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Franz Neumann

Persönliche Daten
Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
Auszeichnungen und Ämter
Mitgliedschaften
Vita
Stellenwert
Werke
Primärquellen
Sekundärquellen
Anmerkungen
Persönliche Daten
* 16.01.1844 - † 01.02.1905
Geschlecht: m
Geburtsort: Wien
Land: Österreich
damaliger Name: Kaisertum Österreich
Sterbeort: Wien
Land: Österreich
damaliger Name: Österreich-Ungarn
Titel: Baurat
weitere Namen: Franz Neumann jun.; Franz Ritter von Neumann; Franz Ritter von Neumann jun,
Religionsbekenntnis: Röm. - Kath.
Berufsbezeichnung: Architekt
Familiäres Umfeld: Vater: Franz Karl Neumann (1815-1888) Architekt
Mutter: Josepha, geb. Nitsche
Ehe mit Karoline Angerer
Bruder: Gustav (1856-1928), Architekt
Kinder: Franz; Josef; Richard; Lina; Anna
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Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
1861-1863Polytechnikum (spätere Technische Hochschule) Wien
1863-1868Akademie der bildenden Künste Wien (zwei Jahre bei Eduard van der Nüll und August v. Siccardsburg, drei Jahre in Meisterklasse Friedrich v.Schmidt)
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Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
1868-1883Mitarbeit im Atelier Friedrich v. Schmidts
ab 1883selbständiger Architekt
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Auszeichnungen und Ämter
1868Hofpreis II. Classe
1883Baurat und Bürgerrecht d. Stadt Wien
1884Ritterkreuz d. rumän. Kronenordens
1889-1895Gemeinderat (Liberaler, Vertreter der Josefstadt)
1891-1895Stadtrat
1894Ehrenbürger von Reichenberg / Liberec, CZ
1898Ritterkreuz des Franz Josefs-Ordens
1900Silbermedaille, Weltausstellung Paris
1901Verleihung des Ordens der Eisernen Krone III. Klasse (anlässl seines verdienstvollen Wirkens bei der Antoniuskirche)
o.J.Ehrendiplom, Münchner Kunstausstellung
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Mitgliedschaften
ab 1870Österr. Ingenieur- und Architektenverein (1881 im Redaktions-Comitee)
ab 1885 N.Ö. Gewerbeverein
ab 1872Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens (Gründungsmitglied, 1894 Architektenclub – 1901 Obmann)
ab 1902Wiener Bauhütte
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Vita
Franz Neumann wurde 1844 als ältester Sohn des herzoglich-coburgischen Architekten Franz Karl Neumann in Wien geboren. Neumann sen., dessen Familie aus Freiwaldau in Schlesien stammte, wurde 1881 nobilitiert („Ritter von Neumann“). Wie der Vater fühlte sich auch Sohn Franz zur Laufbahn des Architekten berufen und absolvierte dafür die damals klassische Ausbildung. Nach der Schulzeit besuchte er zunächst das Polytechnikum (den Vorläufer der späteren Technischen Hochschule), im Anschluss an diese vierjährige technische Ausbildung setzte er seine Studien an der Akademie der bildenden Künste fort, um auch die für den Beruf eines Architekten unerlässlichen künstlerischen Kenntnisse in der Architektur zu erwerben. In den ersten beiden Jahren lehrten ihn noch Eduard van der Nüll und August v. Siccardsburg, danach trat er in die Meisterschule Friedrich v. Schmidts ein. Er erwies sich als interessierter und begabter Student, den Schmidt nach dem Akademieabschluss zur Mitarbeit in seinem Atelier aufforderte.

15 Jahre lang war Franz Neumann enger Mitarbeiter in Schmidts Atelier. Von Anfang an wurde er bei dessen großem Wiener Rathaus-Projekt eingesetzt und arbeitete bereits an der Planung mit. Vom Baubeginn desselben, 1873, bis zur Schlusssteinlegung, 1883, war er daran beteiligt, ab 1875 war ihm die Bauleitung anvertraut worden. Anlässlich der Vollendung des Rathauses wurde ihm in Anerkennung seiner Verdienste der Titel Baurat und das taxfreie Bürgerrecht der Stadt Wien verliehen.

Für Neumann war nun auch der Zeitpunkt gekommen, sich selbständig zu machen. Schon während der Arbeit am Rathaus war er mit eigenen Bauten beschäftigt gewesen, bei denen er seine souveräne Formbeherrschung und umfassende Begabung demonstrieren konnte – vor allem bei der Gruppe der sog. Arkadenhäuser (Baublöcke links und recht des Rathauses in Wien 1, Rathausplatz und Reichsratsstraße). Deren Planung war wohl von Schmidt vorgegeben, realisiert hat sie jedoch Neumann, wobei sein eigenschöpferischer Anteil immer größer wurde. Er bewies bei diesen Gruppenbauten nicht nur gestalterischen Variationsreichtum, sondern auch Flexibilität im Organisatorischen und im Umgang mit den Wünschen der verschiedenen Bauherren. Neumann wurde einer der meistbeschäftigten Architekten in Wien und den Ländern der Monarchie. Im Gegensatz zu seinem Lehrer Schmidt stand bei ihm stets der Profanbau im Vordergrund, Kirchenbauten blieben eher die Ausnahme. Sein umfangreiches Werk weist nur zwei, allerdings bemerkenswerte kirchliche Bauten auf. Er hatte sich den unterschiedlichsten Bauaufgaben gewidmet, schuf Wohn- und Geschäftshäuser, eine Reihe von öffentlichen Bauten, wie Rathäuser, Sparkassengebäude, Denkmäler, Aussichtswarten, ein Volksbildungshaus und einen Spitalsbau. Er befasst sich auch mit Gebäuden, die technische Spezialeinrichtungen benötigten, wie einer Telephonzentrale oder der Sternwarte für Moritz v. Kuffner. Für die Familie Kuffner, zu deren Hausarchitekt er avancierte, errichtete er neben der Sternwarte auch funktionelle Industriegebäude für die Brauerei und repräsentative Stadthäuser und Villen.

Dem Bau von Villen und Einfamilienhäusern hatte sich Franz Neumann frühzeitig zugewandt. Einer seiner ersten Aufträge war der Bau einer Villa für Erzherzog Wilhelm in Baden bei Wien, NÖ, die ein großer künstlerischer Erfolg wurde und in dem prestigeträchtigen Kronprinzen-Werk: „Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild“ Aufnahme fand. Doch schon früher, noch vor seiner Selbständigkeit und Bekanntheit, hatte er vom Bildhauer Franz Schönthaler einen Auftrag für dessen Villenbau am Semmering erhalten. Der Bau war von beispielhafter Bedeutung für das künftige Baugeschehen in dieser Gegend. Neumann hatte für die Villa eine von traditioneller alpiner Holzarchitektur inspirierte neue volkstümliche und landschaftsbezogene Architektursprache gefunden und damit den sog. „Semmering-Stil“ kreiert. In den folgenden Jahren entwickelte sich am Semmering eine ganze Villenkolonie, bei der Neumann nicht nur als Architekt, sondern auch als Grundstückinvestor, Bauherr und Anbieter fertiger Häuser auftrat. Er war Autorität in Baustilfragen und Konsulent der Gemeinde Breitenstein in Bau- und Ortsbildfragen. Als Mitglied des Gemeindeausschusses nutzte er die Möglichkeit, eine spezielle Bauordnung durchzusetzen, die den Semmering zum Villenbezirk erklärte und nur Bauten im „Cottage-Stil“ zuließ.

Franz Neumanns Interesse an kommunalpolitischen Belangen war jedoch nicht nur auf den Semmering bezogen, wo er Gemeinderat von Breitenstein war und viele Verbesserungen, wie Straßenbeleuchtung, Hochquell-Wasserleitung etc. durchsetzte. Er vertrat auch viele Jahre seinen Heimatbezirk Wien-Josefstadt im Gemeinderat, später war er auch Mitglied des Stadtrates von Wien. Er war geschätztes und geachtetes Mitglied in Fachvereinen, publizistisch rege tätig und mit Orden und einer Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet. Knapp nach seinem 61.Geburtstag – Neumann wollte sich einige Tage am Semmering erholen – erlag er kurz vor Abfahrt des Zuges am Perron des Südbahnhofs einem Herzschlag. Er wurde am Wiener Zentralfriedhof beerdigt.
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Stellenwert
Die Generation, der Franz Neumann angehörte, und seine Ausbildung waren geprägt von der historistischen Kultur, die auch die Wurzeln und Grundlage seines künstlerischen Schaffens bilden sollte. Als einer der führenden Repräsentanten des Wiener Späthistorismus zeigt er in seinen Bauten die Vielfalt stilistischer Gestaltungsweisen, die diesen auszeichnet. Er entwickelte seine Architektur in freier Variation historischer Themen, bevorzugte die Formensprache der deutschen Renaissance und wendete daneben zunehmend auch die des Neobarock an. Neumann war einer der produktivsten, aber auch innovativsten Baukünstler seiner Zeit.

Bei der ebenso prestigeträchtigen wie anspruchsvollen Bauaufgabe der Arkadenhäuser, die als Rahmung und Vermittlung zwischen den stilistisch unterschiedlichen Monumentalbauten – Parlament, Rathaus, Universität – dienen sollten, wählte Neumann Formen der deutschen Renaissance, bereicherte sie jedoch auch mit italienischen Renaissance-Elementen und solchen des Barocks. Die reiche und kleinteilige Dekorationsform verleiht den symmetrisch konzipierten Fronten der Gruppenbauten eine bewegte malerische Komponente, die von der mit Kammdächern, Giebeln, Aedikulafenstern und Kuppeln aufgelockerten Dachsilhouette unterstrichen wird. In diesem „altdeutschen“ Stil waren auch seine beiden preisgekrönten Rathausentwürfe für Reichenberg und Friedland realisiert worden. Der reiche Dekor entsprach dem Zeitgeschmack nach gesteigerter Pracht, gleichzeitig ließ sich mit dem gewählten Stil eine assoziative Verknüpfung zum starken Bürgertum deutscher Handelsstädte herstellen, wie ihm auch ein nationaler Aspekt zukam, der ab den 1880er Jahren aufgegriffen wurde. Bei der malerisch gruppierten, schlossartigen Villa Erzherzog Wilhelms in Baden, NÖ (Weilburgstraße 103-105) kam dieses stilistische Vokabular ebenfalls zum Einsatz, manche der dortigen Detailformen sind direkt von den Arkadenhäusern übernommen.

Die innovativste Leistung auf dem Gebiet des Villenbaues schuf Franz Neumann jedoch am Semmering, NÖ. Bis dahin hatte man städtischen Villen mit imitiertem Fachwerk ländlichen Anstrich verliehen. Nun entwickelte Neumann auf Anregung des Bildhauers Franz Schönthaler Landvillen mit einem Aufbau in traditioneller alpiner Holzarchitektur, den er wahlweise in Ständer- oder Blockbauweise ausführte. Die formalen Grundlagen dazu leitete er aus dem bäuerlichen alpinen Wohnhausbau ab, wobei er Anregungen von Tiroler und Schweizer Bauernhäusern verarbeitete. Über einem Steinsockel folgt eine Zone verputzten Mauerwerks, darüber ein weiteres Geschoß in Holzbauweise, meist mit umlaufendem Balkon, die Dächer wurden weit vorgezogen. Die Zierelemente am Holzaufbau sind oft reich mit Schnitzereien und Bemalung versehen. Alpine Formen wie ausgesägte Balkonbrüstungen oder Glockentürmchen wurden übernommen, Erker und Ecktürmchen zur Auflockerung des Baukörpers dazukomponiert, die Dachform steil nach Schweizer oder flacher nach Tiroler Vorbild ausgeführt. Variiert setzte der Architekt dieses Formenrepertoire ein, kombinierte später auch städtische Elemente dazu, wie große Bogenfenster (Villa Editha Mautner-Markhof, Semmering Nr.74), oder schmückte das Haus mit secessionistischer Blumenbemalung (Villa „Unsere Hütte“ und Villa Kleinhans, Semmering Nr.62 und 65).

Bei der formalen Gestaltung seiner beiden Kirchenbauten löste sich Franz Neumann vom Vorbild Friedrich v. Schmidts, dessen Sakralbauten diese Bauaufgabe dominierten, und gelangte zu eigenständigen Lösungen. Die Antoniuskirche, Wien 10, Antonsplatz, in „lombardisch-venezianischer Bauweise“ errichtet, sollte S. Marco in Venedig und den Dom zu Padua zum Vorbild haben, ist aber eine weitgehend freie Paraphrase dieser beiden Bauten. Übrig blieb aber nur eine Kuppel, hingegen erlaubte der große Platz eine Verbreiterung der Fassade um niedrige Flügelbauten, an die schmale, an italienische Campanile erinnernde Türme anschließen. Sie umrahmen die hohe Kuppel mit ihren zahlreichen Nebentürmchen und verleihen „dem Sakralbau die damals sehr hoch bewertete reiche Silhouettierung“ (I. Scheidl, 2003). Auch stilistisch verwob er romanische Elemente mit solchen der italienischen Renaissance und belebte den Ziegelbau mit vielfältigen und vielfarbigen Materialien. Neumann schuf mit der Antoniuskirche einen malerisch-monumentalen Sakralbau, der sich in seiner Charakteristik deutlich von der traditionellen Norm im Kirchenbau absetzte. Anders, aber ebenso eigenständig, zeigt sich sein zweiter Bau, die Donaufelder Pfarrkirche, Wien 21, Kinzerplatz. Sie folgt mit ihrer axialen Einturmfassade einem konventionellen, neogotischen Kirchentopos. Ihre ornamentale Gestaltung weist jedoch nur wenige typisch gotische Elemente auf. Vielmehr geben die kannelierten Strebepfeiler, Balustraden und markanten Querbänderungen an den Seitenschiffen der Fassade eine fast geometrische Prägung, welche die Konstruktion betont. Auch in der aus Eisen geformten Ornamentik des Turmhelms finden sich lediglich gotische Anklänge. Unter fast völligem Verzicht auf gotisches Formenvokabular gelang es dem Architekten, das für die Gotik kennzeichnende Emporstreben neu zu formulieren und zu vermitteln.

Franz Neumann besaß in hohem Maße künstlerische Begabung und bewies ungeachtet seiner konservativen Grundeinstellung eine beachtliche Innovationskraft. Wie er in einer Diskussion im Architekten-Verein im Jahr 1899 ausführte, war er überzeugt, „dass die Formen der Vergangenheit konsequent fortentwickelt und weitergebildet werden müssen, damit die Architektur zu zeitgemäßen Formulierungen gelangt“.
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Werke

WOHN-/GESCHÄFTSBAUTEN:
1878-1880Arkadenhäuser, Wien 1, Rathausplatz 7-9 / Stadiongasse 2 / Lichtenfelsgasse 1 (mit Friedrich v. Schmidt)
1880Vorbau zum Nebenhaus d. Palais Coburg, Wien 1, Seilerstätte 1
1880-1883Arkadenhäuser, Wien 1, Rathausplatz 2-4 / Ebendorferstraße 2 (nur Arkaden erhalten, obere Stockwerke nach Kriegsschäden von Architekt E. Boltenstern wiederaufgebaut)
1880-1883Arkadenhäuser, Wien 1, Ebendorferstraße 4-6 / Grillparzerstraße 3
1881-1882Miethaus, Wien 1, Drahtgasse 2 / An der Hülben 12
1882ehem. Villa Schönthaler, Semmering Nr.26, NÖ (1898 umgebaut, jetzt “Park Villa”)
1883-1884Arkadenhäuser, Wien 1, Reichsratsstraße 7-9 / Doblhoffgasse 2 / Stadiongasse 2
1883Arkadenhäuser, Wien 1, Lichtenfelsgasse 5-7
1884-1886ehem. Villa Erzherzog Wilhelm, Baden, Weilburgstraße 103-105, NÖ
1886-1888Palais Kuffner, Wien 16, Ottakringer Straße 118
1888Miethaus, Wien 6, Barnabitengasse 9-9a (für Schwager J. Angerer)
1889ehem. Villa Johannesruh, Semmering Nr.55, NÖ (jetzt Pension Alpenheim, spätere Zu- und Umbauten)
1892Direktorsvilla d. Kuffner Sternwarte, Wien 16, Johann Staud-Straße 8
1892-1893Palais Kuffner, Wien 16, Ottakringer Straße 120
1893-1894Villa Neumann, Haus Hubertus, Semmering Nr.39, Nebengebäude Nr.95, NÖ
1894-1895Miethaus, Wien 8, Lange Gasse 12
1894Villa Bittner, Semmering, Nr.42, NÖ
1896Miethaus, Wien 8, Lammgasse 4
1896-1897Miethaus „Palais Leon-Wernberg“, Wien 6, Linke Wienzeile 36
1896-1897ehem. Warenhaus Orendi, Wien 1, Lugeck 4
1897Miethaus, Wien 8, Josefstädterstraße 29
1898Um- und Ausbau Villa Leibenfrost, Semmering Nr.26, NÖ
1899-1900„Unsere Hütte“, Semmering Nr.62, NÖ
1899-1900Villa Kleinhans, Semmering, Nr.65, NÖ
1900Villa Meran, Semmering, NÖ (1951 abgetragen)
1901Miethaus, Wien 6, Köstlergasse 16 / Gumpendorfer Straße 29 (Fassadendekor abgeschlagen)
1901ehem. Villa Editha Mautner, Wolfsbergkogel, Semmering Nr.74, NÖ (jetzt Haus Adelmann, Modell d. Villa i. Kurpark v. Payerbach)
1902Villa Mautner-Jäger, Wien 3, Landstraßer Hauptstraße 142
1902-1903ehem. Restaurant und Pension Ottakringer Bräu, Wien 13, Auhofstraße 1

ÖFFENTLICHE BAUTEN:
1882Panoramabau, Wien 2, Ausstellungsstraße
1887-1890Sockelgestaltung des Liebenberg-Denkmals, Wien 1
1886-1888Kinderbewahranstalt (Kuffner-Stiftung), Wien 16, Seitenberggasse 6 / Arnethgasse (ehem. Wagnergasse)
1884-1886Kuffner-Sternwarte, Hauptgebäude, Wien 16, Johann Staud-Straße 10
1890-1892Kuffner-Sternwarte, Heliometerbau, Wien 16, Johann Staud-Straße 10
1888Habsburgerwarte auf dem Hermannskogel, Wien 19
1888-92Rathaus in Reichenberg, Böhmen / Liberec (Wettbewerb, 1.Preis)
1891Rathaus und Sparkasse Friedland, Böhmen / Frydlant CZ (Wettbewerb 1.Preis)
1896-1901St. Antonius-Kirche, Wien 10, Antonsplatz (nach Kriegszerstörungen 1961 Wiederaufbau)
1897Linien-Kapelle, Wien 14, Linzer Straße gegenüber Nr. 457
1897-1899ehem. Telefonzentrale, Wien 9, Berggasse 35 (Turm 1945 abgetragen)
um 1900Pfarrhof d. Antonius-Kirche, Wien 10, Antonsplatz 21
1902Sparkassengebäude, Tetschen, Böhmen / Decin, CZ
1902Habsburger-Warte auf der Goldkoppe / Czlaty Chlum, bei Freiwaldau, Österr. Schlesien / Jesenik, CZ
1899-1905Donaufelder Pfarrkirche Hl. Leopold, 21, Kinzerplatz (fertig gestellt v. Karl Troll, Johann Stoppel, Josef Schmalzhofer)
1903-1904Zubau Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Wien 2, Große Mohrengasse 11-13
1904-1906Volkshochschule Ottakring, Wien 16, Ludo Hartmann-Platz 7 (von Architekt L. Faigl fertiggestellt)
1908Rathaus Bilin, Böhmen / Bilina, CZ (posthume Ausführung)

INDUSTRIE-/GEWERBEBAUTEN:
Bauten für die Ottakringer Brauerei, Wien 16, Ottakringer Straße 85-97:
1885ehem. Stallungen (jetzt Expedit)
1891-1895Zentralmaschinenhaus (Halle in Stahlbetonkonstruktion)
1900Trakt Kellerberg

NICHT REALISIERTE PROJEKTE:
1875Landtagsgebäude Lemberg, Galizien / Lwiw, UA (Wettbewerb)
1875Rathaus Essen, D (Wettbewerb)
1883Pläne für Kurhaus in Baden, NÖ
ca.1884Neu-Ottakringer Pfarrkirche, Wien 16 (Wettbewerb, in engerer Wahl)
1891Projektskizze für Schulhausbau, Wien 2
1899Künstler. Ausgestaltung d. Karlsplatzes (Wettbewerb, 2.Preis „Karl VI.“ mit Alfred Wildhack, Max Hegele)
1900Rathaus Floridsdorf, Wien 21 (geladener Wettbewerb, zur Ausführung empfohlen)
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Primärquellen

PUBLIKATIONEN:
F. Neumann: Die Arkaden-Wohnhäuser a. Paradeplatz. In: Wochenschrift f.d.öffentl. Baudienst 5.1880, S.137
F. Neumann: Der Panoramabau i. k.k. Prater. In: ZÖIAV 34.1882, S.61-64, T.26-28
F. Neumann: Der Castellbau i. Dioszeg, Schlösschen Veldes, die Gruppenbauten am Franz Josefs-Quai i. Wien und Ökonomisches über unsere Wohnhäuser. In: Wochenschrift d. ÖIAV 12.1887, S.33ff
F. Neumann: Groß-Wien: General-Stadtplan und Bauordnung. In: Wochenschrift d. ÖIAV 15.1890, S.358f
F. Neumann: Drei Wiener Stadtfragen. In: Wochenschrift d. ÖIAV 15.1890, S.251f
F. Neumann: Villa Bittner a. Semmering. In: ZÖIAV 47.1895, S.393, T.20
F. Neumann: Villa Kuffner i. Dornbach. In: ZÖIAV 47.1895, S.453, T.22
F. Neumann: Discussion Avenue Tegetthoff-Monument – St. Stefansdom. In: ZÖIAV 47.1895, S.181f
F. Neumann: Bericht betr. Stadtregulierungsplan. In: ZÖIAV 48.1896, S.298f
F. Neumann: Bericht d. Ausschusses f d. baul. Entwicklung Wiens über das Projekt Lotz. In: ZÖIAV 53.1901, S.27f
F. Neumann: Der Karlsplatz in Wien. Monatsblatt d. Altertumsvereins zu Wien 27.1910, S.137f
F. Neumann: Wien Baugeschichte 1848-1898. In WBIZ 16.1898, S.150ff

VORTRÄGE:
F. Neumann: Projekt einer Kuranstalt am Semmering (Vortrag am 22.11.1904) In: ZÖIAV 57.1905, S.88
F. Neumann: Referat zu der Denkschrift über die bauliche Entwicklung Wiens und der Vororte. In: Wochenschrift d. ÖIAV 11.1886, S.132f
F. Neumann: Einleitungsreferat zur Diskussion: Die Moderne i.d. Architektur u.i. Kunstgewerbe. In: ZÖIAV 51.1899, S.145-149

NACHLÄSSE UND ARCHIVE:
Achleitner-Archiv; Archiv der ABK; MA 43 (Gräberdatenbank); ÖIAV; HS der WStLB; TUWA; WStLA
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Sekundärquellen

LITERATUR:
F. Aichelburg: Das Wiener Künstlerhaus 1861-2001. Bd.1 Wien 2003
Architekton. Details v. ausgeführten mod. Wr. Wohn- u. Geschäftshäusern, Villen etc., Wien 1896
W. Bandion: Steinerne Zeugen des Glaubens. Die heiligen Stätten der Stadt Wien. Wien 1989
G. Buchinger: Villenarchitektur am Semmering. Wien-Köln-Weimar 2006
Die österr. Monarchie i. Wort u. Bild. NÖ. Wien 1888
E. Faber: Kunst, Kultur und Architektur i.d. Josefstadt. Wien 2000
G. Frodl (Hrsg.): Geschichte der bildenden Kunst in Österreich, 19.Jh. Bd.5, München u.a. 2002
A. Lehne: Wiener Warenhäuser 1865-1914. Wien 1990
A. Kieslinger: Die Steine der Wiener Ringstraße. In: R. Wagner-Rieger (Hrsg.): Die Wiener Ringstraße. Bild einer Epoche Bd.4 Wiesbaden 1972
W. Kitschlitschka: Historismus und Jugendstil in N.Ö. Wien-St.Pölten 1984
J. Koch: Franz Ritter von Neumann, Nachruf. In: ZÖIAV 57.1905, S.119
P. Kortz: Wien am Anfang d. 20. Jh.s. 2.Bd. Wien 1906
Kunsthistorische Arbeitsgruppe GeVAG: Wiener Fassaden des 19.Jh.s [6. Bezirk] Wien 1976
Neue Freie Presse v. 2.2.1905 und 4.2.1905: Nachruf
ÖKT 44: G. Hajos: Die Profanbauten des III., IV. und V. Bezirks. Wien 1980
B. Nezval: Sommervillen der Kaiserzeit. Sommerresidenzen in Baden. Horn-Wien 1993
M. Paul: Technischer Führer durch Wien. Wien 1906
U. Prokop: Wien. Aufbruch zur Metropole. Wien u.a 1994
I. Scheidl: Schöner Schein und Experiment. Kath. Kirchenbau im Wien der Jahrhundertwende. Wien-Köln-Weimar 2003
M. Schwarz: Stilfragen zur Semmeringarchitektur. In: Die Eroberung d. Landschaft, Katalog d. NÖ Landesausstellung Gloggnitz 1992, Wien 1992
E. Springer: Geschichte und Kulturleben der Wiener Ringstraße. In: R. Wagner-Rieger (Hrsg.): Die Wiener Ringstraße. Bild einer Epoche Bd.2, Wiesbaden 1979
W. Wagner: Die Geschichte der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Wien 1967
R. Wagner-Rieger: Wiens Architektur im 19.Jahrhundert. Wien 1970
R. Wagner-Rieger (Hrsg.): Das Kunstwerk im Bild. In: Dies.: Die Wiener Ringstraße. Bild einer Epoche. Bd.1, Wiesbaden 1969
M. Wehdorn / U. Georgeacopol-Winischhofer: Baudenkmäler der Technik und Industrie in Österreich. Bd.1, Wien u.a. 1984
G. Weissenbacher: In Hietzing gebaut. 2 Bde, Wien 1996-1998

HINWEISE AUF WERKE:
Allg. Bauzeitung
50.1885, S. 54ff, T.38-48 (Die Arkadenhäuser neben dem Rathaus, Wien 1,)

Der Bautechniker
8.1888, S.385f (Kleinkinderbewahranstalt i. Ottakring)
14.1894, S.773f, 791f (Rathaus Reichenberg)

WBIZ
13.1896, S.304f (Rathaus Friedland)
14.1897, S.44, 46, T.87 (Wohn- und Geschäftshaus, Wien 8, Lange Gasse 12)
15.1898, S.25, T.53 (Regensburger-Hof, Wien 1, Lugeck)
16.1899, S.1, T3 (Wohn- und Geschäftshaus Leon-Wernberg, Wien 6, Linke Wienzeile 36-38)
20.1903, S. 147, 167 u. 202, T.37, 38, 42 47, 48 (St. Antonius-Kirche, Wien 10, Antonsplatz)
22.1905, S.121 (Villa Kuffner, Wien-Dornbach)
23.1906, T.74, 75 (Wohn- und Geschäftshaus, Wien 13, Auhofstraße 1)

Neubauten und Concurrenzen
5.1899, T. 92 (Villa Leibenfrost Semmering)

ZÖIAV
34.1882, Bl.26-28 (Panoramabau im Prater)
47.1895, S,41f, T.5 (Haus Schönthaler, Semmering 26) / S.161 (Direktorswohnhaus b.d. Kuffner-Sternwarte, Wien 16, Johann Staud-Straße 8) / S.393, T.20 (Villa Bittner, Semmering Nr.42) / S.453, T.22 (Villa Kuffner i. Dornbach, Wien 17)

NACHSCHLAGEWERKE:
Achl. III/1; Achl. III/2; Arch. Wien
Dehio Wien/1 (I.Bez.); Dehio Wien/2 (II.-IX.u.XX.Bez.); Dehio Wien/2 (II.-IX.u.XX.Bez.); Dehio NÖ/Süd A-L; Dehio NÖ/Süd M-Z
A. Eckstein (Hrsg.): Künstler-Album. Wien 1890
H. Kosel: Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Wien 1902
S. Waetzoldt: Bibliographie zur Architektur im 19.Jh. Nendeln 1977

LEXIKA:
Czeike; ÖBL; ThB; Weihsmann 05
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Anmerkungen
Franz Neumann ist der Sohn von Franz Neumann sen. und Bruder von Gustav Neumann. Er ist nicht mit den Architekten Franz Xaver Neumann sen. und jun. verwandt.
Auf Grund der Namensgleichheit von Vater und Sohn wird meist kein Unterschied in der Zuschreibung der Werke gemacht, anhand der Datierung ist jedoch eine Trennung möglich. Weihsmann 05 wiederum gibt Bauten Gustav Neumanns, wie Hegerhaus, Liechtenstein-Villa i. Prater, Regierungsgebäude i. Vaduz als Bauten von Franz N. aus.
Eingegeben von: Jutta Brandstetter
Eingegeben am: 01.07.2007
Zuletzt geändert: 04.04.2011
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