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Franz Krauß


Quelle: Anton Mansch (Hrsg): Meister-Archiv, ca. 1908

Persönliche Daten
Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
Auszeichnungen und Ämter
Mitgliedschaften
Vita
Stellenwert
Werke
Primärquellen
Sekundärquellen
Ausstellungen
Anmerkungen
Persönliche Daten
* 14.06.1865 - † 24.02.1942
Geschlecht: m
Geburtsort: Wien
damaliger Name: Ober-Döbling
Land: Österreich
damaliger Name: Kaisertum Österreich
Sterbeort: Wien
Land: Österreich
damaliger Name: Deutsches Reich
Titel: Freiherr von, Hofrat, Prof., Ing.
weitere Namen: Krauss, Kraus, Krausz; Franz Karl; Franz von
Religionsbekenntnis: o. rel. Bek.
Berufsbezeichnung: Architekt
Familiäres Umfeld: Vater: Franz Freiherr von K. (1837-1919), Statthaltereikonzipist, ab 1886 Polizeipräsident von Wien, ab 1892 Landespräsident der Bukowina
Mutter: Bertha von Thoren
Ehe (1893) mit Maria, Freiin Lehne von Lehnsheim (*1872)
Kinder: Ernst (*1894), Dr.phil., Chem.
Hedwig (*1897), verehel. Falk, Schriftstellerin
Bürogemeinschaft: ab 1895 Atelier für Architektur Krauß und Tölk: Wien 9, Wasagasse 12; ab 1900 Wien 1, Auerspergstraße 4
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Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
o.J.Maximilian-Gymnasium, Wien
bis 1882Gymnasium Wiener Neustadt
1882-1887Technische Hochschule Wien (bei Karl König; 1887 Luntz); 2. Staatsprüfung
abgelegt
1888Diplom
1887-1890Akademie der bildenden Künste Wien (Meisterschule bei Friedrich Schmidt, 4 Semester ?)
o.J.Ausbildung in Worms und München (bei Heinrich Schmidt)
1911Habilitation an der Akademie der bildenden Künste Wien für Stilkunde und Perspektive
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Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
1886Statthalterei-Rat, Bau-Deputation für Wien
1889-1894Im Atelier von Fellner und Helmer tätig
1894-1927Selbständig, Arbeitsgemeinschaft mit Josef Tölk
1911Beeidigung als k.k. landesgerichtlicher Sachverständiger und Schätzmeister
1911-1934Dozent für Perspektive und Stillehre an der Akademie der bildenden Künste Wien (1913 Ernennung zum a.o. Professor)
ab ca.1913Gerichtlich beeideter Sachverständiger und Schätzmeister für Architektur und Hochbau
1913-1934o.Prof. für Baukunst an der Technischen Hochschule Wien (Nachfolger Königs)
ab 1914Mitglied der Staatsprüfungskommission im Hochbaufach
1916-1920Dekan der Fakultät für Architektur an der TH Wien
1919-1922Leitung der Meisterschule für Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien
vor 1930Zivilarchitekt
1930Vorsitzender der 2.Staatsprüfungskommission bzw. Prüfungsausschusses für die Abhaltung der Diplom-Hauptprüfung
ab 1934Eintritt in den Ruhestand
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Auszeichnungen und Ämter
1888Hagenmüller-Preis
1889Spezialschulpreis
1900Bronzemedaille Pariser Weltausstellung
1905Kleine goldene Staatsmedaille des Künstlerhauses
1909Baurat
1910Ernennung zum Ehrenmitglied der Gesellschaft zur Förderung der Baukunst in Amsterdam
(Maatschappij tot Revordering der Bouwkunst) wegen seiner Verdienste als Sekretär des 8.Internationalen Architektenkongresses Wien 1908
1914Verleihung des Offizierskreuzes vom König von Sachsen anlässlich der Baufachausstellung in
Leipzig
1916Offizierskreuz des königlich sächsischen Albrechts-Orden
1917Verleihung des Kriegskreuzes für Zivildienste 2.Klasse anlässlich der Feier des 225-jährigen
Bestandes der Akademie der bildenden Künste
1925Hofrat
1934Großes Ehrenzeichen für Verdienste um Österreich
1937Ehrenmitglied der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs
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Mitgliedschaften
ab 1892Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens (ab 1898 Architecten-Club: 1904-1906 Obmann; 1914 als Obmann-Stellvertreter; Aquarellisten-Club)
ab 1893Österreichischer Ingenieur- und Architektenverein (1912 Wahl zum Vizepräsidenten; wiederholt Verwaltungsrat)
ab 1907Zentralvereinigung der Architekten Österreichs (in Ausschüssen tätig; Schiedsrichter in technischen Fragen)
ab 1908Deutscher Werkbund (führendes Mitglied)
ab 1911Wiener Bauhütte (vorher teilnehmendes Mitglied)
ab 1913Österreichischer Werkbund (Gründungsmitglied; 1923/24 Vorstandsmitglied)
1928C.P.I.A. (Comité permanent internationale d´architects)- österreichische Sektion; Mitglied und Sekretär
o.J.Bund Deutscher Architekten
o.J.Ingenieurkammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland
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Vita
Franz Freiherr von Krauß wurde 1865 als Sohn des gleichnamigen Statthaltereikonzipisten, der später zum Leiter der Polizeidirektion von Wien und zum Landespräsidenten der Bukowina ernannt wurde, geboren. Nach dem Studium an der Technischen Hochschule Wien folgten noch drei weitere Studienjahre an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Friedrich Schmidt. Die Praxisjahre absolvierte Krauss bei Heinrich Schmidt in Worms und München, und bei Fellner Helmer in Wien. Im Atelier der beiden bekannten Theatererbauer lernte er den Architekten Josef Tölk (1861-1927) kennen, mit dem er 1895 ein eigenes „Atelier für Architektur“ gründete.

Die um die vergangene Jahrhundertwende äußerst erfolgreiche Architektengemeinschaft entwarf etliche Theater, Heilstätten, Wohnhausbauten, Villen, Schulen, Fischverkaufshallen und Grabmäler etc. Sie nahm an zahlreichen Wettbewerbsausschreibungen in der österreichisch-ungarischen Monarchie teil, wobei Krauß aber auch ein sehr gefragter Juror war. Ihre Entwürfe wurden bis etwa 1910 meist in der 1895 gegründeten Architekturzeitschrift „Der Architekt“ veröffentlicht. Der 1916 erschienene Band „Archiv für Architektur“ bietet einen Überblick über die Entwurfsarbeiten von 1906-1916.

Ab 1911 unterrichtete Krauß zunächst als Dozent (ab 1913 als a.o. Professor) an der Akademie der bildenden Künste und ab 1913 als ordentlicher Professor auch an der Technischen Universität Wien. Nebenbei war Krauß ein sehr engagierter Mitarbeiter etlicher Architektenvereinigungen.

Nach dem Ersten Weltkrieg erhielten Krauß Tölk wie viele andere Architekten auch aufgrund der wirtschaftlichen Situation wenig Aufträge. Bereits vor dem Tod von Josef Tölk 1927 begann Krauß mit dem Architektenduo Theiss Jaksch zusammenzuarbeiten.

Krauß ging 1934 als Professor in Pension und trat von allen öffentlichen Funktionen zurück. Aus Protest gegen die damaligen politischen Umstände verweigerte er die Annahme des Großen Ehrenzeichens für die Verdienste um Österreich.

Er starb 1942 im 76.Lebensjahr und wurde am Grinzinger Friedhof in Wien bestattet.
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Stellenwert
Bereits Anfang der 90er Jahre entwarf Krauß mit dem ebenfalls im Atelier Fellner Helmer arbeitenden Josef Tölk - einem ehemaligen Hansenschüler - eigene Projekte. 1895 gründeten sie ihr eigenes Atelier für Architektur, das 32 Jahre bestehen und auf Grund der Bandbreite ihres architektonischen Schaffens und ihrer gesellschaftlichen Kontakte bis vor dem Ersten Weltkrieg zu den erfolgreichsten Architektengemeinschaften zählen sollte. Nach der Aussage eines Zeitgenossen dürfte Krauß, der als äußerst flinker Zeichner galt, für die künstlerischen Belange zuständig gewesen sein, während Tölk sich eher um die technischen Erfordernisse kümmerte (Archiv für Architektur, Einleitung).

Außerdem ging Krauß im ersten Jahrzehnt seines architektonischen Schaffens neben der bestehenden Zusammenarbeit mit Josef Tölk aber auch immer wieder kurzfristige Arbeitsgemeinschaften mit anderen Architekten ein. So entstand etwa das Kaiser-Jubiläums-Stadttheater (heutige Volksoper) erb. 1898 in Wien 9, Währinger Gürtel in Zusammenarbeit mit dem Architekten Alexander Graf (1856-1931), wobei auf das System von Fellners und Hellmers Theaterbauten zurückgegriffen und die Fassade nach Wunsch der Auftraggeber in deutscher Renaissance ausgeführt wurde. Mit dem Mediziner A. Hinterberger setzte er sich um 1900 bei Wettbewerben mit der Problematik von Krankenhausbauten und Sanatorien auseinander.
Zunächst erwiesen sich Krauß und Tölk als typische Vertreter des Späthistorismus, deren frühe Entwürfe neobarocke Züge aufwiesen. Noch vor der Jahrhundertwende begannen sich die beiden Architekten an Otto Wagner und seiner Schule zu orientieren (Wien 3, Sechskrügelgasse 12, erb. 1897). Durch die Fassadengestaltung mit Hilfe durchgehender Glaswände bei Wien 4, Theresianumgasse 7 (erb. 1907) treten erstmals sachliche Tendenzen im Werk von Krauß auf.

Vorbildwirkung für ähnliche Bauten im Ausland erlangte jedoch das Hotel-Sanatorium Kurhaus Semmering Nr. 88, erb. 1907/09, dessen funktionalistische Architektur in Kombination mit Heimatstilelementen und Zitaten aus der Schlossarchitektur am Übergang zur strengen sachlichen Moderne stand (Dehio NÖ II). Es finden sich aber auch Einflüsse der Wiener Werkstätte beim Wohnhaus Wien 4, Wohllebengasse, erb. 1912. Für diesen Bau erhielten sie im Jahre 1912 auf Grund der klaren Durchgliederung des Baues und dem dezent-eleganten Dekor den Preis der Stadt Wien.

Nach dem Ersten Weltkrieg führten Krauß und Tölk in Wien nur mehr den Sigmund-Freud-Hof, Wien 9, Gussenbauergasse 1,2,4; 5-7, erb. 1924/25 aus, eine blockartige Verbauung mit expressionistischen Fassaden.

Der Anteil der sporadischen Mitarbeit von Krauß an den Projekten des Architektenduos Theiß Jaksch von etwa 1923-1936, ist kaum zu beurteilen.
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Werke

WOHN-/GESCHÄFTSBAUTEN:
1897Wohnhaus, Wien 3, Sechskrügelgasse 12 (mit J. Tölk)
1897-1899Bürgerspitalfondshaus, Umbau Hotel Meissl Schaden, Wien 1, Neuer Markt 2 / Kärntnerstraße 16 (Wettbewerb, 1.Preis mit J. Tölk)
1899Wohnhaus, Weikersdorf / Baden bei Wien, NÖ (mit Tölk)
1900Miethaus, Wien 1, Salzgries 25 (nicht erhalten)
1901-1902Wohn- u. Geschäftshaus „Zum Bogner“, Wien 1, Bognergasse 3 / Naglergasse 4 (großteils abfassadiert; mit Tölk)
1901-1903Villa Weiss, Gräfenberg bei Freiwaldau, Ö-Schlesien / Jesenik, CZ (mit Tölk)
1902Villa Wichterle Prossnitz, Mähren / Prostejov, CZ (mit Tölk)
1902Villa Richter in Raspenau, Böhmen / Raspenova, CZ (mit Tölk)
1902-1903Villa Wien 13, Kupelwiesergasse 14 / Eitelbergergasse 19 (mit Adolf Oberländer)
1905-1906Wohnhaus „Wiener Bürger-Hof“, Wien 3, Vordere Zollamtsstraße 15 / Landstraßer Hauptstraße 1 / Sparefrohgasse (mit Tölk)
1906Villa J. Hemsley Johnson, Sterzing, Tirol (mit Tölk)
1906-1907Wohnhaus Dr. Perl, Neutitschein, Mähren / Novy Jicin, CZ (mit Tölk)
1907Wohnhaus, Wien 4, Theresianumgasse 7 (mit Tölk; nicht erhalten)
1906-1907Villa Primavesi, Olmütz, Mähren / Olomouc, CZ (mit Tölk)
1908-1909„Moritz-Retzer-Hof“, Wien 6, Mariahilfer Straße 38-40 (mit Tölk)
1910Wohnhaus Pospischil, Wien 5, Margaretengürtel (mit Tölk)
1910-1911Wohnhaus, Wien 8, Alser Straße 25 (mit Tölk)
1912-1913Wohnhaus „Gallia“, Wien 4, Wohllebengasse 4 (Wettbewerb von der Gemeinde Wien 1916, Preis, mit Tölk)
1917Villa, Wien 19, Grinzinger Straße 58-62 (mit Tölk)
1924-1925WHA der Gemeinde Wien „Sigmund-Freud-Hof“, Wien 9, Gussenbauergasse 5-7 / Tepserngasse 2 (mit Tölk)
1924-1928WHA der Gemeinde Wien „Sandleiten“, Wien 16, Bauteil 5 zwischen Rosenackergasse und Steinmüllergasse (Wettbewerb, mit Siegfried Theiss Hans Jaksch und J. Tölk)

ÖFFENTLICHE BAUTEN:
1892Grabmal, Schönlinde (mit K. Heinrich)
1895-1898Fassade der ehem. Landwehr-Kadettenschule, Wien 3, Boerhaavegasse 13-15 (heute zur Krankenanstalt Rudolfstiftung gehörig)
1898Volksoper (ehem. Kaiser-Jubiläums-Stadttheater), Wien 9, Währinger Straße 74 / Währinger Gürtel (mit Alexander Graf)
1899Franzensbrücke über den Donaukanal, Wien (mit F. Pfeuffer; Sprengung 1945)
1901-1902Städtische Heilanstalt, Baden b.Wien, NÖ (Wettbewerb, 2.Preis, mit Tölk)
1902Nordsee-Pavillon am Naschmarkt, Wien 6, Linke Wienzeile
1905Bürgertheater, Wien 3, Vordere Zollamtstraße 13 (mit J. Tölk; 1959 Abbruch)
1907-1909Hotel-Sanatorium Kurhaus, Semmering 88 (mit J. Tölk)
1908Kinderschutzstelle vom Verein für Säuglingsschutz, Wien 9, Zimmermannplatz 9 (mit J. Tölk; nicht erhalten)
1910Kammerspiele, erbaut als sog. Residenzbühne (mit Josef Tölk) im Keller des Hauses Fleischmarkt 1 „Orendihof“ (Entw. Arthur Baron)
1910Dürwaringbrücke über die Scheibenbergstraße, Wien 18
1910Grabmal F. von Neumann, Zentralfriedhof, Wien 11, Simmeringer Hauptstraße 232-246
1910-1912Kurmittelhaus und 2 Krankenpavillons; Direktionsvilla, Verwaltungsgebäude, Wirtschaftshof, Neurologisches Krankenhaus Rosenhügel, Wien 13, Riedelgasse 5 (mit J. Tölk)
1912-1914Ausbau des Neurologischen Krankenhauses der Stadt Wien „Maria-Theresien-Schlössel“, Wien
19, Hofzeile 18-20 / Pyrkergasse 27 (mit J. Tölk)
1913Pension Sonnhof“, Semmering, NÖ
1913Pavillon, Krankenhaus Neunkirchen, NÖ (mit J. Tölk)
1913-1914Priesterseminar St. Augustin „Frintaneum“, Wien 1, Habsburgergasse 7 (mit J. Tölk)
1921-1924mehrere Verkaufspavillons für die Gesellschaft „Nordsee“, Wien
1931Studentenheim der Akademikerhilfe, Wien 8, Pfeilgasse 4-6 (mit C. Holzmeister)
1936Aufstockung des Mitteltraktes der Technischen Hochschule, Wien 4, Karlsplatz (Mitarbeit bei TheissJaksch)

INDUSTRIE-/GEWERBEBAUTEN:
um 1898Geschäftslokal der Firma Zacherl, Wien 1 (nicht erhalten)
1905Werkstättentrakt, Wien 5, Hollgasse 3-5 (mit J. Tölk; nicht erhalten)
1907Fabrik Pospischil, Wien o.O.

INNENRAUMGESTALTUNG/DESIGN:
1896Renovierung des Ballsaales des Hotel „Stadt Wien“, Baden b.Wien, NÖ (mit J. Tölk)
1905Büroräume der Creditanstalt, Wien
1910Ausgestaltung der Kunstabteilung, Jagdausstellung Wien (mit J. Tölk)

NICHT REALISIERTE PROJEKTE:
1887Cottageviertel, Wien (Wettbewerb, 1.Preis für Typ 2 = größeres Familienhaus)
1892Sparkasse, Baden b.Wien, NÖ (Wettbewerb, 3.Preis, mit J. Tölk)
1893Regulierungsplan Stubenviertel, Wien 1 (Wettbewerb)
1894Konviktsgebäude, Stockerau, NÖ (Wettbewerb, mit Tölk)
1895Konzert- und Kaffeehaus, Millstatt am See, Ktn. (Entwurf)
1896Neubau des böhmischen Volkstheaters, Pilsen, Böhmen / Plzen, CZ (Wettbewerb, Ankauf, mit J. Tölk)
1897Ausstellungspavillon der Stadt Wien für die Jubiläumsausstellung 1898 (lobende Anerkennung)
1897Hauptrestaurant der Jubiläumsausstellung Wien (Wettbewerb, 2.Preis, mit J. Tölk)
1897Mädchenschule und Pfarrhof St.Jakob, Laibach, Krain / Ljubljana, SLO (Wettbewerb, 1.Preis, mit J. Tölk)
1897Kaiser Franz-Josef-Jubiläumsgymnasium, Baden b.Wien, NÖ (Wettbewerb, 1.Preis, mit J. Tölk)
1898Stadttheater, Baden b.Wien, NÖ (Wettbewerb mit J. Tölk, 3.Preis)
1899Umbau der Wiener Bürgerladenfondshäuser Wien 1, Wollzeile 28 und Riemergasse 1-3 (Wettbewerb mit J. Tölk, Prämierung)
1899Stadttheater Meran, Tirol / I (Wettbewerb, mit J. Tölk)
1899Neubau des Allgemeinen Krankenhauses Wien (Entwurf mit A. Hinterberger, Mediziner)
1899Baulichkeiten auf dem Zentralfriedhof, Wien (Wettbewerb, 6.Preis, mit J. Tölk)
1900Deutsches Haus, Cilli, Stmk. / Celje, SLO (Wettbewerb, mit J. Tölk, Preis)
1900Regulierung der Mur- und Albrechtgasse, Graz, Stmk. (Wettbewerb, mit J. Tölk, 2.Preis)
1900Sparkassengebäude, Friedek, Ö.-Schles. / Fridek Mistek, CZ (Wettbewerb, 3.Preis, mit J. Tölk)
1901Neues städtisches Museum Karlsplatz, Wien (Vorwettbewerb, unter den 8 besten Entwürfen, mit J. Tölk; 1902 im engeren Wettbewerb einer der dritten Preise?, mit J. Tölk)
1902Erweiterungsbau der Firma Gerngross, Wien 6, Mariahilfer Straße (geladener Wettbewerb)
1902Heilanstalt für Tuberkulöse in England (Wettbewerb, mit A. Hinterberger)
1903Amtsgebäude der Postsparkasse, Wien 1, Georg Coch-Platz 2 (Wettbewerb, Preis, mit J. Tölk)
1903Amtshaus der Wiener Bezirkskrankenkasse, Wien 8, Albertgasse (Entwurf, mit J. Tölk)
1903Stadttheater Gablonz, Böhmen / Jablonec n.N., (Wettbewerb, mit Tölk)
1904Pfarrkirche, Preßbaum, NÖ (Wettbewerb)
1908Kurpalast, Abbazia, Küstenland / Opatija, HR (Entwurf, mit J. Tölk)
1907Anzengruber-Theater, Wien 12, Ecke der Niederhofstraße und der zu verlängernden Vivenotgasse (Entwurf)
1909Konzertsaalbau, Pola, Küstenland / Pula, HR (Entwurf, mit J. Tölk)
1911Bankgebäude der NÖ-Escompte-Gesellschaft, Wien 1, Am Hof (Wettbewerb, mit J. Tölk)
1911Palais der Österreichisch-Ungarischen Bank, Wien 9, Alserstraße (mit J. Tölk)
1913Landtagsgebäude, Czernowitz, Bukowina / Cernovce, UA (Wettbewerb)
1917Ausgestaltung des Elisabethenfriedhofes, Dresden, D (Wettbewerb, mit J. Tölk)
1920Umbau der TU Wien auf den Gründen bei der Aspangbahn (mit M. Theuer)
1923Rathaus, Montevideo / Uruguay (Entwurf, mit TheissJaksch)
1924Wettbewerbsentwürfe für Wiener Volkswohnhäuser (mit TheissJaksch)
1925Badeanlagen des Schwefelbades Bad Schallerbach, OÖ (Wettbewerb)
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Primärquellen

PUBLIKATIONEN:
F. Freiherr von Krauss: Das neue Institutsgebäude. Wien 1915
F. Freiherr von Krauss: Die Heilanstalt „Maria Theresia-Schlössel“ in Döbling. Wien 1915
F. Freiherr von Krauss / J. Tölk: Die Heilanstalt Maria Theresia-Schlössel in Döbling. Wien. In: ZÖIAV 67.1915, S. 555ff; S.575ff
F. Freiherr von Krauss / J. Tölk: Archiv für Architektur. Wien-Berlin 1916

VORTRÄGE:
F. Krauss: Über den Bau des Kaiser-Jubiläums-Stadttheaters in Wien. In: ZÖIAV 51.1899, S.33ff (Vortrag, gehalten am 8. Jänner 1899 im ÖIAV)

NACHLÄSSE UND ARCHIVE:
Achleitner-Archiv; ÖIAV; TUWA (Personalakt)
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Sekundärquellen

LITERATUR:
W. Aichelburg: Das Wiener Künstlerhaus 1861-2001. Bd. 1, Wien 2003
Architekturzentrum Wien (Hrsg.): Architektur in Österreich im 20. und 21. Jahrhundert. Basel / Boston / Berlin 2006
A. Becker / D. Steiner / W. Wang (Hg.): Architektur im 20.Jh.: Österreich. (Ausst.Kat.), München / New York 1995
H. Bandel: 60 Jahre kommunaler Wohnbau. In: Der Aufbau 38.1958, Nr.475, S.156ff, Abb.3
D. Blase / S. Schmidt: Sandleiten, Freiräume einer Wiener Wohnhausanlage der ersten Republik. In: Österreichische Zeitschrift für Kunst- und Denkmalpflege 42.1988, S.183ff
F. Borsi / E. Godoli: Wiener Bauten der Jahrhundertwende. Stuttgart 1985
F. v. Feldegg: Der engere Wettbewerb um den Bau des Kaiser Franz Josef-Stadtmuseums in Wien (mit J. Tölk). In: Der Architekt 8.1902, T.66a
F. v. F.(eldegg): Franz Freiherr von Krauss und Josef Tölk. In: WBIZ 32.1914/15, S.27-34, S.59ff; T.27-34, T.59
W. Frodl: Zur Entwicklung der Bauschule der Technischen Hochschule in Wien. In: Der Aufbau, 20.1965, Nr.10,
S.494ff, Abb.23
A. Gmeiner / G. Pirhofer: Der Österreichische Werkbund. Salzburg/Wien 1985
H. und R. Hautmann: Die Gemeindebauten des Roten Wien 1919-1934. Wien 1980
Hist. Museum der Stadt Wien: Friedrich von Schmidt. (Ausst.Kat) Wien 1991
E. Hofmokl: Wiener Heilanstalten. Wien 1910
A. Kieslinger: Die Steine der Wiener Ringstraße. In: R. Wagner-Rieger (Hg.): Die Wiener Ringstraße. Bd.4,
Wiesbaden 1972
Kommunaler Wohnbau in Wien Aufbruch 1923 –34 Ausstrahlungen. (Ausst.Kat.), Wien 1978
P. Kortz: Wien am Anfang d. 20. Jhds. 2.Bd., Wien 1906
M. Kristan: Carl König 1841-1915. Ein neubarocker Großstadtarchitekt in Wien. Ausst. Kat., Wien 1999
M. Kristan: Die Cottageanlage in Wien-Währing. In: Architekturjournal Wettbewerb 16.1992, H.115/16, S.11
A. Lechner: Die Geschichte der Technischen Hochschule in Wien 1815-1940. Wien 1942
A. Lehne: Jugendstil in Wien. Wien 1989
A. Lehne: Wiener Warenhäuser. Wien 1990, S.36f, Abb.28
M. Marchetti: Wien um 1900. Kunst und Kultur. Wien-München 1985
Moderne Kleinbauten. Kleinere Wohn- und Geschäftshäuser, Villen, Schulen, Gasthäuser...1.-3. Serie, Wien 1909-1911; Serie 1 und 3
Neue Architektur – Eine Auswahl der beachtenswertesten Neubauten moderner Richtung aus Deutschland und Österreich. Leipzig / Wien, o.J.; Serie 4, Bl. 41
ÖKT 44: G. Hajos: Die Profanbauten des III., IV., und V. Bezirks. Wien 1980
Scharff: Wiener „Gemeindestil“. In: Deutsche Bauzeitung 21.1926, S.568-574 (Wien 9, Gussenbauergasse 5-7)
R. Schmidt: Das Wiener Künstlerhaus 1861-1951. Wien 1951, S. 117
M. Theuer: Krauß Franz Karl (Nachruf). Unveröffentliche Rede anläßlich der Trauerfeier der TH Wien am 25.2.42 (Personalakt TUWA)
O. Uhl: Moderne Architektur in Wien von Otto Wagner bis heute. München 1966
W. Wagner: Die Geschichte der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Wien 1967
R. Wagner-Rieger: Wiens Architektur im 19.Jh. Wien 1970
M. Wehdorn: Die Bautechnik der Wiener Ringstraße. In: Die Wiener Ringstraße. Bild einer Epoche. Bd.11, Wiesbaden 1979
H. Weihsmann: Das Rote Wien. Wien 2002
G. Weissenbacher: In Hietzing gebaut. 2 Bde. Wien 1996-1998
Wiener Neubauten im Style der Secession. 5 Serien, Wien 1902-1911; Serie 2, Bl.33f (Details, Wien 1,
Concordiaplatz, mit J. Tölk); Serie 3, Bl.27 (Portal, Wien 1, Naglergasse 4)

HINWEISE AUF WERKE:
Allgemeine Bauzeitung
60.1895, S.55f; T.35ff (Neubau der k.k. Landwehr-Kadettenschule in Wien 3, Boerhaavegasse 13-15)

Architekten- und Baumeister-Zeitung
8.1899, Nr.26, S.1ff, Abb. (Entwurf für den Umbau der Wiener Bürgerladenfondshäuser Wien 1, Wollzeile 28 und Riemergasse 3; mit J. Tölk)
11.1902, Nr.23, S.4f (Baden bei Wien, neue Bade- und Heilanstalt; mit J. Tölk)
15.1906, Nr.1, S.7f (Die architektonische Gestaltung des Wiener Bürgertheaters, Wien 3)

Das neue Wien. Städtewerk. Wien 1927
Bd.3, S.74f (Wien 9, Wohnhausbau Gussenbauergasse-Tepserngasse-Nordberggasse)

Der Architekt
1.1895, S.46; T.75 (Millstatt/See, Projekt für ein Konzert- und Kaffeehaus)
2.1896, S.54; T.93ff (Entwurf Volkstheater, Pilsen; mit J. Tölk)
4.1898, S.22; T.42 (Concurrenz um das Jubiläums-Gymnasium in Baden; mit J. Tölk) / S.15f; T.26 (Concurrenzprojekt für das Hauptrestaurant auf der Jubiläumsausstellung 1898 mit J. Tölk)
5.1899, S.50 (Brückenpfeiler der neuen Franzensbrücke über den Wiener Donaukanal)
6.1900, S.37; T.71f (Stadttheater für Meran)
9.1903, S.1; S.3; T.4a (Bade- und Heilanstalt der Stadt Baden, Franzensring, mit J. Tölk) / S.33 (Brücke über den Tiefen Graben in Wien)
11.1905, S.42; S.43; T.92 (Das Wiener Bürgertheater, mit J.Tölk; Abbruch 1960) / S.41, T.98 (Milchverteilungspavillon des Vereins Säuglingsschutz in Wien 9, Zimmermannplatz, mit J. Tölk)
12.1906, T.65ff (Das Wiener Bürgertheater, mit J. Tölk; Abbruch 1960)
15.1909, S.14ff; T.57ff (Kuranstalt Semmering, mit J. Tölk)

Architektonische Rundschau
15.1899, H.10, Text zu T.73; T.73 (Kaiser Jubiläums-Stadttheater, mit Alexander Graf)
19.1903, H.11, S.88, T.88 (Konzert- und Kaffeehaus, Millstatt / Kärnten)

Bauwelt
26.1935, H. 3, Kunstdruckbeilage S.7 (Fischverkaufshalle mit Straßenbahnwartehalle, Wien)

Facaden und Details. Wien 1900. Wien 1900
Bl.1 Wien 1, Kärntnerstraße mit Tölk / Bl.5f. Wien 3, Sechskrügelgasse 12

Österreichische Wochenschr. d. öffentl. Baudienstes
9.1903, S.517ff; S.533ff; T.57 (Der Wettbewerb für den Neubau eines Amtsgebäudes der Postsparkasse in
Wien 1, Dominikanerbastei, mit J. Tölk)

WBIZ
16.1899, Beil. zum 1. Juni, S.21, T.62-68 (Kaiserjubiläums-Stadttheater)
18.1900, S.59, T.16 (Wohnhaus in Wien 3, Sechskrügelstr. 12, mit J. Tölk)
23. 1905/06, S.191ff; S.199ff; T.47ff (Wiener Bürgertheater, Wien 3, Vordere Zollamtsstraße 13 mit J. Tölk)
28.1911, S.257ff; T. 65ff (Bade- und Heilanstalt der Stadt Baden bei Wien, mit J. Tölk)

WÖIAV
12.1887, Nr.46; S.311(Wettbewerb Cottageviertel)

ZÖIAV
1893, S.137 (Plan zur Verbauung des Stubenviertels)

NACHSCHLAGEWERKE:
Achl. III/1; Achl. III/2
Dehio Wien/1 (I.Bez.); Dehio Wien/2 (II.–IX.u.XX.Bez.); Dehio Wien/3 (X.–XIX.u.XXI.–XXIII.Bez.); Dehio NÖ/Süd
P. Emödi: Lexikon österreichischer Zeitgenossen. Wien 1937
Dressler’s Kunsthandbuch 9.1930
F. Jansa: Deutsche bildende Künstler in Wort und Bild. Leipzig 1912
C. Kosik: Österreich 1918-1934. Wien 1935
Kürschner: Gelehrtenkalender 1935
R. List: Kunst und Künstler in der Steiermark. Ried/Innkreis 1974
A. Mansch (Hg.): Meister-Archiv. Gallerie von Zeitgenossen Deutschlands aus dem Gebiete der bildenden, bauenden und technischen Künste. Berlin o.J. (ca.1912), Bd.1, Bl.50
S. Waetzoldt: Bibliographie zur Architektur im 19.Jh. Nendeln 1977

LEXIKA:
Czeike
H. Cl. Kosel: Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftstellerlexikon. Wien 1902
ÖBL; ThB; Vollmer; Weihsmann 05;

INTERNETLINKS:
www.aeiou.at
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Ausstellungen
189725.Jahres-Ausstellung, Künstlerhaus Wien
1900Weltausstellung Paris
1913Architektur der Fürst Schwarzenbergbrücke auf der Leipziger Baufach-Ausstellung (Ehrenurkunde)
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Anmerkungen
Geburtsdatum 14.1.1865 bei Kosik (1935) ist falsch
Eingegeben von: Dagmar Herzner-Kaiser
Eingegeben am: 01.10.2006
Zuletzt geändert: 22.03.2013
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