A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z
Franz Weese

Persönliche Daten
Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
Mitgliedschaften
Vita
Stellenwert
Werke
Primärquellen
Sekundärquellen
Anmerkungen
Persönliche Daten
* 04.07.1848 - † 29.01.1915
Geschlecht: m
Geburtsort: Pisecna
damaliger Name: Sandhübel (österr. Schlesien)
Land: Tschechien
damaliger Name: Kaisertum Österreich
Sterbeort: Wien
Land: Österreich
damaliger Name: Österreich-Ungarn
weitere Namen: Whese
Religionsbekenntnis: Röm. - Kath.
Berufsbezeichnung: Baumeister und Architekt
Familiäres Umfeld: Vater: Franz W.
Mutter: Josefa, geb. Brettschneider
Ehe (1875) mit: Josefa, geb. Haffenthaler (1849–1913)
Kinder: Alfred (1878–1918); Rudolf (1879–1922); Franz (1883–1940) Finanzbeamter; Alois (1886–1939)
top
Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
o.J.Technische Hochschule Wien
top
Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
1875Bauführer bei der Wiener Baugesellschaft
um 1878Mitarbeiter bei Oskar Merz und Karl König
1883Baumeisterkonzession
top
Mitgliedschaften
1884Österr. Ingenieur- und Architektenverein
1897Baumeisterinnung von Niederösterreich
top
Vita
Franz Weese wurde 1848 als Sohn eines Handwerkers in einem kleinen Ort im damaligen österreichischen Teil von Schlesien geboren. Über seine Familie und Jugend ist nichts bekannt. Seine Ausbildung erhielt er in Wien an der Technischen Hochschule. Nach seiner Tätigkeit als Bauführer bei der „Wiener Baugesellschaft“ arbeitete er in den Ateliers von Oskar Merz und Karl König.

Anfangs der 1880er Jahre machte er sich schließlich als Architekt selbständig und erwarb auch die Baumeisterkonzession. In der Folge war er bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Wien tätig. In seinen letzten Jahren gab er jedoch die Bautätigkeit auf und arbeitete nahezu ausschließlich als Immobilienhändler. Franz Weese, aus dessen Ehe vier Kinder hervorgegangen sind, ist im 68.Lebensjahr in Wien an Krebs verstorben.
top
Stellenwert
Franz Weese, dessen Tätigkeit sich auf die beiden letzten Jahrzehnte des 19.Jh.s erstreckt, arbeitete offensichtlich nur kurze Zeit, nachdem er sich selbständig gemacht hatte, als Architekt. Späterhin war seine Firma weitgehend nur mit der Ausführung von Bauten oder diversen Adaptierungen befasst. Gegen Ende der 1890er Jahre scheint er auch die Baufirma aufgelöst zu haben und nur im Immobilienhandel tätig gewesen zu sein.

Die wenigen dokumentierten Bauten, wie z.B. die Villa Leeb in Kalksburg (die Datierung mit 1875 im Wiener Dehio scheint eher unwahrscheinlich, da die Villa 1892 im „Bautechniker“ publiziert wurde und auch in stilistischer Hinsicht eher in die Zeit um 1890 Jahre passt) oder die Volksschule in Gablitz, NÖ (1893) sind formal der historistischen Architekturauffassung entsprechend ihrer Funktion kodiert. Während die damals noch am Land gelegene Villa einem alpinen Heimatstil verpflichtet ist, zeigt die Volksschule – den Bildungsauftrag visualisierend – eine Anlehnung an das Formenvokabular der Neorenaissance.
top
Werke

WOHN-/GESCHÄFTSBAUTEN:
1875Ville Leeb, Wien 23 (Kalksburg), In der Klausen 27 (Datierung nach Dehio ist fraglich)
1885Miethaus, Wien 4, Argentinierstraße 46 (Aufstockung und Neufassadierung)
1885Miethaus, Wien 5, Reinprechtsdorfer Straße 35–37
1892Miethaus, Wien 4, Schönburgstraße 6 (Entw. Holik u. Kaudela)
1896Atelieraufbau, Wien 7, Burggasse 98
1899Miethaus, Wien 2, Leipziger Straße (Nummer unbekannt)

ÖFFENTLICHE BAUTEN:
1890Postamt, Wien 19, Döblinger Hauptstraße 75 / Pyrkergasse 41 (abgerissen)
1893Volksschule Gablitz, Ferdinand Ebnergasse 6, NÖ (jetzt Heimatmuseum)
top
Primärquellen

NACHLÄSSE UND ARCHIVE:
Pfarre Johann Nepomuk (Matrikenstelle); WrSTL; Archiv des ÖIAV (Aufnahmeformulare); Archiv der Baumeisterinnung
top
Sekundärquellen

LITERATUR:
ÖKT 44: G. Hajos: Die Profanbauten des III., IV. und V.Bezirks. Wien 1980
Pemmer / Englisch: Landstraßer Häuserchronik (unpubl. Typoskript). Wien 1958

HINWEISE AUF WERKE:
Der Bautechniker
12.1892, S.268f (Villa Leeb in Kalksburg)
15.1895, S.399ff (Volksschule Gablitz)

NACHSCHLAGEWERKE:
Dehio Wien/3 (X.–XIX. u. XXI.–XXIII. Bez.);
S. Waetzoldt: Bibliographie zur Architektur im 19.Jh. Nendeln 1977
top
Anmerkungen
Eingegeben von: Ursula Prokop
Eingegeben am: 31.10.2011
Zuletzt geändert: 01.12.2011
top
  A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z
 
© Architekturzentrum Wien
Mit freundlicher Unterstützung des FWF
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung