der Eisernen Krone 3.Klasse
o.J.Ritter d. kais.russ. St.Stanislaus-Ordens 3.Klasse
o.J.Ritter d. kais.russ. St.Wladimir-Ordens 4.Klasse
o.J.Akademischer Rat
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Mitgliedschaften
1813Accademia di Belle Arti, Pisa
1815Akademie der bildenden Künste Wien
1822Accademia di San Luca, Rom
1831Det Kongelige Danske Kunstakademi, Kopenhagen
1838korr. Mitglied des Royal Institute of British Architects
o.J.Accademia di Belle Arti, Venedig
o.J.Accademia di Scienze, Lettere e Arti, Padua
o.J.Accademia di Brera, Mailand
o.J.Ateneo, Brescia
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Vita
Pietro Nobile wurde 1774 im Dorf Tesserete bei Campestro (heute Gemeinde Capriasca) im Schweizer Kanton Tessin geboren. Die Triester Historiographie gibt allerdings das Jahr 1776 als Geburtsdatum an. Als Kind übersiedelte er mit seinem Vater nach Triest, der als Baumeister in der österreichischen Hafenstadt – die zu der damaligen Zeit eine bauwirtschaftliche Blütezeit erlebte – sein Geschäft aufbauen wollte. Ähnlich wie zahlreiche Zeitgenossen begann auch Nobile den Beruf seines Vaters auf den von ihm geleiteten Baustellen zu erlernen. Seine Schulausbildung begann an der Triester „Scuola di Commercio e Nautica“, einer Realschule, deren Lehrplan vorwiegend aus technisch-wissenschaftlichen Fächern bestand. Erste architektonische Erfahrungen sammelte Nobile als Lehrling bei dem in Triest bekannten Architekten U. Moro, in dessen Projekten Spätbarock-Elemente bereits auf den Klassizismus hinweisen.

Die Triester Stadtbehörden, die auf die Qualitäten des jungen Nobile aufmerksam geworden waren, gewährten ihm 1798 ein Stipendium, damit er ein Jahr in Rom an der Accademia di San Luca studieren könne. Nach Abschluss seines Studiums in Rom ging Nobile nach Wien, um weitere Studien an der dortigen Akademie – in der Hetzendorf von Hohenberg die Leitung innehatte – aufzunehmen. Dank der Unterstützung seitens Kaiser Franz I. konnte er zwischen 1801 und 1806 einen zweiten Bildungsaufenthalt in Rom absolvieren. Dort nahm er unter anderem bei G. Valadier und A. Canova Unterricht. Beide waren große Verfechter des Denkmalschutzes und vermittelten ihm so auch eine besondere Sensibilität für die Antike, die er später durch die Erforschung der antiken Denkmäler in Triest und Istrien weiter verfeinerte. In dieser Zeit wurde er auch von der Strömung des französischen Revolutionsklassizismus beeinflusst (Rom war unter französischer Besatzung).

Nach Abschluss seines Fortbildungsaufenthalts in Rom hielt sich Nobile kurz in Wien auf, wo er als Praktikant beim Hofbaurat unter L. Montoyer arbeitete. Er übersiedelte sodann 1808 nach Triest, wo er zum „Direttore delle Pubbliche Fabbriche“ (Oberbaudirektor) für das Küstenland mit der Zuständigkeit für die Hafenstadt und Istrien ernannt wurde. Im selben Jahr nahm er privat am ersten Wettbewerb für die neue S. Antonio Kirche teil. Während der 3.französischen Besatzung der Stadt (1809–1813) konnte er seinen Posten behalten; und nach der Rückkehr der Habsburger wurde er abermals als Direktor bestätigt. In dieser Zeit beschäftigte er sich mit dem archäologischen Erbe in Triest, Pula und Aquileia, wobei er das erste Mal für die Erhaltung und Pflege der dortigen antiken Bauten eintrat.

1814 veröffentlichte Nobile sein Werk „Progetti di varii monumenti architettonici immaginati per celebrare il trionfo degli Augusti Alleati, la Pace, la Concordia de’ popoli, e la rinascente felicità di Europa nell’anno 1814: inventati e disegnati“.

Durch die ständige Auseinandersetzung mit dem öffentlichen und privaten Bauwesen unter seiner Bauamtsleitung näherte sich Nobile zunehmend einem funktionalistischeren Architekturkonzept an. So erhielt beispielsweise der 1817 erbaute Leuchtturm in Salvore als erster in Europa eine Gasbeleuchtung.

Seine profunde theoretische Ausbildung und seine umfassende praktische Erfahrung gaben den Ausschlag für die nachfolgende Ernennung zum Leiter der Wiener Akademie der bildenden Kunst und zum Hofbaurat (1818). Selbstverständlich spielten bei der Wahl auch sein umfassendes Wissen über die Architektur, das er sich während seiner Rom-Aufenthalte angeeignet hatte, sowie seine Kenntnisse der französischen Theoretiker wie Durand und Monge eine entscheidende Rolle. Als Nobile sein Amt als Akademieleiter antrat, wurde er mit zahlreichen Aufgabenbereichen betraut, die von der Organisation der Didaktik bis hin zur Aufstellung einer Bibliothek reichten, die modernen Lehrmethoden gerecht werden sollte.

Beim Hofbaurat konnte Nobile erst 1820 – nach dem Tod von Philipp Frast – die Leitung des architektonischen Departements übernehmen. Wahrscheinlich von dieser Position begünstigt, folgten sofort seine wichtigen Projekte für Wien (Theseustempel, Cortisches Kaffeehaus, Burgtor) und die Monarchie, die aber z.T. unausgeführt blieben. 1828 wurde er Zeichen- und Architekturlehrer des Herzogs von Reichstadt.

Zwischen 1828 und 1835 wurde Nobile von Staatskanzler Metternich für die Umgestaltung seines Sommerpalais in Wien und für den Umbau etlicher Bauten in seinen Domänen beauftragt: u.a. Schloss Königswart / Kynzvart in heutigen Tschechien.

1844 gründete Nobile eine Zeichnungsschule in seinem Geburtsort Tesserete in der Schweiz, für die er jährlich 100 Gulden stiftete. 1849 trat Nobile als Direktor der Architekturschule der Wiener Akademie in den Ruhestand; im folgenden Jahr legte er auch seinen Posten im Hofbauamt nieder.

Nobile wurde Mitglied von mehreren renommierten Akademien (u.a. Rom, London, Kopenhagen) und wurde mehrmals ausgezeichnet.

1854 starb Pietro Nobile (laut Wiener Sterbematriken) im 80.Lebensjahr in Wien.
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Stellenwert
Obwohl Pietro Nobile eine Schlüsselfunktion für das Verständnis und die Entwicklung der Wiener Architektur des 19.Jh.s innehat, wurde er wissenschaftlich bislang nicht umfassend bearbeitet. Er gilt offiziell als Vertreter des Klassizismus, der nur wenige Bauten errichtete, dessen bedeutende Leistung als Direktor der Architekturschule der Wiener Akademie jedoch unbeachtet blieb. Das lange Desinteresse um sein Schaffen ist offensichtlich eine Folge der eher negativen Beurteilung Nobiles in den Fachkreisen um 1900 (etwa Bayer).

Die erst ab Mitte des 20.Jh.s entstandene Historiografie über Nobile ist zweigeteilt: in Italien (Triest) haben Wissenschaftler wie G. Pavan und R. Fabiani große Forschungsarbeit geleistet, aber die Bautätigkeit außerhalb Triests und die Wiener Hauptwerke weitgehend vernachlässigt. Die österreichische Historiografie ist praktisch nur durch die 1951 eingereichte (und immer noch ungedruckte!) Dissertation von I. Köchert vertreten, die sich allerdings nur auf Nobiles Wiener Zeit konzentrierte. In der neuesten Zeit (2006) hat die Diplomarbeit von K. Schoeller, die nur in Italien publiziert wurde, die Tätigkeit Nobiles als Direktor der Architekturschule der Wiener Akademie minutiös untersucht. Eine umfangreiche Monographie über Nobile fehlt allerdings immer noch, sowohl im italienischen als auch im deutschen Sprachraum.

Die Verdienste Nobiles um die Ausbildung der Architektengeneration der Ringstraßenzeit sind offensichtlich: nicht nur die Architekten des romantischen Historismus wie etwa Sicardsburg und Van der Nüll waren seine Schüler, sondern auch Ferstel sowie Romano und Schwendenwein, d.h. Architekten, die den Kanon der strenghistoristischen Wiener Neorenaissance formuliert haben.

Das Studium der Renaissance war Nobile seit seiner Studienzeit ein wichtiges Anliegen: In Rom und während seiner Aufenthalte in anderen italienischen Kulturstädten konzentrierte er sich nicht nur auf das Studium der antiken Architektur, sondern er studierte auch die Architektur- und Theorie-Werke der Renaissance-Architekten wie etwa Vignola, Michelangelo und Palladio. Dies entsprach einer Tradition der Accademia di San Luca, die bereits von Carlo Fontana (1638–1714) – übrigens Lehrer der großen Architekten des Wiener Barocks, wie Martinelli, Fischer v. Erlach und Hildebrandt – eingeleitet worden war. Und dementsprechend wurden auch die Architekturstudenten unter Nobile in diese Richtung ausgebildet.

Als Nobile 1818 für die Leitung der Architekturschule gewählt wurde, sollte er auch die Reform der Akademie und der Architektenausbildung begleiten: Nachdem die Lehre der technischen Fächer dem Polytechnischen Institut, der heutigen Technischen Universität – gegen seinen Willen – übertragen worden war, widmete sich Nobile der Reform der Architektenausbildung an der Akademie. Das Studium wurde nach Tätigkeitsbereichen organisiert und festgelegte Unterrichtsfächer wurden eingeführt (unter der Akademieleitung seines Vorgängers Hetzendorf v. Hohenberg gab es das noch nicht); für die Bibliothek bestellte Nobile die Hauptwerke von Scamozzi und Palladio sowie von Durand und Percier; die Stipendien für Studienreisen, insbesondere des Romstipendiums, wurden wieder eingeführt und die Gipsfigurensammlung der Akademie wurde nach seiner Forderung ausgestattet, d.h. die Gipsabdrucke der antiken Architekturelemente wurden um solche der Renaissance erweitert. Nobile gelang es schließlich auch, dass seine Lehrmethoden vom „geistigen Schutzzollsystem Metternichs“ (Köchert) weitgehend unbehelligt blieben.

Sein architektonisches Œuvre kann man, wie Köchert feststellt, in vier „Entwicklungsphasen“ einteilen: seine Frühwerke – vor allem theoretische Arbeiten – wurden von den Ideen des Revolutionsklassizismus beeinflusst; in der 2.Phase (ca.1810–1818) arbeitete er mit palladianischen Formen und barockklassizistischen Motiven; die 3.Phase – oder Hauptphase – erstreckte sich bis in die 1830er Jahre und wurde wieder von revolutionsklassizistischen Formulierungen und stärkeren antiken Einflüssen charakterisiert; in der letzten Phase näherte sich Nobile dem beginnenden Historismus.

Wahrscheinlich die erste Bauaufgabe Nobiles in Wien betraf den (von ihm dann nicht realisierten) Umbau des Schlosses Schönbrunn. Die 1819 entstandenen Entwürfe sahen eine viel radikalere Lösung als die zur Ausführung gelangten Pläne Amanns vor. Bei Nobile kommt die konsequente Denkweise und baukünstlerische Logik dem französischen Revolutionsklassizismus sehr nahe (Hajos); Nobile wollte die architektonischen Einzelelemente radikal vereinfachen und somit den ursprünglichen Zustand weitgehend verändern. Kaiser Franz I. lehnte schließlich die „revolutionären“ Entwürfe Nobiles zugunsten der „Kompromisslösung“ Amanns ab.

Die wichtigsten Werke Nobiles in Wien befinden sich noch heute im Bereich des Volksgartens. Das monumentale Burgtor wurde 1821 zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig (1813) nach Plänen von L. Cagnola begonnen. Bald verlor Cagnolas Projekt die Gunst des Kaisers und es wurden neue Pläne gesucht; die allerdings die bereits bestehenden Fundamente berücksichtigen sollten. Nobiles Projekt wurde angenommen und 1824 erfolgte die feierliche Eröffnung. Das monumentale Tor zeigt eine kubische Geschlossenheit an der damaligen Vorstadtseite (der heutigen Ringfront), und eine durch die Verwendung einer archäologisch getreuen dorischen Ordnung charakterisierte Kolonnade an der Front gegenüber der Hofburg. Eine Annährung zum griechischen Vorbild zeigt Nobile noch deutlicher bei dem dorischen Theseustempel im Volksgarten (1820–1823), eine verkleinerte Nachbildung des Athener Theseions, die als würdiger Rahmen für Canovas Theseusgruppe dienen sollte. Römisch bzw. palladianisch ist dagegen die Gestaltung des Cortischen Kaffeehaus (1822) im so genannten „Paradeisgartel“, das durch die halbkreisförmige Kolonnade mit zwei Antentempeln eine Weiterentwicklung von palladianischen Villenmotiven (etwa die „Barchesse“ von Villa Badoer) repräsentiert. Mit dem Theseustempel, dem Cortischen Kaffeehaus und dem „Paradeisgartel“ war der Volksgarten die neue, allgemein zugängliche Parkanlage Wiens, von der das Theseustempel viel stärker als heute das Zentrum bildete.

Dass Nobile ein Vertrauter des Fürsten Metternich war, beweisen die viele Bauaufträge (etwa Schloss Königswart), die ihm der österreichische Kanzler Übertrug. In Wien ließ Metternich seine Sommerresidenz umbauen: auf dem damals ausgedehnten Besitz beim Rennweg wurde 1835–1837 von Nobile ein 1815 errichteter Trakt zu einer hufeisenförmigen und reich gegliederter Anlage umgestaltet. Verschiedene Höhen bei den Baublöcken, Portikusanlagen und freistehende Säulen vermittelten eine lockere, fast an hellenistische Villen erinnernde Anordnung. Das Areal wurde allerdings infolge finanzieller Schwierigkeiten des Besitzers nach dem Börsenkrach 1873 parzelliert und das Sommerpalais abgerissen.

Noch in seiner „Hauptphase“ hat Nobile der romantischen Strömung nicht gänzlich widerstehen können. Wie Wagner-Rieger informiert, unternahm Nobile, um den aufkommenden Tendenzen der Zeit gerecht zu werden, eine Studienreise durch Deutschland und hat sich mehrfach mit der „Spitzbogenarchitektur“ beschäftigt, wie auch sein Skizzenbuch es beweist. In Wien entwarf er sodann 1827 einen – nicht ausgeführten – Hochaltar für St. Stephan in gotischen Formen. Außerdem war er Mitglied der Restaurierungskommissionen für die Spinnerin am Kreuz und für die Türme von St. Stephan. Ein nicht mehr existierender neogotischer Bau von ihm waren die im „Tudor- und Normannischen Stile“ erbauten Treibhäuser im Mayerschen Garten in Penzing (vor 1838): hier wurden Gusseisen, Spitzbogen und gotisch inspirierte Maßwerkformen einem noch klassizistischen Bau eingefügt.

Ein wichtiges Zeugnis für Nobiles Interpretation der Gotik stellt das wenig bekannte Projekt für den Anbau des Altstädter Rathauses in Prag (1836) dar. Die Fassade ist durch zwei Reihen großer Spitzbogenfenster und eine Vorhalle mit Portikus beim Mittelrisalit rhythmisiert. Auffällig in Nobiles Projekten (ein zweites wurde 1839 verfasst) ist die auf einen gotischen Bau übertragene klassizistische Symmetrie. Nobiles Pläne sahen die Abtragung vieler bestehender Elemente vor und wurden nach heftigen Kritiken abgelehnt. Der Erweiterungsbau wurde schließlich nach Plänen von P. Sprenger – in denen sich Nobiles Vorhalle mit Portikus wiederfindet – durch H. Bergmann ausgeführt, während des Zweiten Weltkriegs jedoch zerbombt.

Die gotisierenden Entwürfe bezeugen Nobiles Willen, über die klassizistische Kunst und deren sukzessive Überarbeitung hinaus auch andere Architekturepochen zu berücksichtigen. Nobile war es auch ein Anliegen, seine Schüler mit den verschiedensten Kunstsprachen experimentieren zu lassen, und er kann daher – wie Pavan 1992 feststellt – als Förderer jener künstlerischen Ausrichtung betrachtet werden, die schließlich die Ausbildungsgrundlage der Architekten des Historismus schaffen sollte.
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Werke

WOHN-/GESCHÄFTSBAUTEN:
Auswahl:
1813Casa Fontana (1827 ausgeführt)
1817Palazzo Costanzi, Triest, Küstenland / Trieste, I
1817Casa Biserini, Triest, Küstenland / Trieste, I (Umbau)
1818Villa Hudelist, Baden, Kaiser-Franz-Ring 7, NÖ
1821–1836Schloss Metternich bzw. Königswart / Kynzvart, Eger, Böhmen / Cheb, CZ (Umbau)
1828–1839Schloss Metternich, Johannisberg, D (nicht gesichert)
1835–1837Sommervilla Metternich, Wien 3 (abgebrochen)

ÖFFENTLICHE BAUTEN:
Auswahl:
1811röm. Amphitheater, Pola, Küstenland / Pula, HR (Restaurierung)
1815–1816Brücke, Canale, Küstenland / SLO
1816–1824Äußeres Burgtor, Wien 1, Burgring
1817Leuchtturm, Salvore, Küstenland / Savudrija, HR
1820–1823Zweites Cortisches Kaffeehaus, Wien 1, Volksgarten
1820–1823Theseustempel, Wien 1, Volksgarten
1821Gubernialgebäude, Lemberg, Galizien / Lwiw, UA (nach anderen Angaben 1840)
1823Ossolineum, Lemberg, Galizien / Lwiw, UA (Pläne; dann von J. Bem anders ausgeführt)
1823–1825Theater u. Redoutensaalgebäude (heute Schauspielhaus), Graz, Stmk. (Wiederaufbau)
1825Inzersdorfer Pfarrkirche, Wien 23 (Restaurierung; später wieder verändert)
1827–1849Kirche Sant’Antonio Nuovo, Triest, Küstenland / Trieste, I (frühere Entwürfe 1808, 1823, 1826)
1839ehem. Schottentor, Wien (1858 abgebrochen)
1841Pfarrkirche hl. Barbara, Reichenau a.d.Rax, NÖ
o.J.Kirche, Landeck bei Tepl, Böhmen / Tepla, CZ

INDUSTRIE-/GEWERBEBAUTEN:
um 1830Erstes Treibhaus im Mayer’schen Garten, einst Penzing bei Wien (abgerissen)

INNENRAUMGESTALTUNG/DESIGN:
Auswahl:
1828Familiengruft Metternich in Plass, Böhmen / Plasy, CZ
1832Potocki-Kapelle, Krakau, Galizien / Krakow, PL
1835Denkmal zur Erinnerung an die Schlacht von Kulm, Böhmen / Chlumec, CZ
1835Sarkophag für Kaiser Franz I, Wien 1, Neuer Markt (Kapuzinergruft)
1836Denkmal für Kaiser Franz I (unrealisierter Entwurf)
1826-1837Festsaal des polytechnischen Institutes (heute Technische Universität), Wien 4, Karlsplatz
o.J.Grabmal Martinolli, Triest / Trieste, I

NICHT REALISIERTE PROJEKTE:
Auswahl:
1819Schloss Schönbrunn (Umgestaltung des Mittelrisalites gegen den Park)
1819Mirabellschloss, Salzburg (Wiederaufbau)
1834Kathedrale in Gran / Esztergom, H
1834Altstädter Rathaus, Prag / Praha, CZ (Anbau)
1838Palais Nassau, Wiesbaden, D (vermutlich)
1844Zollgebäude in Mailand / Milano, I
1845Senatsgebäude für Tessin, CH
o.J.Burgtheater in Wien (Neugestaltung)
o.J.Kriminalgerichtsgebäude in Wien
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Primärquellen

PUBLIKATIONEN:
P. Nobile: Progetti di varii monumenti architettonici immaginati per celebrare il trionfo degli Augusti Alleati, la Pace, la Concordia de’ popoli, e la rinascente felicità di Europa nell’anno 1814: inventati e disegnati. Triest 1814
P. Nobile: Fanale di Salvore (unveröffentliches Manuskript, o.O. und o.J.)
P. Nobile: Der Leuchtthurm von Salvore. In: ABZ 1.1836, S.17-18, Bl.9

NACHLÄSSE UND ARCHIVE:
ABK; OESTA; Wr.Ringstraßenarchiv; Pfarre St.Stephan (Matrikenstelle); Archiv Adler
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Sekundärquellen

LITERATUR:
Anonym: Die Treibhäuser im Mayer’schen Garten in Penzing. In: ABZ 3.1838, S.395-396, Bl. 240–241
R. Bösel: Der Michaelerplatz in Wien. Wien 1992
T. O. Busch: Peter Nobiles Bibliothek: eine Bibliographie. Wien 1990
D. Caltana: Wien und Triest in architektonischer Verbindung. Am Beispiel von Pietro Nobile. In: J. Ehmer / K. Ille (Hg.): Italienische Anteile am multikulturellen Wien. Innsbruck u.a. 2009
R. Fabiani: L’architetto P. Nobile. In: Arte in Friuli, arte a Trieste 4.1980, S.77–89
R. Fabiani (Hg.): Pagine architettoniche: i disegni di Pietro Nobile dopo il restauro. Pasian di Prato 1997
R. Fabiani: Pietro Nobile archeologo e conservatore. In: M.P. Frattolin (Hg.): Artisti in viaggio 1750–1900. Presenze foreste in Friuli Venezia Giulia. Venezia 2006
R. Goebl: Architektur. In: Klassizismus in Wien (Ausstellungskatalog). Wien 1978
G. Hajos: Schönbrunn. Wien / Hamburg 1976
H. Hoffmann u.a.: Das Wiener Opernhaus (Die Wr.Ringstraße, Bd.8). Wiesbaden 1972
A. Kieslinger: Die Steine der Wiener Ringstraße (Die Wr.Ringstraße, Bd.4). Wiesbaden 1972
I. Köchert: Peter Nobile: sein Werdegang und seine Entwicklung mit besonderer Berücksichtigung seines Wiener Schaffens. Univ.-Diss. Wien 1951
P. Kortz: Wien am Anfang d. 20.Jh.s. 2 Bde., Wien 1905/06
S. Kronbichler-Skacha: Die Wiener Beamtenarchitektur und das Werk des Architekten Hermann Bergmann (1816–1886). In: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte, 39.1986, S. 163–203
K. Mollik u.a.: Planung und Verwirklichung der Wiener Ringstraßenzone (Die Wr.Ringstraße, Bd.3). Wiesbaden 1980
M. Paul: Technischer Führer durch Wien. Wien 1910
G. Pavan: Il restauro dei monumenti romani di Pola, Pietro Nobile, Francesco Bruyn e altri (1809–1860). In: Archeografo Triestino, Serie 4, LVI(CIV).1996
G. Pavan: Pietro Nobile Architetto (1776–1854). Trieste 1998
G. Pavan: Lettere da Vienna di Pietro Nobile (1816–1854). 2 Bd. Triestre 2002
M. Prokopovych: Habsburg Lemberg: Architecture, Public Space, and Politics in the Galician capital, 1772–1914. West Lafayette 2009
K. Schoeller: Die Architekturausbildung an der Akademie der bildenden Künste unter Peter Nobile (1818–1849). Dipl.-Arb. Wien 2006
K. Schoeller: Pietro Nobile: direttore dell'Accademia di architettura di Vienna (1818–1849). Trieste 2008
E. Springer: Geschichte und Kulturleben der Wiener Ringstraße (Die Wr.Ringstraße, Bd.2). Wiesbaden 1979
F. Tschischka: Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate. Wien 1836
W. Wagner: Die Geschichte der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Wien 1967
R. Wagner-Rieger: Die Wiener Architektur des Klassizismus, in: Alte und moderne Kunst 10.1965, H.81, S. 5-10
R. Wagner-Rieger: Wiens Architektur im 19.Jh. Wien 1970
R. Wagner-Rieger: Geschichte der Architektur in Wien. Vom Klassizismus bis zur Secession. In: Geschichte der bildenden Kunst in Wien. Bd.3, Wien 1973
D. Wiebenson / J. Sisa (Hg.): The Architecture of Historic Hungary. Cambridge (Mass.) 1998
A. Zador / J. Rados: A Klasszicizmus Epiteszete Magyarorszagon. Budapest 1943
ÖKT 41: G. Hajos: Die Kirchen des 3. Bezirks, Wien 1974
ÖKT 44: G. Hajos: Die Profanbauten des III., IV. und V. Bezirks. Wien 1980
„Die großen Architekten der Ringstraßenzeit, ihre Vorläufer und Nachfahren auf dem Lande“. (Ausst.Kat) Bad Vöslau 1987

HINWEISE AUF WERKE:
Allgemeine Bauzeitung
1.1836, S.134–135 (Theater in Graz)

NACHSCHLAGEWERKE:
Dehio Wien/1 (I.Bez); Dehio Wien/2 (II.–IX.u.XX.Bez.); Dehio NÖ/Süd A–L; Dehio NÖ/Süd M–Z

LEXIKA:
Wurzbach; ThB; ÖBL; Czeike
I. Rucki / D. Huber (Hg.): Architektenlexikon der Schweiz 19./20. Jahrhundert. Basel 1998

INTERNETLINKS:
wikipedia.de; wikipedia.it
www.croatia.ch/veleposlanstvo/bilten/matijasic.php
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Anmerkungen
In CZEIKE fälschliche Angaben (N. hat nicht nach Plänen Romano und Schwendenwein das Sommerpalais Metternich erweitert)
ÖBL irrt: der Leuchtturm in Triest wurde nach Plänen von M. Pertsch errichtet
Eingegeben von: Diego Caltana
Eingegeben am: 01.10.2013
Zuletzt geändert: 18.11.2013
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