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Carl Langhammer


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Persönliche Daten
Beruflicher Werdegang, LehrtÀtigkeit
Mitgliedschaften
Vita
Stellenwert
Werke
PrimÀrquellen
SekundÀrquellen
Anmerkungen
Persönliche Daten
* 1840 - † 30.12.1906
Geschlecht: m
Geburtsort: Loucna nad Desnou
damaliger Name: Wiesenberg, MĂ€hren
Land: Tschechien
damaliger Name: Kaisertum Österreich
Sterbeort: Wien
Land: Österreich
damaliger Name: Österreich-Ungarn
Religionsbekenntnis: Röm. - Kath.
Berufsbezeichnung: Architekt
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Beruflicher Werdegang, LehrtÀtigkeit
ab 1876TĂ€tigkeit in Wien
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Mitgliedschaften
1873-1906Österr. Ingenieur- und Architektenverein
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Vita
Über den Lebenslauf des aus MĂ€hren stammenden Architekten Carl Langhammer ist nicht allzu viel bekannt. In Wien wurde er ab dem Jahre 1876 sesshaft und eröffnete im 4. Wiener Gemeindebezirk ein ArchitekturbĂŒro. Als GeschĂ€ftsleiter und Werkmeister in diesem BĂŒro wird Leopold Bauer, geb. 1862 erwĂ€hnt. Im November 1906 meldete sich Langhammer nach MĂ€hrisch-Schönberg (Sumperk) ab. Im Dezember 1906 starb er im 66. Lebensjahr in einem Wiener Krankenhaus und wurde in seinem Geburtsort Wiesenberg / Loucna nad Desnou in Tschechien begraben.
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Stellenwert
Carl Langhammer erbaute hauptsĂ€chlich MietshĂ€user mit palaisartigen Fassaden und Wohn- und GeschĂ€ftshĂ€user im Umkreis seiner Kanzlei, die sich im vierten Wiener Gemeindebezirk befand. Der Architekt zĂ€hlt zu den bedeutenderen Vertretern des SpĂ€thistorismus, die die Neu-Wiener-Renaissance besonders lange vertraten. Die Fassade des Schraubenhofes Linke Wienzeile 18, Wien 6, erb. 1900, fĂŒhrte Langhammer hingegen in der Manier eines Cinquecentopalastes aus, wobei er zur Gestaltung der FassadenoberflĂ€che den in Wien selten anzutreffenden Haustein benutzte. Es finden sich in seinem Oeuvre aber auch EinflĂŒsse aus dem FrĂŒhwerk Otto Wagners.

Mit der Bauaufgabe Fabrik begann sich Langhammer ab 1890 auseinanderzusetzen. Ende des 19. Jh.s. entwarf Langhammer in dem Industriebezirk Wien 10, Pernerstorfergasse 57 einen kubisch-blockhaften Sichtziegelbau, der zwei Fabriken und ein Warenhaus aufnehmen sollte.

Da ĂŒber das Werk Langhammers nach 1900 nichts bekannt ist, muss er insgesamt als typischer Traditionalist angesehen werden, der Neuerungen aber offen gegenĂŒber stand.
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Werke

WOHN-/GESCHÄFTSBAUTEN:
1875Wohnhaus Wien 5, Ramperstorffergasse 51 und 53 / Margaretenstraße 101
1876Wohn- u. GeschĂ€ftshaus Wien 4, HeumĂŒhlgasse 2 A
1877Wohnhaus, Wien 5, Schönbrunner Straße 40 / Pilgramgasse 9
1878Wohn- u. GeschĂ€ftshaus Wien 5, Schönbrunner Straße 39
o.J.Wohnhaus, Wien 5, Schönbrunner Straße 43
1879Wohnhaus, Wien 5, Schönbrunner Straße 77
1880Wohnhaus, Wien 6, Schmalzhofgasse 4
1883Wohnhaus, Wien 4, Preßgasse 26 / MĂŒhlgasse 27
o.J.Wohnhaus, Wien 6, Gumpendorfer Straße 79
1887-1890Wohnhaus, Wien 6, Amerlingstraße 5
1888-1889Wohnhaus, Wien 5, Obere Amtshausgasse 27
1889Wohn- u. GeschĂ€ftshaus Wien 6, HofmĂŒhlgasse 14 / MĂŒnzwardeingasse 2 / Magdalenenstraße 34
1890Wohn- u. GeschĂ€ftshaus Wien 5, Schönbrunner Straße 125
o.J.Wohnhaus, Wien 6, Hirschengasse 4
o.J.ehem. Fabrik- und Wohnhaus „Ketten-Hof“, Wien 6, Joanelligasse 10 (ehem. Kanalgasse 10)
1891Wohnhaus, Wien 4, Große Neugasse 42
1891-1892Wohnhaus, Wien 5, BrÀuhausgasse 4
1898Wohnhaus, Wien 7, Schottenfeldgasse 36-38 (Abbruch)
1900Wohnhaus „Schrauben-Hof“, Wien 6, Linke Wienzeile 18

INDUSTRIE-/GEWERBEBAUTEN:
1898Lampenfabrik und Warenhaus Wien 10, Pernerstorfergasse 57 / Leebgasse 30-32 / Van der NĂŒllgasse
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PrimÀrquellen

NACHLÄSSE UND ARCHIVE:
ÖIAV
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SekundÀrquellen

LITERATUR:
Kunsthistorische Arbeitsgruppe GeVAG: Wiener Fassaden des 19.Jh.s [6. Bezirk]. Wien 1976
ÖKT (Österreichische Kunsttopographie) 44: G. Hajos: Die Profanbauten des III., IV., und V. Bezirks. Wien 198
C.v. LĂŒtzow / L. Tischler: Wiener Neubauten. 3 Bde., Wien 1876–1891. Bd.3, S.8., T.88ff (Wohn-und GeschĂ€ftshaus Bernhard Ludwig, Wien 6, HofmĂŒhlgasse 14 / MĂŒnzwardeingasse 2 / Magdalenenstraße 34)

HINWEISE AUF WERKE:
WBIZ (Wiener Bauindustrie-Zeitung)
14.1897, Beil. zum 26.8., S.44; T.85f (Wohn- und GeschĂ€ftshaus „Ketten-Hof“ Wien 6, Kanalgasse 10)

NACHSCHLAGEWERKE:
Achl. III/1 - 1.-12. Bezirk
Dehio 2 - II.-IX. u. XX. Bezirk; Dehio 3 - X.-XIX. und XXI.-XXIII. Bezirk
Dehio KĂ€rnten, 2001
L. Eisenberg: Das geistige Wien. Wien 1893
S. Waetzoldt: Bibliographie zur Architektur im 19.Jh. Nendeln 1977
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Anmerkungen
Hinweis DI. Heimo Kramer www.woerthersee-architektur.at (e-mail 24. 09. 2008):
Der Architekt Carl Langhammer, Wien erbaute um die Jahrhundertwende zwei Villen am Wörthersee:
Villa Seehort, Pörtschach, Ktn., Hauptstraße 133, erb. 1893 (BH: Anton Urban);
Villa Miralago (vormals Villa „Lugg in See“, Villa Ludwig Urban), Pörtschach, Ktn., Hauptstraße 129, erb. 1892

Es gĂ€be tatsĂ€chlich ein Indiz, dass es sich hier um denselben Architekten handelt. Langhammer erbaute 1891/92 in Wien 5, BrĂ€uhausgasse 40 ein palaisartiges Wohnhaus in Neorenaissanceformen fĂŒr M. und L. Urban. (In ÖKT 44: G. Hajos Die KunstdenkmĂ€ler Wiens. Die Profanbauten des III., IV. und V. Bezirks, Wien 1980, S 453f, Abb. 590).
Eingegeben von: Dagmar Herzner-Kaiser
Eingegeben am: 01.11.2005
Zuletzt geÀndert: 19.01.2010
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