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Raphael Rigel war ein wichtiger Vertreter des Spätklassizismus in Österreich. Sein Hauptgebiet wurde die Innerarchitektur: von R. Wagner-Rieger wurden seine Innendekorationen als „reizvoll“ bezeichnet.
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1809 bis 1812 war Rigel am Umbau bzw. der Neueinrichtung des Hofburg-Appartements der Kaiserin Maria Ludovica beteiligt: Diese Aufgabe erwies sich als sehr wichtig, da die Gestaltung vieler Räume Vorbildcharakter in Wien bekamen. Eine dem Musikzimmer Maria Ludovicas ähnliche klassizistische Ausstattung mit korinthischen Lisenen und Kandelabern in Form weiblicher Figuren wurde als Rigels Entwurf für einen Gesellschaftssaal in der „Wiener Modenzeitschrift“ des Jahres 1818 gezeigt; im selben Jahr veröffentlichte Rigel eine luxuriöse Badezimmer-Ausstattung in der „Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode“, die mit dem nicht mehr erhaltenen kaiserlichen Badezimmer verglichen wurde (vgl. Ottillinger/Hanzl, 1997)
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Fast gleichzeitig, 1809 bis 1813, besorgte Rigel die Ausstattung des Palais Palffy. Die Empiredekoration mit Säulchen und Palmwedelkapitellen für die Empfangsräume hebt sich von glattpolierten roten Steinflächen ab. In diesem Fall bezog er sich auf die josephinische Zeit (etwa die Bibliotheksräume im Josephinum von I. Canevale).
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Außerhalb Wiens zeigte Rigel den Beweis seiner Begabung bei einem sakralen Bau. Die Stadtkirche St.Johannis in Lößnitz im Erzgebirgskreis, Deutschland, wurde von ihm 1826 errichtet. Das Kirchenschiff ist noch als barocker Saal gestaltet, aber die Verwendung klassizistischer Säulenanordnung und Bauelemente geht zweifellos auf neue Ideen des Wiener Architekten zurück.
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| In seiner „Encyclopädie der neuesten Architectur“, die zwischen 1843 und 1847 erschien, publizierte Rigel verschiedene Projekte. Meistens für Rom gedacht, wurden diese Entwürfe für weitläufige Anlagen in der nachfolgende Phase der Ringstraßenzeit kennzeichnend. |
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