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Alfred Keller, sen.

Persönliche Daten
Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
Auszeichnungen und Ämter
Mitgliedschaften
Vita
Stellenwert
Werke
Primärquellen
Sekundärquellen
Anmerkungen
Persönliche Daten
* 17.06.1875 - † 08.03.1945
Geschlecht: m
Geburtsort: Graz, Stmk.
Land: Österreich
damaliger Name: Österreich-Ungarn
Sterbeort: Krems, NÖ
Land: Österreich
damaliger Name: Deutsches Reich
Titel: Dipl.Ing, Oberbaurat, Prof.
Religionsbekenntnis: Röm. - Kath.
Berufsbezeichnung: Architekt, Maler und Grafiker
Familiäres Umfeld: Vater: Josef, Goldarbeiter und Hausbesitzer
Mutter: Aloisia („Louise“), geb. Diviak
Ehe 1903 mit Friederike („Fritzi“), geb. Turnwald (1879-1948)
Kinder: Alfred Adalbert jun., Dipl.Ing. (1904-1972)
Peter, Privatsekretär (*1910; bestattet 1988)
Bürogemeinschaft: 1912-1914 Brossmann Architekturzeichner bei Alfred Keller, Wien 4
1920-1926 Brossmann Hilfsarchitekt und Atelierchef bei Alfred Keller, Wien 4
1926-1932 Gemeinsame Führung des Architektur-Ateliers durch Brossmann und Keller, Wien 4
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Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
1886-1893Landesrealschule, Graz
1893-1898Studium an der Technischen Hochschule in Graz; Landschaftliche Zeichenakademie in Graz
1897Reise nach Indien
1899Diplomabschluss
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Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
1898-1899Ingenieur-Assistent am Stadtbauamt in Graz
1899-1907Bauadjunkt in der k.k. Dikasterial-Gebäudedirektion Wien
1907-1908k.k. Ingenieur in der k.k. Dikasterial-Gebäude-Direktion; 1908 Übernahme in das k.k. Ministerium für öffentliche Arbeiten
seit 1908Freischaffender Architekt
1913-1915Aufenthalt in den USA
1919-1920Mitarbeiter der Zeitschrift „Wohnungskunst“
1920-1925Reisen durch Europa, insbesondere Spanien
1926Befugnis zum Zivilarchitekten
1927Sachverständiger des Oberlandesgerichtes für Urheberrecht
1928Mitglied der Prüfungskommission für die Befugnis eines Zivilingenieurs für Hochbau bzw.
Zivilarchitekten
Mai 1930Ernennung zum a.o. Professor der Technischen Hochschule Wien
ab 1930o.Professor für Gebäudelehre an der TH Wien (aber auch Bauwirtschaftslehre und Verkehrshochbau)
1935-1936Dekan der Fakultät für Architektur, TH Wien
o.J.Reisen in Dalmatien, Italien, Rußland, England, Frankreich
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Auszeichnungen und Ämter
1918Baurat
1922Oberbaurat
1928Goldenes Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich
1929„Gran Premio“ und „Medalla de Oro“ (Exposition International, Barcelona)
1930Professor; Verleihung des Kommandeurkreuzes des spanischen Verdienstordens durch den König
von Spanien
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Mitgliedschaften
1904-1917Mitglied des Hagenbundes (1912-1917 Präsident des Hagenbundes)
ab 1908Zentralvereinigung der Architekten Österreichs (Ausschusstätigkeit; 1919 und 1920 I. Vizepräsident)
ab 1908Mitglied des Vereins der Österreichischen Gesellschaft für christliche Kunst
1912Gründungsmitglied des Bundes Österreichischer Künstler
ab 1913Österreichischer Werkbund
ab 1918Österreichischer Ingenieur- und Architektenverein (wiederholt Verwaltungsrat; 1936-1938 Vizepräsident)
ab 1920Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens
ab 1927Korrespondierendes Mitglied der Association de Arquitectos de Cataluna
1937Ernennung zum korrespondierenden Mitglied der Deutschen Akademie für Bauforschung in Berlin
ohne Datum: Deutscher Werkbund
Ingenieurkammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland
Katholische Akademiker
Verein bildender Künstler Steiermarks
Wiener Bauhütte
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Vita
Alfred Keller wurde 1875 als Sohn eines aus Deutschland eingewanderten Hausbesitzers in Graz geboren. Nach Absolvierung eines Studiums an der Technischen Universität und der Landschaftlichen Zeichenakademie in Graz erhielt Keller eine Stelle als Ingenieur-Assistent am Grazer Stadtbauamt. Bereits nach einem Jahr wechselte Keller 1899 als Bauadjunkt zur k.k. Dikasterial-Gebäude-Direktion in Wien über, wo er vor allem als Mitarbeiter von Oberingenieur Moriz Kramsall (1860-1938) tätig war. Neben dieser Tätigkeit im Staatsbaudienst nahm er bereits immer wieder an diversen Wettbewerben teil.

Ab 1908 arbeitete Keller als selbständiger Architekt in Wien und entwarf neben Sanatorien auch Hotels, Wohnbauten und Villen hauptsächlich in der Steiermark und in Dalmatien. Vor dem Ersten Weltkrieg erarbeitete Keller die Pläne für die Inneneinrichtung der Kommandantenräume auf österreichischen Kriegsschiffen. Im Ausland war Keller als Ausstellungsarchitekt und durch die 1915/16 erbaute k.k. Exportakademie (Wien 19, Franz-Klein-Gasse 1) bekannt. Zusätzlich begann sich Keller noch während des Ersten Weltkriegs im Auftrag der Österreichischen Alpine-Montangesellschaft für die Errichtung von Arbeiterkolonien und Beamtenhäuser, die vor allem in der Steiermark gelegen waren, zu spezialisieren.

Zwischen 1921 und 1925 hielt sich Keller längere Zeit in Spanien wegen der Erbauung des Palais Circulo Ecuestre in Barcelona auf und unternahm weitere Reisen in Europa; er stellte deshalb den Architekten Walter Brossmann (1882-1948), der schön früher als Architekturzeichner bei ihm gearbeitet hatte, zunächst als Hilfsarchitekt und später als Atelierchef in seinem Büro an. Von 1926 bis 1932 führten Keller und Brossmann das Architekturbüro als gleichberechtigte Partner. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit waren vor allem mehrere Umspannwerke im steirischen Raum, Fabriksanlagen im Wiener Raum und in Wien selbst zwei Wohnhausanlagen der Gemeinde. Brossmann war auch an der weiteren Errichtung von Arbeiter- und Wohnhäusern für die Alpine-Montangesellschaft in Eisenerz und Donauwitz beteiligt.

Bedingt durch die Annahme einer Professur an der Technischen Hochschule Wien im Jahre 1930 entstanden nur mehr wenige Bauten. Die Angebote der Technischen Universitäten in Prag und Graz hatte Keller zuvor ausgeschlagen.

Keller nahm oft erfolgreich an zahlreichen Wettbewerben teil; seine Entwürfe und Projekte wurden in wesentlichen Architekturzeitschriften veröffentlicht. Neben eigenständigen Veröffentlichungen arbeitete er auch an fachspezifischen Publikationen mit.

Alfred Keller war Mitglied zahlreicher Architekten- und Künstlervereine. Im Rahmen seiner Mitgliedschaft im Hagenbund, dessen Präsident er 1912-1917 war, übernahm er die graphische Gestaltung von Katalogeinbänden und Plakaten. Darüber hinaus schuf er Ölgemälde und Aquarelle, mit denen er sich auch an Ausstellungen beteiligte. Alfred Keller starb hochdekoriert im 70.Lebensjahr und ist auf dem Friedhof in Krems, NÖ begraben.
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Stellenwert
Als Beamter im Staatsdienst von 1899 bis 1908 war Alfred Keller noch an die Direktiven der Dikasterial-Gebäudedirektion Wien gebunden. Als Mitarbeiter dieser Institution entstand zunächst das neue Polizeigebäude in Wien 9, Roßauer Lände (erb. 1901-1904) mit noch historistischer Massengliederung, dessen dekorative Formen aber bereits unter dem Einfluss der Secession standen Am Gerichtsgebäude für die NÖ-Statthalterei in der Riemergasse 7, Wien 1, erinnert der geometrische Metallnietendekor in der Oberzone an die Schule Otto Wagners. Das Bezirksgericht Wien-Margarethen, Wien 5, Mittersteig 25 (1908-1912) lässt durch die Hinwendung zum historisierenden Heimatstil den Einfluss von Alfred Keller und seine spätere Entwicklung bereits deutlich erkennen.

Die ab 1908 in seinem eigenen Architekturbüro entstandenen Entwürfe für Grazer Sanatorien und Wohnhausanlagen bestehen aus einer Mischung von Elementen der Wiener Werkstätte und Heimatschutzarchitektur. Keller übertrug auch die ab der Jahrhundertwende in Wien gebräuchlichen Baywindows auf Geschäftshausfassaden in Graz (Josseck & Oblack, Graz 1, Murgasse 9, 1911). Die geplanten und zum Teil auch ausgeführten Hotelanlagen für Dalmatien sind der landesüblichen Bauweise angepasst. Die im Auftrag der Österreichisch-Alpine-Montan-Gesellschaft in Eisenerz (1917) und Leoben (1921/22) entstandenen Arbeitersiedlungen sind in Grünanlagen eingebettet. Sie unterliegen den Einflüssen einer gemäßigten Heimatschutzarchitektur, die sich aus der deutschen Gartenstadtbewegung entwickelte (F. Achleitner).

Das Gebäude der auch im Ausland bekannten Wiener k.k. Exportakademie (Wien 19, Franz-Klein-Gasse 1, 1915/16) wurde als nüchterner Eisenbetonständerbau mit kleinteilig versprossten Fenstern und einer vorgelagerten Vorhalle mit Arkatur erbaut. Eine Abfolge von nach unten offenen Dreiecksgiebeln schloss das Dachgeschoss ab. Dieser Bau mag als Vorstufe zu der schon in Zusammenarbeit mit Walter Brossmann entstandenen neuen Wasserkraftzentrale in Gratwein, Stmk. (1924/25) gelten, die stilistisch zwischen Spätsecession und Neuer Sachlichkeit einzuordnen ist. Die mit Brossmann geplanten Umspannwerke in Eisenerz, Präbichl und Graz-Süd wurden im Nachruf von Professor Holey als Vertreter des Heimatstils gewürdigt.

Die beiden Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien wurden von Keller und Brossmann als Blockrandverbauungen ausgeführt. Vor allem beim Jean-Jaurès-Hof (Wien 10, Neilreichgasse 105 / Raxstraße 12 / Migerkastraße / Rudolfshügelgasse, erb. 1925/26) kommt die Nähe Kellers zur süddeutschen Heimatschutzbewegung zum Tragen. Die zurückgestuften Fassaden sind in der Höhe gestaffelt und neben großzügigen Durchfahrten und runden Giebelabschlüssen sind auch spitz vorspringende Erkerformen und Nutungen entlang der horizontalen Fensterabschlüsse zur Fassadenmodellierung eingesetzt.
Insgesamt ist der Anteil Brossmanns nach dem derzeitigen Forschungsstand schwer von den Arbeiten Kellers zu trennen.
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Werke

WOHN-/GESCHÄFTSBAUTEN:
WOHN-UND GESCHÄFTSBAUTEN
1909Villa R. H. Bartsch, Wien 13, Beckgasse 40 (ehemals Reichgasse)
1909Einfamilienhaus Dr. Tropper, Graz, Stmk. ?
1909Arbeiterkolonie Porak, Weissenberg
1911Geschäftshaus Josseck & Oblack, Graz 1, Stmk., Murgasse 9
1911Wohnhauskomplex, Graz 3, Stmk., Humboldtstraße 32 / Grillparzerstraße 2 / Körblergasse 11-13
1911Haus Benndorf, Graz, Stmk., Unterer Plattenweg 34
1913Villa Geutebrück, Lussingrande / Veli Losinj, HR
1915Jagdhaus E. Weinberger, Marienthal, NÖ
1916Arbeiterkolonie Herzmanitz (im Mährisch-Ostrauer Kohlengebiet, CZ) für die Österreichische-Alpine-Montangesellschaft
1917Wohnhaus der Österreichischen-Alpinen-Montangesellschaft, Eisenerz, Stmk., Vordernberger Straße 89-91
um 1917Arbeiterwohnhäuser für die Österreichische-Alpine-Montangesellschaft, Donawitz / Leoben, Stmk.
1921Beamten-Wohnhaus für 4 Familien der Österreichischen-Alpinen-Montangesellschaft, Eisenerz, Stmk., Hieflauer Straße 26
1921-1922“Kerpely-Kolonie”, Leoben, Stmk., Kerpelystraße / Turnerweg
1921-1925Palais Circulo Ecuestre, Barcelona, E (1920 Vorwettbewerb Prämierung; engerer Wettbewerb 2. Preis)
1923-1925Direktorsvilla Alpine, Leoben, Stmk., Schillerstraße 2
1925-1926 WHA d. Gem. Wien, “Jean-Jaurès-Hof”, Wien 10, Neilreichgasse 105 / Raxstraße 12 / Migerkastraße / Rudolfshügelgasse (mit Walter Brossmann)
1926-1927 “David-Hof”, WHA d. Gem. Wien, Wien 16, Effingergasse 31 / Römergasse 47-51 / Spindeleggergasse 8 / Seitenberggasse 24-28 (mit Walter Brossmann)
o.J.Arbeiterkolonien und Beamtenhäuser in Reichwaldau / Rychvald, CZ; Fohnsdorf, Köflach, Stmk., Frantschach, Ktn. für die Österreichische-Alpine-Montangesellschaft

ÖFFENTLICHE BAUTEN:
1902-1904Polizeigebäude, Wien 9, Roßauer Lände 5-9 / Berggasse 41-43 (Erstellung der Pläne und Bauleitung: Karl Holzer, Moritz Kramsall, Alfred Keller; Überarbeitung der Pläne von Emil Förster)
1906Rampe und Brunnennische bei der Hauptstadtpfarrkirche Hl. Jakob, Villach, Ktn., Kirchenplatz 9 und 12 (Wettbewerb 1905, 1.Preis)
1906Sanatorium Hansa, Graz 3, Körblergasse 42, Stmk. (Zubau 1911; 1925 mit Brossmann)
1906-1908Gerichtsgebäude Wien 1, Riemergasse 7 / Jakobergasse 1 / Zedlitzgasse 2 (mit Moritz Kramsall)
1908-1912Ehem. k.u.k. Bezirksgericht Margarethen Wien 5, Mittersteig 25 / Siebenbrunnengasse 1 (mit Moritz Kramsall)
1910Spritzenhaus, Pernegg/Mur, Kirchdorf 22, Stmk.
1910Zubau Sanatorium Dr. Hajos, Lussingrande / Veli Losinj, HR
1911Zubau Sanatorium Dr. Wiesler, Graz, Heinrichstraße 33, Stmk.
1913Kaiverbauung in Laibach / Ljubljana, SLO
1914-1916Ehemal. k.k. Exportakademie; ab 1919 Hochschule für Welthandel, 1975-1992 Wirtschaftsuniversität, heute Sitz mehrerer Universitätsinstitute und des Österreichischen Archäologischen Institutes, Wien 19, Franz-Klein-Gasse 1 (1914 Walter Brossmann Bauaufsicht)
1917Strandanlage in Sansego (Insel) / Susak, HR
1925Volksschule, Niklasdorf, Stmk. (mit Brossmann)
1931Wiederaufbau und Aufsetzen eines Obergeschosses, Justizpalast, Wien 1, Schmerlingplatz 10-11 / Museumsstraße 12
1931Städtische Badeanstalt, Krems, NÖ (mit Brossmann)
1934-1936Ehemal. Katholisches Lehrerseminar (seit 1948 Bundesrealgymnasium und Bundesgymnasium), Mattersburg, Hochstraße 1 Bgld. (Wettbewerb, 1.Preis)

INDUSTRIE-/GEWERBEBAUTEN:
1909Witwen- und Waisenheim der Österreichisch-Alpinen Montangesellschaft, Eisenerz, Vordernberger Straße 93, Stmk.
1912Hotel Alhambra, Cigale auf Lusin
1921-1922Kofferfabrik Zeller, Atzgersdorf, Wien 23 (mit Brossmann)
1924-1925Krafthaus Gratwein der Leykam-Josefsthaler Papierfabrik, Stmk. (mit Brossmann)
1924-1925Wehranlage Gratkorn-Gröbming, Stmk., neuer Werkskanal, E-Werk
1925-1926Elektrizitätswerk, Krems, NÖ (mit Brossmann)
1929-1930Rodauner Zementfabrik, Kaltenleutgeben, NÖ (mit Walter Brossmann)
1932Umspannwerk Graz-Süd der Steirischen Wasserkraft & Elektrizitätsgesellschaft STEWEAG, Stmk. (mit Brossmann)
1934-1935Erweiterung Hotel “Maria-Theresien-Schlößl”, Salzburg, Morzgerstraße 87
1940-1941Elektrizitätswerke Schmidthütte, Krems, NÖ
o.J.Umspannwerk Eisenerz, Präbichl

INNENRAUMGESTALTUNG/DESIGN:
Ausstellungsgestaltungen:
1903-1920Hagenbund-Kunstausstellungen, Wien (Mitarbeit)
1910Internationale Jagdausstellung in der Rotunde im Prater, Wien 2 (Handels- und Gewerbekammer; Mitarbeiter)
1913Adria-Ausstellung Wien, Pavillon der Canadian Pacific Railway (Mitarbeiter)
1913Gesamtentwurf und Leitung der österr. Abteilung der Gewerbeausstellung in Toronto, Kanada
1914Gesamtleitung und Durchführung in Lyon im Auftrag der österr. Abteilung der Wiener Handels- und Gewerbekammer in Lyon, F
1914-1915Österr. Abteilung der Ausstellung in San Francisco (Vorbereitung, durch Ersten Weltkrieg verhindert)
1929Ausgestaltung der österr. Abteilung der Weltausstellung in Barcelona, E
193528. Internationale Wiener Messe „Wirtschaft im Aufbau Österreichs“ (Ausgestaltung der Ausstellungsräume)
Innenraumgestaltungen:
1911Hofwartesalon (gezeigt bei der Ausstellung „Österreichisches Kunstgewerbe“)
1912Ausstattung der Wohnräume Seiner k. Hoheit Erzherzog Franz Ferdinand
1912Ausstattung der Admirals- und Kommandantenräume auf dem k.k. Kriegsschiff „Viribus Unitis“
1912Ausstattung der Kommandantenräume auf der „Prinz Eugen“ und „Tegetthoff“
um 1919Diele im Hause Woschnagg-Melzer, Wien 1
Sonstiges
um 1915Gestaltung eines Vivatbandes („Skagerrak“) für das Komitee bildender Künstler im Dienste der Kriegshilfe

NICHT REALISIERTE PROJEKTE:
1900Hauptplatz, Graz, Stmk. (Wettbewerb, ehrende Erwähnung)
1902Normalkirche für eine kleinere Ortschaft (Wettbewerb)
1912Projekte für allgemein-öffentliche Landeskrankenanstalten u.a. in Spalato, Dalmatien / Split, HR; Cattaro, Montenegro / Kotor, YU; Hermannstadt, Ungarn / Sibiu, RO; Znaim, Mähren / Znojmo, CZ (mit Max Setz)
1913Kirche und Pfarrhof, Abbazia, Istrien / Opatija, HR (Wettbewerb, mit S. Podhorsky, Agram; 1.Preis)
1914Ausschmückung des Universitätsplatzes, Graz, Stmk. (Vorwettbewerb, drei gleiche Preise, mit Bildhauer Karl Smolak oder Stomolak?)
1914Amtsgebäude der Handels- und Gewerbekammer, Graz, Stmk. (Wettbewerb, 2.Preis)
1914Pfarr- und Gedächtniskirche Lissa, Dalmatien / Vis, HR (Wettbewerb, zum Ankauf empfohlen)
1916Hotelprojekte für Dalmatien (Canossa, I, Cattaro / Kotor, YU; Ragusa / Dubrovnik, HR; Sansego / Susak, HR; Spalato / Split, HR)
um 1916Entwürfe für Kriegerheimstätten?
1917Sonnenheilstätte, Stolzalpe, Stmk. (Wettbewerb)
1917Zweighaus Urania in Mariahilf, Wien 6 (Wettbewerb; Ergänzungswettbewerb: Preis)
1920Neubauten der Wiener Technischen Hochschule nebst den Aspanggründen, Wien 3 (Wettbewerb; mit Walter Brossmann)
1922Verwaltungsgebäude der „Chicago Tribune“, Chicago, USA (intern.Wettbewerb)
1924Regulierungs- und Erweiterungsplan der Stadt Spalato / Split, HR (Wettbewerb, Ankauf)
1926Um- bzw. Neubau des Künstlerhauses, Wien 1 (interner Wettbewerb)
1927Völkerbundpalast, Genf, CH (Wettbewerb mit Walter Brossmann)
1938Ausgestaltung eines Ausstellungs-Messegeländes, Wien 2 (Einladung zum Wettbewerb mit G. Rupprecht; ausgeschlossen von der Teilnahme und Bewertung)
1945Forum Karlsplatz, Wien 4 (Entwürfe)
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Primärquellen

PUBLIKATIONEN:
R. Hand / A. Keller (Mitarbeit): Österreichisch- Ungarischer Bauratgeber. Bauindustrielles Handbuch. Wien 1914, 2.Aufl.
O.R. Hellwig / A. Keller: Hotel und Gaststätte von heute. Wien / Leipzig 1937
A. Keller: Alfred Keller. Architekt Z.V. Wien (Auswahl von Arbeiten aus den ersten zehn Jahren meiner Tätigkeit). Wien 1917
A. Keller: Bauten und Projekte für die Österreichische Alpine Montangesellschaft. In: Der Architekt 23.1920, S.1-8
A. Keller: Das Neue Akademiegebäude. In: Die k.k. Exportakademie in Wien. Zur Erinnerung an die Eröffnung
des neuen Akademiegebäudes im Herbst 1916. Wien 1916, S.35-39, Abb. S.40-48
A. Keller: Das neue Gebäude der k.k. Exportakademie in Wien. In: Der Architekt. In: Die bildenden Künste. Wiener Monatshefte vereinigt mit der Zeitschrift „Der Architekt“ 1.1916 / 1918, S.129-136
A. Keller: Projekt für ein Zweighaus der Wiener Urania in Mariahilf. In: ZÖIAV 78.1926, S.67, T.7f

NACHLÄSSE UND ARCHIVE:
Archiv Adler (Parte der Gattin); Friedhofsverwaltung der Stadt Krems; Matrikenarchiv der Pf. Heiligenstadt, Wien 19; ÖIAV; ÖNB (Bildarchiv); TUWA (Personalakt); WStLA (Musterungskopfzettel)
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Sekundärquellen

LITERATUR:
W. Aichelburg: Das Wiener Künstlerhaus 1861-2001. Bd.1, Wien 2003
W. Blaschczik: Die neuzeitliche Ausgestaltung der Rodauner Zementfabrik. In: ZÖIAV 83.1931, S.45ff, T.5f
O. Böhm: Denkschrift aus Anlass des Ausbaues der neuen Kraftanlagen im Werk Gratwein der Leykam-Josefsthal Aktiengesellschaft für Papier- und Druckindustrie Wien. Wien 1925
Der Hagenbund. 40. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien. Wien 1975
Die verlorene Moderne. Der Künstlerbund Hagen 1900-1938. Ausstellung der österreichischen Galerie in Schloß
Halbthurn. Wien 1993
M. Eisler: Österreichische Werkkultur. Wien 1916
v. F.: Alfred Kellers Hotelprojekte für Dalmatien. In: Der Architekt. In: Die bildenden Künste. Wiener Monatshefte vereinigt mit der Zeitschrift „Der Architekt“ 1.1916/18, S.58-64, T.11ff
v. Feldegg: Alfred Keller. In: WBIZ 35.1917, S.81-88; T.65-70
E. v. Förster: Das neue Polizei-Gebäude in Wien. In: ZÖIAV 56.1904, S.1f, T.1f
K. Ginhart: Die bildende Kunst in Österreich. Bd.6, Wien / München / Brünn 1943, S.95; S.120
A. Gmeiner / G. Pirhofer: Der österreichische Werkbund. Salzburg / Wien 1985
R. Graf: Kunstbewegung in [der] Steiermark. In: Kunst in Österreich. Österreichischer Almanach und Künstler-Adressbuch 1934. Leoben 1933 (Gartenansicht des Sanatorium Hansa)
Grueber: Villach. Abschluss des Kirchenplatzes. In: Österreichische Wochenschrift für den öffentlichen Baudienst 14.1908, S.605ff; T.80
G. Hajos: Heimatstil – Heimatschutzstil. In: Österreichische Zeitschrift für Kunst- und Denkmalpflege 43.1989,
S.158
H. und R. Hautmann: Die Gemeindebauten des Roten Wien 1919-1934. Wien 1980
Hist. Museum d. Stadt Wien (Hrsg.): Das ungebaute Wien 1800-2000. (Ausst.Kat.) Wien 1999, S.366f, S.519
Johann II. von und zu Liechtenstein. Ein Fürst beschenkt Wien. 1894-1916, 300. Sonderausstellung des
Historischen Museums der Stadt Wien. Wien 2003, S.212f, S.290
M. Kramsall: Das neue Gerichtsgebäude in Wien 1, Riemergasse 7. In: ABZ 78.1913, S.113ff; T.69-76
M. Kristan: Carl König 1841-1915. Ein neubarocker Großstadtarchitekt in Wien. (Ausst.Kat.) Wien 1999
A. Lang: Eine neue Arbeit von Oberbaurat Prof.Arch. Alfred Keller. Das Römisch-katholische Lehrerseminar in Mattersburg. In: Österreichische Kunst 7.1936, H.5, S.18ff, Abb.
A. Lechner: Die Geschichte der Technischen Hochschule in Wien 1815-1940. Wien 1942
A. Lehne: Jugendstil in Wien. Wien 1990
E. Lettl: Jugendstil in Graz. Architektur um 1900. Graz 2004
A. S. Levetus: Wiener Architekten. In: Der Profanbau 1914, Teil 1, S.429f, Abb.448 (Warteraum)
W. M.: Baukunst und Volksgesundheit. Baurat Keller über die Ziele der Baukunst in Wien. In: Der Bauinteressent, Beilage zur „Österreichischen Bauzeitung“ (Wiener Bauindustrie-Zeitung) 36.1919, S.340
A. Moravanszky: Die Architektur der Donaumonarchie. Berlin 1988
ÖKT 49: E. Vancsa: Die Kunstdenkmäler des politischen Bezirkes Mattersburg. Wien 1993
ÖKT 53: E. Vancsa: Die Kunstdenkmäler der Stadt Graz. Die Profanbauten des I.Bezirkes. Altstadt. Wien 1997
R. Schmidt: Das Wiener Künstlerhaus 1861-1951. Wien 1951, S.222
A. Schurda: Die Concurrenz um eine Normalkirche für eine kleinere Ortschaft. In: Österreichische Wochenschrift für den öffentlichen Baudienst 8.1902, S.401ff
M. Setz: Zwei Krankenhausentwürfe für Dalmatien. In: ZÖIAV 74.1922, S.136-140, Abb.1-5 / 75.1923, S.7ff
F. W.: Der internationale Zeitungspalast der Chicago Tribune. In: ZÖIAV 75.1923, S.16, Abb.6
R. Wagner-Rieger: Wiens Architektur im 19. Jahrhundert. Wien 1970
H. Weihsmann: Das Rote Wien. Wien 2002
A. Weissenhofer: Das Lehrerseminar in Mattersburg. In: Kirchenkunst 8.1936, S.3f

HINWEISE AUF WERKE:
Das neue Wien. Städtewerk. Wien
1927, Bd.3, S.76f (Wien 10, Neilreichgasse)
1928, Bd.4, S.250 (Wien 16, Effingergasse-Spindeleggergasse, David-Hof)

Der Architekt
11.1905, S.13ff, T.21-24 (Das neue k.k. Polizeigebäude in Wien)
14.1908, S.127f (K.k. Amtsgebäude in Wien 1, Riemergasse 7)
19.1913, T.1 (Villa Dr. Benndorf in Teichhof bei Graz) / T.2f (Haus Geutebrück in Lussingrande) / T.3 (Landhaus in Lussingrande) / T.4 (Villa R. Bartsch in Wien 13; Villa Dr. T. in Graz) / T.5 (Hotel Alhambra in Cigale) / T.6f (Gartenanlage im Kurhaus Hajos, Cigale)

Der Bautechniker
31.1911, S.487ff, T.21 (Amtsgebäude für das Bezirksgericht Margarethen)

Kunst und Kunsthandwerk
14.1911, S.634, Abb.625 (Hofwartesalon, gezeigt bei der Ausstellung “Österreichisches Kunstgewerbe”)
15.1912, S. 384 (Modell eines Landhauses, gezeigt bei der Frühjahrsausstellung des “Österr. Kunstgewerbes”)
19.1916, S.265 (Baumodell der k.k. Exportakkademie Wien, Ausstellung Hagenbund)

Österreichische Wochenschrift f.d. öff. Baudienst
16.1910, S.169-172,T.17ff (Das neue Gerichtsgebäude Margarethen in Wien)
22.1916, S.1f, T.1-4 (Jagdhaus Marienthal, Niederösterreich)

WBIZ
22.1904 / 05, S.191-194; S.197-200; S.203f; S.211-215; T.51-57 (Das neue k.k. Polizeigebäude in Wien)
30.1913, S.52; T.11 (Einfamilienhaus Dr. Tropper Graz) / S.251f (Villa Wien 13, Reichgasse)

Wohnungskunst
1919, S.94f (Diele im Hause Woschnagg-Melzer, Wien 1)

NACHSCHLAGEWERKE:
Achl. I; Achl. II; Achl. III/1; Achl. III/2
Dehio Wien/1 (I.Bez.); Dehio Wien/2 (II.-IX.u.XX.Bez.); Dehio Wien/3 (X.-XIX.u.XXI.-XXIII.Bez.); Dehio Kärnten, 2001; Dehio Steiermark
P. Emödi: Wer ist Wer. Lexikon österreichischer Zeitgenossen. Wien 1937
Dresslers Kunsthandbuch 9.1930
H. Fuchs: Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts. Bd.2, Wien 1973
H. Fuchs: Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts. Ergänzungsbd.1, Wien 1978
M. Klang: Die geistige Elite Österreichs. Wien 1936
C. Kosik: Österreich 1918-1934. Wien 1935
R. List: Kunst und Künstler in der Steiermark. Ried/Innkreis 1974
F. Planer: Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft 1929. Wien 1929
P. G. Rheinhardt (red.): Biographien der Wiener Künstler und Schriftsteller. Wien
1902
S. Waetzoldt: Bibliographie zur Architektur im 19.Jh. Nendeln 1977

LEXIKA:
Biographien Wiener Künstler und Schriftsteller. Wien 1902, S.16
Czeike
H. Kosel: Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Wien 1902
ÖBL
Saur: Allgemeines Künstlerlexikon. Bio-bibliographischer Index A-Z. München / Leipzig 2000, Bd.5, S.480
ThB; Vollmer; Weihsmann 05
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Anmerkungen
Alfred Keller, jun., Dipl. Ing.: 11.07.1904 Wien- 21.06.1972 Wien; 5 Jahre höhere Gewerbeschule in Graz; Studium an der Technischen Universität Wien 1922-1928; Diplombescheinigung ausgestellt am 28.09.1939
Eingegeben von: Dagmar Herzner-Kaiser
Eingegeben am: 01.07.2007
Zuletzt geändert: 29.04.2008
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