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Emil Förster


Foto Österreichische Wochenschrift für den öffentlichen Baudienst, 1909

Persönliche Daten
Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
Auszeichnungen und Ämter
Mitgliedschaften
Vita
Stellenwert
Werke
Primärquellen
Sekundärquellen
Ausstellungen
Anmerkungen
Persönliche Daten
* 18.10.1838 - † 14.02.1909
Geschlecht: m
Geburtsort: Wien
Land: Österreich
damaliger Name: Kaisertum Österreich
Sterbeort: Wien
Land: Österreich
damaliger Name: Österreich-Ungarn
Titel: Ministerialrat
weitere Namen: Emil Ritter v. Förster
Religionsbekenntnis: Evang.
Berufsbezeichnung: Architekt
Familiäres Umfeld: Vater: Ludwig Christian Friedrich F. (1797-1863), hzgl. Sachsen-Coburg’scher Hofarchitekt
Mutter: Marie, geb. Schmidt (+1878)
Geschwister: Sophie (1830-1851) verh. mit Theophil Hansen, Architekt; Heinrich F. (1832-1889), Architekt und Fabriksbesitzer; Moritz (*1841)
Ehe (1868) mit Anna, geb. Braun (ca.1843-1922)
Kinder: Max Emil (*1867); Marianne (*1869), verehel. Haymer; Helene (*1870) verehel. Spannagel; Robert (ca.1871-1879); Emil (1877-1944), Dipl.Ing.
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Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
o.J.Akademisches Gymnasium in Wien
1857-1860Bauakademie Berlin
vor 1866Studienreise nach Italien
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Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
1860Eintritt in das Atelier seines Vaters
ca.ab 1866selbständiger Architekt und Redakteur der „Allgemeinen Bauzeitung“
1895Vorstand des Departements für Hochbau im Innenministerium
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Auszeichnungen und Ämter
1884Baurat
1895Mitglied der Stadterweiterungskommission
1895Mitglied des Hofbau-Komitees
1897Mitglied der Kommission zur Abhaltung der 2.Staatsprüfung aus dem Hochbaufach an der Technischen Hochschule
um 1897Ministerialrat
1905Ehrenbürger der Stadt Budweis
o.J.Mitglied der Zentralkommission für Kunst- u. hist. Denkmale
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Mitgliedschaften
ab 1867Österr. Ingenieur- und Architektenverein
ab 1870Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens
ab 1891Allgemeiner Bautechniker-Verein (unterstützendes Mitglied)
1894Gründungsmitglied des Architetkenklubs der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens
ab 1908Zentralvereinigung der Architekten Österreichs
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Vita
Emil Förster wurde im Jahr 1838 in Wien geboren. Sein Vater war Ludwig Christian Förster, der als Architekt sowie als Gründer der Fachzeitschrift „Allgemeine Bauzeitung“ sowohl im In- als auch im Ausland großes Ansehen genoss. Auch Emils älterer Bruder Heinrich studierte Architektur, und seine Schwester Sophie war mit dem renommierten Architekten Theophil Hansen verheiratet.

Nach der Matura am Akademischen Gymnasium in Wien absolvierte Förster sein Architekturstudium an der Bauakademie in Berlin und trat anschließend, im Jahr 1860, in das Atelier seines Vaters ein. Er übernahm die Bauleitung bei etlichen Projekten, und nachdem sein Vater im Jahr 1863 verstorben war, führte er auch dessen begonnene Bauten zu Ende.

Danach unternahm Förster mit Adolf Gnauth eine Studienreise nach Italien. Ziel war es, ein Werk über die toskanische Architektur herauszubringen – aus mangelndem Publikumsinteresse erschienen allerdings nur die ersten drei Hefte dieser viel umfangreicher angelegten Publikation.

Im Jahr 1866 kehrte Förster nach Wien zurück und widmete sich zunächst gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich der Herausgabe der „Allgemeinen Bauzeitung“. Wohl nicht zuletzt infolge der guten familiären Verbindungen wurde Förster aber auch zunehmend wieder als Architekt tätig. Er soll an die 80 Wohnhausbauten errichtet haben, wobei die Bandbreite seiner Arbeiten im privaten Sektor vom Wohn- und Miethausbau über Villen bis zur Errichtung repräsentativer Palais reichte. Darüber hinaus errichtete er Bankgebäude, öffentliche Bauten wie etwa das Blindenerziehungsinstitut in Wien 2, Wittelsbachstraße 4, sowie Hotels in verschiedenen Städten der Donaumonarchie. Der prestigeträchtigste öffentliche Auftrag, der gleichsam den Beginn von Försters Karriere markiert, war die Errichtung der „Komischen Oper“ (Ringtheater) in den Jahren 1872-1874, die allerdings auf Grund mangelhafter Sicherungsmaßnahmen bereits im Jahr 1881 einem Brand zum Opfer fiel. (Nach der verheerenden Katastrophe, die rund 500 Tote zur Folge hatte, entwickelten das Architektenduo Fellner Helmer ein neues Theaterbaukonzept, welches das neue Gesetz für Brandschutzbestimmungen idealtypisch umsetzte.)

Im Jahr 1895 wurde Förster von Kaiser Franz Josef zum Vorstand des Departements für Hochbau im k.k.Ministerium für Inneres berufen. Gleichzeitig trat er in das k.k.Hofbaukomitee ein und wurde Mitglied in der Stadterweiterungskommission. Diese neuen Aufgaben erschlossen ihm ein reiches Betätigungsfeld und brachten ihm breite Anerkennung ein.

Zunächst wurde unter seiner Leitung ein Architekturatelier gegründet, in dem einerseits eine Reihe von bedeutenderen Projekten von Förster selbst ausgearbeitet wurde, und dessen Aufgabe andererseits darin bestand, bei den Projekten, die der Staat ausführen ließ, die Erfüllung des Bauprogramms und insbesondere auch eine harmonische Einbindung in das jeweilige Umfeld zu überwachen. Auf diese Weise sicherte sich Förster einen maßgeblichen Einfluss auf die architektonische Gestaltung der staatlichen Gebäude, die um 1900 nicht nur in Wien, sondern auch in anderen Städten der Donaumonarchie entstanden. Ein besonders großes Aufgabengebiet erschloss sich durch die Neueinführung der Zivilgerichtsordnung, die die Errichtung einer Reihe von Kreisgerichtsgebäuden erforderlich machte. Daneben wurden während Försters Amtstätigkeit auch Schulen, Regierungsgebäude, Bezirkshauptmannschaftsgebäude und weitere öffentliche Gebäude sowie auch eine Reihe von griechisch-orientalischen Kirchen in der Bukowina erbaut.

Zusätzlich hatte Förster auch als Mitglied des k.k.Hofbaukomitees einen wichtigen Aufgabenbereich übernommen. Anlässlich der Feiern zum 50-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josefs plante Förster in der Hofburg den Anbau eines Saales an den Zeremoniensaal und für Erzherzog Franz Ferdinand die Adaptierung des Schlosses Belvedere, das als dessen Residenz bestimmt war.

Trotz des großen Arbeitpensums, das Förster in seiner staatlichen Stellung zu erfüllen hatte, war er weiterhin als selbständiger Architekt tätig. Er errichtete neben Miethäusern auch öffentliche Gebäude wie z.B. das „Dorotheum“ in Wien 1, Dorotheergasse 17 (1898-1901).

Nach einem überaus arbeitsreichen Leben starb Emil Förster im 71.Lebensjahr in Wien. Er wurde am Evang. Friedhof Matzleinsdorf begraben, im Jahr 1918 aber nach Purkersdorf umgebettet. In seinem Testament entschuldigt sich Förster bei seinen Erben für seine relativ bescheidene Verlassenschaft, die er auf einen Mangel an Skrupellosigkeit bei der Verfolgung geschäftlicher Gewinnchancen zurückführte.
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Stellenwert
Emil Försters umfangreiches Œuvre zeichnet sich durch reich dekorierte, plastische Fassadengestaltungen aus: Traditionelle Motive, wie Ädikulafenster, Balustradenbalkons, Kartuschen, Rundbogenverdachungen, gesprengte Giebel u.ä., erzielen vornehm-repräsentative und gleichzeitig monumentale Erscheinungsbilder. Auch sein erster bedeutender Auftrag, die Komische Oper in Wien 1, Schottenring 7-9, wurde von Förster mit Loggien, einem hohen Rundbogen sowie einer reich strukturierten Dachlandschaft prunkvoll ausgestaltet. Mit der malerischen Gruppierung des Gebäudes folgte Förster neueren architekturästhetischen Ansprüchen, weshalb er damals als ein „Künstler von moderner Richtung“ breite Anerkennung fand (Mitteilungen d. ZV 1908).

Häufig führte er sowohl Wohnbauten als auch öffentliche Gebäude als Blockverbauungen aus, die sich über mehrere Parzellen erstreckten, wie z.B. das Blindenerziehungsinstitut, Wien 2, Wittelsbachstraße 5 (1898). Bei Eckhäusern, deren Fassaden nicht im rechten Winkel aneinander stießen, verwendete er gerne eingestellte Rundtürme, die gleichsam als Gelenk die Fassaden verbinden, wie etwa beim Polizeigebäude, Wien 9, Berggasse 41-43 / Roßauer Lände 5-9, 1901-1904 (Erste Pläne wurden von Försters Mitarbeitern Karl Holzer, Moritz Kramsall, Alfred Keller erstellt, das Gebäude nach seinen Überarbeitung ausgeführt) und beim Justizpalast in Budweis / Ceske Budejovice, Kai Zatkovo Nabrezi 2, CZ, 1902-1904. Für turmartig überhöhte Eckrisalite indessen fand Förster zweifellos im Heinrichshof bzw. Palais Ephrussi seines Schwagers Theophil Hansen seine Vorbilder (siehe etwa das Arkadenhaus 1, Reichsratstraße11 / Grillparzerstraße 1883).

Für die stilistischen Formulierungen bevorzugte Förster Formen der italienischen Renaissance, die sich als „Neue Wiener Renaissance“ bereits ab den 60er Jahren des 19.Jahrunderts etabliert hatte. Förster bewunderte vor allem die florentinische Renaissance, die er während seiner Italienreise kennen gelernt hatte. Markante Formulierungen, wie rustizierte Sockel und Kanteneinfassungen sowie der Einsatz von toskanischen oder korinthischen Pilastern blieben für Förster Zeit seines Lebens dominante Gestaltungsmittel, die er sowohl bei Wohn- und Miethäusern als auch bei öffentlichen Gebäuden fast ausnahmslos anwendete.

Selten experimentierte Förster mit einem anderen Formenvokabular. So verarbeitete er beispielsweise beim Miethaus Wien 3, Kolonitzplatz 8 / Bechardgasse 1 (1877) Motive der deutschen Renaissance, während das Miethaus Wien 4, Schaumburgergasse 11 (1902) barockisierenden Dekor erhielt. Das Büro- und Wohnhaus „Maximilianhof“, Wien 9, Währingerstraße 6-8 (1886-1887) präsentiert sich hingegen in französisch-barocken Formen mit Eckkuppeln und einem mächtigen Kuppelaufbau über dem Mittelrisalit (im Zweiten Weltkrieg zerstört). Außergewöhnlich nicht nur im Schaffen Försters, sondern auch generell hinsichtlich der Entstehungszeit ist das Miethaus Wien 1, Schulerstraße 12 (1902). Dieses hohe schmale Haus ist nämlich völlig zeit-atypisch im neogotischen Stil ausgeführt.

In starkem Gegensatz zu Försters üblicher Weise plastisch strukturierten und dekorierten Fassaden stehen seine Bankgebäude, die fast durchwegs hermetisch abgeschlossene, kompakte Außenerscheinungen aufweisen. Das bedeutendste derartige Gebäude ist die 1885 bis 1887 entstandene „Allgemeine Österreichische Bodencreditanstalt“ in Wien 1, Teinfaltstraße 8-10 / Schreyvogelgasse / Oppolzergasse, für deren Errichtung Förster in einem geladenen Wettbewerb den 1.Preis erringen konnte. Mit der „in Wien förmlich frappierenden Neuheit“, für ein Bankgebäude als Vorbild den „toskanischen Palaststyle aus der Frührenaisssance des 15.Jahrhunderts“ zu wählen (Allgem. Bauzeitung 1889), verblüffte und beeindruckte er nicht nur die Jury, sondern auch die breite Öffentlichkeit. Auf den ersten Blick wirkt das Bankhaus mit seiner rustizierten Fassade und den in Rustika eingefassten geteilten Rundbogenfenstern wie eine Kopie des Palazzo Strozzi in Florenz. Allerdings hat Förster deutliche Modifikationen vorgenommen. So ist etwa die Monotonie der langen Fassaden durch Risalite unterbrochen, Förster hat Balkons angebracht und das Hauptportal dreibogig konzipiert. Insbesondere aber mit der Ausbildung eines dritten Geschosses wich Förster von seinem offensichtlichen Vorbild ab.

Generell wurden Försters Gebäude nicht nur auf Grund ihrer Repräsentanz und Monumentalität, sondern auch wegen der durchdachte Raumanordnungen und vornehmen Wohnungsausstattungen geschätzt. Bei den Bankgebäuden sorgte er durch die Installierung der neuesten technischen und funktionalen Errungenschaften, insbesondere was die modernsten Sicherheitsstandards betraf, für einen reibungslosen Ablauf des Parteienverkehrs.

Emil Försters reiche Bautätigkeit reicht von Formulierungen, die noch dem strengen Historismus verpflichtet sind und die Vorbildwirkung der bedeutenden Ringstraßenarchitekten erkennen lassen, bis in die freie Gestaltungsweise des Späthistorismus. Seine Wohnhäuser sind gekennzeichnet von auffallend vornehmen Außengestaltungen, seine öffentlichen Gebäude zeugen von einer ausgeprägten Monumentalität. Fast durchgängig lässt sich der Anspruch der „architecture parlante“ erkennen, die im Bankgebäude im „toskanischen Palaststyle“ ihren wirkungsvollsten Ausdruck fand: Als Widerspiegelung der gepanzerten Tresorräume wählte Förster hier nämlich einen „wahren, widerstandsfähigen, gedrungenen und geschlossenen Stylcharakter“ (Allgemeinen Bauzeitung 1889), der wie die anderen Objekte Emil Försters auch große Zustimmung fand.
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Werke

WOHN-/GESCHÄFTSBAUTEN:
1869-1872Wohn- u. Geschäftshaus der Allgem.Österr.Baugesellschaft, Wien 1, Dr.Karl-Lueger-Ring 12
1871Ehem. Wertheim-Palais, Wien 1, Canovagasse 3-5 (Erweiterungsbau)
1871Villa Voelcker, Kritzendorf 80, Gem. Klosterneuburg, NÖ
1872Villa, Purkersdorf bei Wien, Bahnhofstraße 10, NÖ
1872-1874Wohn- u. Geschäftshaus der Allgem.Österr.Baugesellschaft, Wien 1, Hohenstaufengasse 11-13 / Schottenbastei 16 / Helfersdorferstraße 15 (zerstört, heute Juridicum)
1876-1877Palais Angerer, Wien 9, Rooseveltplatz 15-17 (heute Hotel Regina)
1876-1880Wohnhaus, Wien 9, Rooseveltplatz 13
1877Miethaus, Wien 3, Kolonitzplatz 8 / Bechardgasse 1
1878-1879Wohnhaus Bernhard Bächer, Wien 1, Helferstorferstraße 6 (ehem. Schottensteig) / Rockhgasse 1
1879-1880Ehem. Haus Förster Wien 1, Hohenstaufengasse 4
1879-1880Wohnhaus Wenzel Reymann, Wien 1, Hohenstaufengasse 6 / Rockhgasse 8
1882Wohn- u. Geschäftshaus, Wien 1, Wollzeile 14
1883Wohnhaus, Wien 1, Reichsratstraße 11 / Grillparzerstraße 4
1883Miethäuser, Wien 4, Graf-Starhemberg-Gasse 16, 18, 20
1883Miethaus, Wien 6, Lehargasse 3-3A / Millöckergasse 8 (früher Dreihufeisengasse / Theatergasse)
1886Wohnhaus, Wien 1, Frankgasse 1
1887Wohnhaus, Wien 6, Mariahilferstraße 97
1886-1887Büro- u. Wohnhaus „Maximilianhof“, Wien 9, Währingerstraße 6-8 (Kuppelaufbau im 2.WK zerstört)
1890Miethaus, Wien 8, Alser-Straße 47 (Dekor entfernt)
1890-1891Miethaus Albrechthof, Wien 9, Garnisongasse 7/ Schwarzspanierstraße 8
1893Wohnhaus, Wien 1, Teinfaltstraße 4
1894Miethaus, Wien 3, Jacquingasse 6 (zerstört)
1902Miethaus, Wien 4, Schaumburgergasse 11
1902Miethaus, Wien 1, Schulerstraße 12

ÖFFENTLICHE BAUTEN:
1872-1874Ringtheater (Komische Oper), Wien 1, Schottenring 7-9 (1881 abgebrannt)
um 1875Hotel und Pension in Marienbad, Böhmen / Marianske Lazne, Neuer Kasino-Park, CZ
o.J.Hotel Austria in Gries bei Bozen/Bolzano, I
o.J.Hotel Meranerhof, Meran/Merano, I
1880-1883Wiener Giro- und Kassenverein, Wien 1, Rockhgasse 4 (Büros 1986/87 durch Wohnungen ersetzt)
1885-1887Allgemeine Österreichische Bodencreditanstalt, Wien 1, Teinfaltstraße 8-10 / Schreyvogelgasse / Oppolzergasse (geladener Wettbewerb; heute Außenstelle der Universitätsbibliothek)
1887-1889Grand Hotel Continental, Bukarest / Bucuresti, RO
1898Blindenerziehungsinstitut, Wien 2, Wittelsbachstraße 5 (nach Kriegsschäden vereinfacht instand gesetzt)
1892-1894Ehem. Allgemeine Depositenbank, Wien 1, Schottengasse 1 / Teinfaltstraße
o.J.k.k. Priv. Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, Prag, Böhmen / Praha, CZ
1897-1899Neue Hofburg, Wien 1, (Umbauten: Gartenfassade mit Freitreppe, südl. Flügel, re. Seitentrakt, Verbindungsbau zur Alten Burg)
1898-1901Versatz-, Versteigerungs- und Verwahrungsamt, Wien 1, Dorotheergasse 17 (heute Dorotheum)
1901-1904Polizeigebäude, Wien 9, Berggasse 41-43 / Roßauer Lände 5-9 (Erstellung der Pläne und Bauleitung: Karl Holzer, Moritz Kramsall, Alfred Keller; Überarbeitung der Pläne von Emil Förster)
1902-1904Finanzlandesdirektion für die Steiermark, Graz, Conrad v.Hötzendorfstraße 14-18
1902-1904Justizpalast, Budweis, Böhmen / Ceske Budejovice, Kai Zatkovo Nabrezi 2, CZ

INNENRAUMGESTALTUNG/DESIGN:
1895-1896Ehem. Böhmische Hofkanzlei (1848-1923 Ministerium des Innern, ab 1945 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtshof), Wien 1, Judenplatz 11 (Neugestaltung d. Repräsentationsräume)
1897-1900Belvedere, Wien 3, Rennweg 6 / Prinz Eugen-Straße 27 (Umbauten, Restaurierungen der Innenräume, Sanierungsarbeiten)
1898Burgtheater, Wien 1, Dr. Karl Lueger-Ring 2 (Umbau des Zuschauerraumes)

NICHT REALISIERTE PROJEKTE:
1882Amtshaus Fünfhaus, Wien (Wettbewerb, 1.Preis)
1883Parlament Budapest, H (Wettbewerb, Ankauf)
1883Zentrales Mineralbad, Sofia
1883Philippshof, Wien 1
1889Amtshaus Währing, Wien 18 (Wettbewerb, 1.Preis)
1894Durchbruch vom Graben zur Freyung (Projekt)
1906Haus der Industrie, Wien 3, Schwarzenbergplatz 4 (engerer Wettbewerb)
1909Technisches Museum (Vorstudie)
o.J.Amtshaus in Wien-Sechshaus (Wettbewerb)
o.J.Brücke von Pest nach Ofen, H (Wettbewerb, 2.Preis)
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Primärquellen

PUBLIKATIONEN:
E. Förster: Die Bergbahn in Ofen (Budapest). In: Zeitschr. f.Bauhandwerker 18.1874, S.55f
E. Förster: Das Montagegerüst der Weserbrücke an der Hannover-Altenbekener-Eisenbahn oberhalb Hameln. In: Zeitschr. f. Bauhandwerker 18.1874, S. 181 f
E. Förster: Die komische Oper in Wien. In: Allgem. Bauzeitung 40.1875, S.23f
E. Förster: Neuere Construktionen f. kleinere Eisenbahnbrücken. In: Zeitschrift f. Bauhandwerker 20.1876, S.72ff.
E. Förster: Häusergruppe nächst der Votivkirche. In: Allgem. Bauzeitung 45.1880, S.12
E. Förster: Die Durchquerung der inneren Stadt Wien und der Engpaß in der Bogner- und Naglergasse am Graben. Wien 1894
E. Förster: Das neue Rathaus in Währing. In: WBIZ 6.1889, S.421
E. Förster: Das neue Gebäude der k.k. priv. Allgemeinen Österreichischen Bodenkreditanstalt in Wien, Teinfaltstraße. In: Allgem. Bauzeitung 54.1889, S.5ff
E. Förster: Neuherstellung der Empfangsräume im k.k. Ministerium des Inneren. In: Allgem. Bauzeitung 62.1897, S.97ff
E. Förster: Das Kreisgericht in Bozen. In: Allgem. Bauzeitung 64.1899, S.121f
E. Förster: Das neue Polizei-Gebäude in Wien. In: ZÖIAV 56.1904, S.1, T.1f
E. Förster: Das neue Alumnatsgebäude in Brünn. In: In: Allgem. Bauzeitung 70.1905, S.101ff
E. Förster: Der Bau des Strafgerichtsgebäudes am Karlsplatz in Prag. In: Allgem. Bauzeitung 71.1906, S.29ff
E. Förster: Das neue Kreisgerichtsgebäude in Feldkirch. In: Allgem. Bauzeitung 73.1908, S.173ff

VORTRÄGE:
E. Förster: Über die Gerichtsbauten in Österreich in den letzten acht Jahren. Vortrag 22.3.1904 im Österr. Ing. und Architektenverein

NACHLÄSSE UND ARCHIVE:
Teilnachlass in Wien Museum Karlsplatz; Matriken der Ev. Stadtpfarrkirche AB Wien 1 und der r.kath. Pfarre St.Karl Wien 4; WStLA (Verlassenschaftsabhandlung mit Todfallsaufnahme und Testament, Totenbeschauprotokoll); Ev. Friedhof Matzleinsdorf (Grabprotokoll); Archiv Adler (Parten)
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Sekundärquellen

LITERATUR:
W. Aichelburg: Das Wiener Künstlerhaus 1861-2001. Bd.1, Wien 2003
Anonym: Ministerialrath Emil Ritter v. Förster. In: WBIZ 12.1895, S. 316f
Anonym: Zum 70.Geburtstag des Hofrates v. Förster. In: Mittelungen der Zentralvereinigung der Architekten 1.1908, Nr.11, S.1ff
Anonym: Ministerialrat Emil Ritter v. Förster. (Nachruf) In: Dt. Bauzeitung 43.1909, Nr.15, S.100
Anonym: Ministerialrat Emil Ritter v. Förster. In: Österr. Wochenschr. f.d. öffentl. Baudienst 15.1909, S.159f
Anonym: Das neue k.k.Polizeigebäude in Wien. In: WBIZ 22.1905, S.191ff, 197ff, 203ff, 211ff, T.51-57
F. Berger: Das k.k. Blinden-Erziehungsinstitut in Wien II, Wittelsbacherstr. 5. In: Österr. Wochenschr. d. öffentl. Baudienstes 5.1899, S.189ff
K. Eggert: Der Wohnbau der Ringstraße im Historismus. In: R. Wagner-Rieger (Hrsg.): Die Wiener Ringstraße. Bd.7, Wiesbaden 1976
K. Holzer: Das k.k. Polizeigebäude an der Elisabethpromenade in Wien XII. In: Allgem. Bauzeitung 69.1904, S.119ff
Hist. Museum d. Stadt Wien (Hg.): Das ungebaute Wien 1800-2000. (Ausst.Kat.) Wien 1999, S.120f, 200f
A. Kieslinger: Die Steine der Wiener Ringstraße. In: R. Wagner-Rieger (Hg.): Die Wiener Ringstraße. Bd.4, Wiesbaden 1972
P. Kortz: Wien am Anfang d. 20.Jhs. 2.Bd. Wien 1906
Kunsthist. Arbeitsgruppe GeVAG: Wiener Fassaden des 19. Jahrhunderts. Wien 1976
C. v. Lützow / L. Tischler: Wiener Neubauten, 3 Bde. Wien 1876-1891
ÖKT 44: G. Hajos: Die Profanbauten des III., IV., und V. Bezirks. Wien 1980
M. Paul: Technischer Führer durch Wien. Wien 1910
R. Schmidt: Das Wiener Künstlerhaus 1861–1951. Wien 1951, S.52, 184
E. Springer: Geschichte und Kulturleben der Wiener Ringstraße. In: R. Wagner-Rieger (Hrsg.): Die Wiener Ringstraße, Bd.2. Wiesbaden 1979
A. Stradal: Das Landesgerichtsgebäude in Laibach. In: Allgem. Bauzeitung 69.1904, S.38ff
R. Wagner-Rieger (Hg.): Das Kunstwerk im Bild. In: Die Wiener Ringstraße. Bd.1, Wiesbaden 1969

HINWEISE AUF WERKE:
Allgemeine Bauzeitung
40.1875, S.23f, T.14ff (Die komische Oper in Wien 9, Währingerstr. 78) / S.75, T.65 (Hotel- und Pensionsgeb. im neuen Kasinopark in Marienbad)
42.1877, S.32, T.31 (Villa Voelcker, Kritzendorf)
43.1878, S.43, T.34ff (Gebäudegruppe am Franzensring, Wien)
45.1880, S.12,T.11ff ( Häusergruppe nächst der Votivkirche, Wien 9)
48.1883, S.95, T.69ff (Geschäftshaus d. Wr. Giro- und Kassenvereins. Wien 1. Rockhg.)
51.1886, S.52, T.37ff (Häusergruppe d. Herrn Julius Hübsch, Wien 6, Dreihufeiseng. 3 und 3a)
52.1887, S.72, T.57f (Wohnhaus Brüder Böhm, Wien 6, Mariahilferstr. 97)
54.1889, S.5f (Das neue Gebäude der k.k. priv. Allgem. Österr. Bodenkredit-Anstalt Wien I, Teinfaltstr.)
55.1890, S.7, T.2ff (Der Maximilian-Hof in Wien) / S.47, T.39ff (Grand Hotel Continental in Bukarest)
59.1894, S.47, T.38 (Albrechtshof, Wien 9, Schwarzspanierstr.) / S.55, T.41ff (Wohn- u. Zinshaus d. Genral-Konsuls Alex. v. Bernd, Wien 3, Jacquing. 6)
60.1895, S.8, T.4ff (Gebäude der Allgemeinen Depositenbank in Wien I, Schotteng. /Teinfaltstr.)
61.1896, S.109, T.37ff (Das Gebäude der Filiale der k.k. priv. österr. Kredit-Anstalt für Handel und Gewerbe in Prag, Graben 850)
62.1897, S.97, T.26ff (Neuherstellung der Empfangsräume im k. k. Ministerium des Inneren in Wien)
64.1899, S.121, T.44ff (Kreisgericht in Bozen)
70.1905, S.101, T49ff (Das neue Alumnatsgebäude in Brünn)
71.1906, S.29, T.22ff (Bau des Strafgerichtsgebäudes am Karlsplatz in Prag)
73.1908, S.173, T.69ff (Das neue Kreisgerichtsgebäude in Feldkirch)

Architektonische Details von ausgeführten modernen Wiener Wohn- und Geschäftshäusern, Villen etc. Wien 1896
Bl.3c (Wien 6, Theatergasse 8)

Architektonisches Skizzenbuch
48.1883, S.95f (Geschäftshaus des Wiener Giro- und Kassen-Vereins)

Deutsche Bauzeitung
31.1897, S. 75 (Der Umbau des Zuschauerraumes des Hofburgtheaters)

Neubauten und Concurrenzen
4.1898, H.7 (Jubiläums-Gewerbeausstellung 1898 in Wien – Pavillon der Stadterweiterung)
5.1899, H.2, T.14 (Wohn- und Geschäftshaus Wien 1, Teinfaltstr. 4)

Österr. Wochenschrift f.d. öffentl. Baudienst
13.1907, S.317ff (Das neue Amtsgebäude der Generaldirektion der Tabakregie in Wien)

WBIZ
5.1888, S.581f (Portal der Bodenkredit-Anstalt in Wien I, Teinfaltstr. 3)
11.1893/94, S.339, T.52 (Gebäude der Allgemeinen Depositenbank in Wien I, Schotteng. / Teinfaltstr.)
13.1896, S.338, T.41 (Miethaus, Wien 3, Jacquing.) / T.97 (Miethaus 9, Porzellang.)
16.1898, Beilage S.61 (Das k.k. Blinden-Erziehungsinstitut in Wien II, Wittelsbacherstr. 5)
17.1899, Beilage S.57 (Der Umbau des Versatzamtes in Wien)

ZÖIAV
56.1904, S.1f (Das neue Polizei-Gebäude in Wien)

NACHSCHLAGEWERKE:
Achl. III/1
Dehio Wien/1 (I.Bez.); Dehio Wien/2 (II.-IX.u.XX.Bez.); Dehio NÖ/Süd A-L ; Dehio NÖ/Süd M-Z; Dehio Graz
L. Eisenberg: Das geistige Wien. Wien 1893
G. Doytchinov / C. Gantchev: Österr. Architekten in Bulgarien 1878-1918. Wien 2001
S. Waetzoldt: Bibliographie zur Architektur im 19.Jh. Nendeln 1977

LEXIKA:
ThB; Czeike; ÖBL; ÖL; AKL
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Ausstellungen
1999„Das ungebaute Wien“, Historisches Museum Wien
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Anmerkungen
Eingegeben von: Inge Scheidl
Eingegeben am: 29.01.2008
Zuletzt geändert: 05.05.2008
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