A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z | o
Kurt Schlauss

Persönliche Daten
Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
Auszeichnungen und Ämter
Mitgliedschaften
Vita
Stellenwert
Werke
Primärquellen
Sekundärquellen
Anmerkungen
Persönliche Daten
* 13.04.1924 - † 01.09.2005
Geschlecht: m
Geburtsort: Wien
Land: Österreich
Sterbeort: Wien
Land: Österreich
Titel: Professor, Doktor der technischen Wissenschaften, Diplom-Ingenieur
weitere Namen: Kurt Maria Johann Karl Schlauß
Religionsbekenntnis: Röm. - Kath.
Berufsbezeichnung: Architekt
Familiäres Umfeld: Vater: Karl Schlauss, Oberstleutnant a.D.
Ehe mit Margaretha Schlauss
top
Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
1930–1934Volksschule in Hinterbrühl bei Mödling, NÖ
1934–1938Hauptschule in Mödling, NÖ
1938–1942Höhere Staatsgewerbeschule in Wien 1, Schellinggasse (Reifeprüfung mit Auszeichnung)
1942–1943Akademie der bildenden Künste in Wien (2 Semester)
1943–1947Architekturstudium an der Technischen Hochschule Wien (II. Staatsprüfung mit Auszeichnung)
1947–1948Meisterschule für Architektur an der Technischen Hochschule Wien bei Fritz Lehmann (vorzüglicher Erfolg)
1952Ziviltechniker-Prüfung
1953Promotion zum Doktor der Technischen Wissenschaften
top
Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
1941–1943Arbeit als Ferialtechniker im Atelier von Karl Kupsky
1943–1947Arbeit als angestellter Techniker im Atelier von Karl Kupsky
1947–1956Assistent an der Technischen Hochschule Wien bei Karl Kupsky, Lehrkanzel Hochbau
ab 1948freischaffend
1952Erteilung der Architekten-Befugnis
1956–1967Lehrauftrag an der Technischen Hochschule Wien für Hochbau II
1964–1973Lehrauftrag an der Hochschule für Bodenkultur Wien für allgemeinen und speziellen Hochbau
1969–1976Mitglied des Ziviltechnikerteams (ZTT) im Rahmen des U-Bahnbaus (Erstellung der Wettbewerbsausschreibungen; koordinierende Schnittstelle zwischen der „Architektengruppe U-Bahn“, den Ingenieuren u. den Magistratsabteilungen; mit Carl Auböck, Franz Hoffmann, Viktor Hufnagl)
1996Ruhen der Architekten-Befugnis
top
Auszeichnungen und Ämter
ab 1952Mitglied der Kommission Altstadtsanierung (im Rahmen der Neuregulierung des Heu- und Strohmarktes)
1965Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich
1974Verleihung des Titels „Professor“
1978Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
top
Mitgliedschaften
ab 1947Zentralvereinigung der Architekten in der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs
(Kammer der bildenden Künstler)
ab 1950Künstlerhaus Wien
ab 1952Ingenieurkammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland
ab 1966Österr. Ingenieur- und Architektenverein
ab 1997Alvar Aalto Gesellschaft, Wien
top
Vita
Kurt Schlauss wurde 1924 als Sohn des Oberstleutnant Karl Schlauss in Wien geboren. Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule in Hinterbrühl und Mödling erhielt er seine erste fachliche Ausbildung 1938 bis 1942 an der Höheren Staatsgewerbeschule in Wien. Danach folgten zwei Semester Architekturstudium an der Akademie der bildenden Künste bei Professor Alexander Popp, das Schlauss 1943 an der Technischen Hochschule Wien fortsetzte und 1947 mit Auszeichnung abschloss. 1953 promovierte er dortselbst mit einer Dissertation zu Bürobauten. Den Besuch der Meisterschule an der Akademie bei Professor Fritz Lehmann (1947–1948) absolvierte er ebenfalls mit vorzüglichem Erfolg.

Neben der Führung eines eigenen Büros – ab 1948 als freischaffender Architekt tätig – verfolgte Kurt Schlauss eine akademische Karriere: Bereits während seines Studiums arbeitete er im Büro von Architekt Karl Kupsky, zunächst als Ferialpraktikant, danach als angestellter Techniker. Nach Abschluss des Studiums war er bis 1956 als Assistent bei Karl Kupsky an der Technischen Hochschule, Lehrkanzel für Hochbau und Entwerfen, tätig. 1956 bis 1967 war er an derselben Lehrkanzel Lehrbeauftragter, 1964 bis 1973 hatte er weitere Lehraufträge an der Hochschule für Bodenkultur für „Allgemeinen Hochbau“ und „Speziellen Hochbau“ inne. 1974 wurde ihm der Titel eines ordentlichen Professors verliehen.

Kurt Schlauss führte bis 1995 er sein eigenes Büro. Er starb 2005 im Alter von 81 Jahren in Wien.
top
Stellenwert
Die Bauaufgaben von Kurt Schlauss waren äußerst vielfältig und bewegten sich in unterschiedlichen Maßstäben: Er zeichnete verantwortlich für Wohn- und Bürobauten, Amtsgebäude, Studentenheime, Verkehrsbauten, aber auch für denkmalpflegerische Eingriffe und sakrale Bauten. Eine zentrale Rolle spielte Schlauss beim Bau der Wiener U-Bahn.

Im Rahmen des Wohnbaus realisierte Schlauss neben Einfamilienhäusern vor allem öffentliche Wohnbauten für unterschiedliche Bauträger. Für die Gemeinde Wien plante er z.B. mit Erich Boltenstern, Ladislaus Hruska und Karl Hartl den „Hubert-Hladej-Hof“ (1948–1950) in Wien 2, einen der ersten Gemeindebauten der Nachkriegszeit. Mit Hruska baute er 1955–1964 das erste Wohnhochhaus der Gemeinde Wien als Angelpunkt des Theodor-Körner-Hofes sowie als städtebaulichen Akzent. Das 20-stöckige Hochhaus in Wien 5 wurde als Stahlbeton-Skelettbau errichtet.

Für den gemeinnützigen Verein der Akademikerhilfe realisierte er neue Studentenheime oder renovierte und erweiterte bestehende. Das Studentenheim in der Pfeilgasse 3a in Wien 8 (1962–1967) wurde richtungsweisend für die Verwendung solcher Objekte als Hotels gehobener Klasse in der studienfreien Zeit.

Kurt Schlauss fasste als Architekt auch im Bereich des Ingenieurbaus Fuß. Beginnend mit dem Bau der Stadionbrücke (1959–1961) folgten weitere Brücken über die Donau (z.B. Praterbrücke, 1966–1970) sowie Fußgängerbrücken, wie die Brücke über die Raxstraße in Wien 10 als Seilbrücke mit Schrägpylon. Die Entwürfe für die organisch geformten Bauwerke der drei Wehranlagen in der Neuen Donau stammen ebenfalls von Kurt Schlauss.

In enger Zusammenarbeit mit dem Wiener Stadtbauamt und den Wiener Verkehrsbetrieben war Kurt Schlauss in den 1960er bis 80er Jahren für wesentliche Teile im Rahmen des Baus der Unterpflaster-Straßenbahn (USTRABA) sowie des U-Bahn-Baus verantwortlich: Für die neue Tiefenführung der Straßenbahnen plante er die unterirdische Schleifenanlage am Schottentor und 1968 mit dem Beschluss der Stadt Wien zum U-Bahnbau das Verkehrsbauwerk Karlsplatz, das Zentrum des Wiener U-Bahnnetzes und Kreuzungspunkt der drei Linien U1, U2 und U4. 1974 bis 1980 gestaltete er am Schottentor den Ausbau der Station der Linie U2 mit.

Zwischen 1978 und 1980 war Schlauss mit dem Umbau der USTRABA der „Zweier-Linie“ zur U-Bahn-Linie U2 befasst. Im Zuge dieser neuen Streckenführung betreute er 1980 bis 1991 auch die Gestaltung der Großraumstation Volkstheater für die Linien U2 und U3. Die künstlerische Gestaltung der Station Volkstheater (Mosaikfries von Anton Lehmden) beruht auf einer Initiative von Schlauss, der wiederholt bildende Künstler in seine Projekte (v.a. in die von ihm geplanten Wohnbauten) miteinbezog.

Im Rahmen des Umbaus der Stadtbahn im Bereich des Gürtels zur U-Bahnlinie U6 war Kurt Schlauss für den Umbau und die Instandsetzung der von Otto Wagner errichteten Stationen der ersten Etappe, die 1989 eröffnet wurden, befasst. Im Zuge dieser Adaptierungen erfolgte auch der Auftrag zur Generalsanierung der Brücke über die Wienzeile („Gaudenzdorfer Brücke“, 1895–1898 von Otto Wagner erbaut).

Weiters war Kurt Schlauss 1964 im Rahmen der Wiener Internationalen Gartenschau (WIG) im Donaupark für sämtliche Hochbauten verantwortlich (vom Verwaltungsgebäude über die Ausstellungshallen und einem zentralen Beleuchtungsmast bis hin zu einem künstlichen See mit Restaurant).

Denkmalpflegerische Aufgaben übernahm Kurt Schlauss vor allem im sakralen Bereich – so die Restaurierung der Kirche St. Ulrich in Wien 7 sowie Erweiterungs- und Umbauarbeiten im Schottenstift bzw. in der Schottenkirche in Wien 1.

Kurt Schlauss war ein viel beschäftigter Architekt mit wichtigen öffentlichen Auftraggebern, allen voran die Stadt Wien. Seine Architektur zeichnete, vor allem in den 1950er und 60er Jahren, eine sachliche, funktionalistische Haltung aus, die jedoch bei bestimmten Aufgabenstellungen durchaus in einen organisch-weicheren, jedoch stets von strukturellen Gegebenheiten bestimmten Stil übergehen konnte. In seiner jahrzehntelangen Praxis hat Kurt Schlauss zahlreiche, das Wiener Stadtbild prägende Bauwerke realisiert, wiewohl sein Name nie einen vergleichbaren Bekanntheitsgrad erreicht hat.
top
Werke

WOHN-/GESCHÄFTSBAUTEN:
1948–1950WHA d. Gem.Wien „Hubert-Hladej-Hof“, Wien 2, Wehlistraße 131–141 (mit Erich Boltenstern, Karl
Hartl und Ladislaus Hruska)
1949Geschäftslokal Gerold, Wien 7, Kirchengasse 33
1954Siedlung Strebersdorf, Wien 21
1955–1964Hochhaus der WHA. d. Gem.Wien „Theodor-Körner-Hof“, Wien 5, Leopold-Rister-Gasse 5 (Wettbewerb, 1.Preis, mit L. Hruska; Gesamtanlage erbaut 1952–1953 von C. Kosak, H. Paar, F. Schloßberg u.a.)
1955–1957WHA d. Gem.Wien „Emil-Reich-Hof“, Wien 19, Döblinger Hauptstraße 87 / Nußwaldgasse 26–30
1954–1957Wohnhaus, Wien 18, Max Emanuelstraße 7–11
1955–1964WHA Österr. Siedlungswerk (Ö.S.W.), Wien 5, Matzleinsdorfer Platz (Wettbewerb, 1.Preis)
1957–1960WHA Ö.S.W., Wien 9, Sobieskigasse 2a–c
1958Wohnhaus, Wien 9, Rummelhardtgasse 4–6
1958–1962Büro- und Geschäftshochhaus, Wien 1, Parkring 12 (mit Erich Boltenstern, anstelle des 1863–1864 von August Weber errichteten Gebäudes der Gartenbaugesellschaft)
1959–1963Wohnhaus, Wien 18, Salierigasse (Nr.unbekannt)
1959–1988Studentenheim der Akademikerhilfe „Rudolphinum“, Wien 4, Mayerhofgasse 3 (mehrere Bauphasen der Renovierung, 1987–1988 Totalsanierung)
1959–1963Studentenheim der Akademikerhilfe, Graz, Elisabethstraße 93, Stmk.
1962–1967Studentenheim der Akademikerhilfe, Wien 8, Pfeilgasse 1a und 3a
1963–1966Wohnhaus, Wien 2, Praterstraße 78 / Franzensbrückenstraße 4
1963–1964Büro- und Geschäftshaus Groh, Wien 1, Kärntnerstraße 25
1964–1966WHA Ö.S.W., Wien 19, Leopold Steinergasse (Nr.unbekannt)
1967–1968Bürohaus Ö.S.W., Wien 8, Breitenfeldergasse 3
1968–1981Studentenheim der Akademikerhilfe, Wien 7, Lerchenfelder Straße 1–3 (1968–1971 Erbauung des
Objekts und Detailplanung, 1980–1981 Einbau der Nasseinheiten und Inneneinrichtung, Aufstockung als 25hoursHotel von BWM Architekten, Wien)
1969–1972Wohnhaus mit Hallenbad, Marchegg, Bahnstraße, NÖ
1971–1973Wohnhaus, Retz, NÖ
1971–1972Einfamilienhaus, Grillenberg, NÖ
1980–1982Reihenhaus Heuberg, Wien 17
1984–1985Wohnhaus, Wien 19, Cobenzlgasse (Nr. unbekannt)
1994–1995Studentinnenheim „Wiener Heim“, Wien 18, Michaelerstraße 11 (Sanierung)

ÖFFENTLICHE BAUTEN:
1950–1952Handelskammer der gewerblichen Wirtschaft für Oberösterreich, Linz, Hessenplatz, OÖ (Wettbewerb, 1.Preis, mit Gustav Lassy und Paul Theer)
1952–1954Palais Equitable, Wien 1, Stock im Eisen Platz 3–4 (Dacherneuerung nach Bombenschäden)
1954–1957Volks- und Hauptschule Göstling/Ybbs, NÖ
1958–1960Handelskammer OÖ, Bezirksstelle Braunau, OÖ
1958–1961Stadionbrücke, Wien 2 und Wien 3, (Stiegen- und Pfeilergestaltung)
1959–1961Schottenpassage mit Umkehrschleife für Straßenbahn („Jonas-Reindl“), Untergrund-Station Schottentor für die 2er-Straßenbahnlinie, Wien 1, Schottentor (mit dem Wiener Stadtbauamt; Tiefgarage: 1961
–1962 von Fritz Pfeffer); 1974–1980 Ausbau zur U2-Station nach Plänen von Kurt Schlauss
1960–1964Hochbauten im Rahmen der Wiener Internationalen Gartenschau (Seerestaurant und -bühne,
Eternitfontäne, Xenonmast, Ausstellungshallen, Lianen- und Regenbogenbrücke, Kindergarten), Wien 22, Donaupark
1963–1966Handelskammer ÖÖ, Bezirksstelle Ried im Innkreis, OÖ
1966–1967Eissporthalle, Wien 22, Donaupark (vorher: Blumenhalle)
1964–1965Fußgeher-Brücke, Wien 14, Flötzersteig
1966Handelskammer OÖ, Bezirksstelle Grieskirchen, OÖ
1966–1970Praterbrücke über die Donau, Wien 2 und Wien 22 (arch. Beratung)
1967Handelskammer OÖ, Bezirksstelle Freistadt, OÖ
1968–1969Fußgänger-Seilbrücke „Pernerstorfer Steg“, Wien 10, Grenzackerstraße/Ettenreichgasse
1968–1978Verkehrsbauwerk Karlsplatz (Fußgeherpassagen, Ladenstraße, Leitstelle U-Bahn, U-Bahn-Stationen der Linien U1, U2, U4, Trafostation U-Bahn, Koordination Oberfläche: mit den Ingenieuren Rupert Schickl, Emil Jakubec und Stolitzka)
1969–1972Schrägseilbrücke über die Donau, Hainburg, NÖ (arch. Beratung)
1971–1972Einsegnungskapelle, Oberweiden, NÖ
1971–1972Einsegnungskapelle, Markthof, NÖ
1971–1974Handelskammer OÖ, Bezirksstelle Gmunden, OÖ
1970–1973Einlaufbauwerk, Neue Donau, NÖ
1974–1977WIFI Gästehaus, Linz, Wiener Straße 150, OÖ
1974–1993Kirche von St. Ulrich „Maria Trost“, Wien 7 (Renovierungsarbeiten: 1974–1975 Errichtung der
Tageskapelle, 1975 Kirchenrenovierung und Errichtung des Pfarramtes, 1978–1979 Restaurierung der Orgel, 1984 Einbau der Kirchenheizung und Ausbau der östlichen Kirchenräume)
1975–1978Wehr 1, Wien 2 und Wien 22, Neue Donau
1975–1980Umleitepostamt, St.Pölten, NÖ (Gleishalle mit Förderband)
1976–1980Schottenstift-Benediktushaus, Wien 1, Freyung 6a (Umbau)
1978–1983Nußdorferschleuse, Wien 20 (Administrationsgebäude und Krandepot, Instandsetzung nach Otto
Wagner, 1986–1988)
1978–1980Umbau der 2er-Linie USTRABA zur Linie U2
1980–1991Großraumstation Volkstheater für die Linien U2 und U3 (1980 Umbau und Neueröffnung U2 Station Volkstheater, 1981–1991 Errichtung der Verkehrsbauwerke, Fußgängerpassage Bellaria, U-Bahn-Center, Aufgänge Burgring und Bellariastraße)
1981–1989Instandsetzung und Generalsanierung der Brücke über die Wienzeile („Gaudenzdorferbrücke“, erbaut 1895–1898 von Otto Wagner) im Zuge der Adaptierung für den Betrieb der U-Bahnlinie 6
1981–1991Verkehrsbauwerk Michelbeuern–AKH (Neues Allgemeines Krankenhaus),
1980–1991Instandsetzung und Umbau der Stationen der Gürtellinie (1893–1898 von Otto Wagner) für die Stationen der U-Bahnlinie 6
1985–1987Staatsratshof im Messepalast, Wien 7 (Zubau und Neugestaltung im Zuge des Baus der U-Bahnstation Volkstheater)
1986–1989Wehr 2, Wien 22, Neue Donau
1986–1990Post- und Telegrafenamt Meidling, Wien 12, Niederhofstraße 26–28 (Umbau und Fassadeninstandsetzung)
1990–1991Generalsanierung des Brückenensembles Währinger Straße–Volksoper im Zuge der Adaptierung für den Betrieb der U-Bahnlinie 6
1992–1994Umgestaltung der Krypta in der Schottenkirche zu einer Unterkirche, Wien 1, Freyung 6

INDUSTRIE-/GEWERBEBAUTEN:
1983Weinkeller, Schützen am Gebirge, Bgld.

INNENRAUMGESTALTUNG/DESIGN:
1970Kapelle Studentenheim der Akademikerhilfe Pfeilgasse, Wien 8, Pfeilgasse 6 (Entwurf für Glasfenster)
1994–1996Volksaltar, Ambo und Bodengestaltung im Presbyterium der Schottenkirche, Wien 1, Freyung 6

NICHT REALISIERTE PROJEKTE:
1946Städtebaulicher Wettbewerb Karlsplatz, Wien 1 (Ankauf, mit Karl Kupsky)
1946Städteplanung Wr.Neustadt, NÖ (Wettbewerb, für Karl Kupsky)
1946Autobusbahnhof Graz (Wettbewerb, für Karl Kupsky)
1947Graz Hauptbahnhof, Stmk. (Wettbewerb, 1.Preis)
1948Wien Westbahnhof, Wien 15 (Wettbewerb, Ankauf)
1949Einfamilienhaus für Holzbauwerk Mayer, Raunicher & Co., Weyer/Enns, ÖÖ (Projekt)
1952Gewerbehaus, Wien 3, Rudolf-Sallinger Platz 1 (Wettbewerb, 1.Preis)
1953Stadthalle, Wien 15, Vogelweidplatz (Wettbewerb, Ankauf, mit Karl Kupsky)
1954Schauspielhaus, Graz, Hofgasse 11, Stmk. (Wettbewerb, Ankauf, mit Karl Kupsky)
1956Städtebaulicher Wettbewerb Floridsdorf-Jedlesee, Wien 21 (3.Preis, für Karl Kupsky)
1958Silltalbrücke III, Silltal, T („Europa-Brücke“, Projekt für Anbot)
1964Messehalle Süd, Wien 2 (Wettbewerb, 1.Preis)
1967Studentenheim der Akademikerhilfe, Klagenfurt, Ktn. (Projekt)
1967Studentenheim der Akademikerhilfe, Wien 4, Schönburgstraße (Projekt)
1977Reichsbrücke, Wien 2 und Wien 22 (Wettbewerb)
1991Hochhaus Kundratstraße-Triesterstraße, Wien 10, Kundratstraße 4–6 (Projekt)
1995Wettbewerb Gürtel, Wien (mit A. Popper, P. Magyar, H. Frodl)
top
Primärquellen

PUBLIKATIONEN:
Auswahl:
K. Schlauss: Ladenstraße, Eternitfontäne, Kindergarten Eingang D, Eingangsgruppen. In: der aufbau H.3.1964, S.101ff
K. Schlauss: Städtebauliche Studie Karlsplatz. In: der aufbau 1/2.1970, S.46ff
K. Schlauss: Revitalisierung Schottenstift. In: planen bauen wohnen H.150.1994, S.6ff
K. Schlauss: Das Schottenstift. Planungs- und Baugeschichte 1991–1994, S.XVIIff. In: C. Reiterer: Museum im Schottenstift. Wien 1994

NACHLÄSSE UND ARCHIVE:
Nachlass im Az W
ÖIAV – Österr. Ingenieur- und Architektenverein/Archiv
Archiv der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und Burgenland, Wien Archiv der Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs, Landesgruppe Wien, Niederösterreich und Burgenland, Wien
top
Sekundärquellen

LITERATUR:
Auswahl:
Akademikerhilfe (Hg.): 50 Jahre Akademikerhilfe. Wien 1971, S.23ff (diverse Studentenheime)
Akademikerhilfe (Hg.): 60 Jahre Akademikerhilfe. Wien 1981, S.23ff (Studentenheim Lerchenfelder Straße 1-3)
Akademikerhilfe (Hg.): 70 Jahre Akademikerhilfe. Wien 1991, S.28ff (Studentenheim Pfeilgasse 4 und 6)
Akademikerhilfe (Hg.): 75 Jahre Akademikerhilfe. Wien 1996, S.19ff (Sanierung Studentinnenheim Michaelerstraße 11)
E. Bramhas: Der Wiener Gemeindebau. Basel / Boston / Stuttgart 1987, S.84ff (Hochhaus im „Theodor-Körner-Hof“)
O. Constantini: Großstadt Linz. Linz 1952, S.180 (Handelskammer Linz)
A. Döllerl: Aktuelle Probleme des Wiener U-Bahn-Baues. In: der aufbau H.3/1976, S.U3* (Thema des Heftes: Wiener U-Bahn-Bau)
J. Eiblmayr: Mitten im Achten, mitten in Lourdes. In: Die Presse 12.02.2010 (Studentenheim Pfeilgasse, Seerestaurant Donaupark, Büro- und Geschäftshochhaus Parkring)
J. Eiblmayr / I. Meder: Moderat Modern. Erich Boltenstern und die Baukultur nach 1945. Salzburg 2005, S.202 (Hubert-Hladej-Hof), S.213 (Büro- und Geschäftshochhaus Parkring)
M. Ellinger: Entwicklung des Brückenbaus von der Jahrhundertwende bis heute. In: der aufbau H.1/2.1966, S.15ff (Stadionbrücke)*
B. Feller: Die Ringstraße im Wiederaufbau. In: Moderat Modern. Erich Boltenstern und die Baukultur nach 1945. Salzburg 2005, S.123ff (Büro- und Geschäftshochhaus Parkring)
E. Hinterecker / J. Schubert: Die Gleichrichterwerke für die Traktionsstromversorgung der Wiener U-Bahn und deren zentrale Überwachung. In: der aufbau H.1/3.1978, S.115ff
J. Hödl: Das Wiener U-Bahn-Netz. 200 Jahre Planungs- und Verkehrsgeschichte. Wien 2009*
W. Kment / F. Parrer: Wiener Fußgängerpassagen. In: der aufbau H.1/2.1966, S.29ff (Schottenpassage)*
R. Koller: Rückblick und Vorschau. In: der aufbau H.1/2.1965, S.9ff (Verkehrsbauwerk Schottentor)
R. Koller: Probleme des Wiener U-Bahn-Baues. In: der aufbau H.5/6.1970, S.166ff (Station Karlsplatz)
R. Koller: Erfahrungen aus drei Jahren U-Bahn-Bau in Wien, Rückblick und Ausblick. In: der aufbau H.11/12.1972, S.403ff* (Thema des Heftes: Wiener U-Bahn-Bau)
P. Marchart: Wohnbau in Wien. 1923-1983. Wien 1984, S.111ff (Hochhaus im „Theodor-Körner-Hof“, „Hubert-Hladej-Hof“)
F. Michlmayr: Die Wehranlagen in der Neuen Donau. In: der aufbau H.6/7.1983, S.264ff
E. Patsios: Wiener Brücken. Bauwerke ästhetischer Ingenieurkunst. Wien 2009*
A. Pauser: Brücken in Wien. Ein Führer durch die Baugeschichte. Wien / New York 2005, S.130,179,254,255
A. Perotti: Linz im Spiegel der Architektur. In: der aufbau, 9.10/1959, S.405ff (Handelskammer Linz)
G. Schlass: Die Prälatur des Schottenstiftes. In: Museum im Schottenstift. Kunstsammlungen der Benediktinerabtei Unserer Lieben Frau zu den Schotten in Wien. Wien 2009, S.10ff
A. Seda: Kommunaler Sozialer Wohnungsbau der Stadt Wien gestern–heute. In: der aufbau H.12/1967, S.457ff (Hochhaus im „Theodor-Körner-Hof“)
L. Simony: Sozialer Wohnungsbau in Wien. In: der bau 1/2.1953, S.18ff („Hubert-Hladej-Hof“)
S. Theiß: Wettbewerbe. In: Der Bau H.7/8.1952, S. 162ff (Kammer der gewerblichen Wirtschaft, Wien 3)
Wiener Linien (Hg.): 3 Jahrzehnte U-Bahn-Bau in Wien. Wien 2000, S.71ff.
Wiener Linien (Hg.): Die Linie U2. Geschichte-Technik-Zukunft. Wien 2008, S.35ff
R. Wrana: Verkehrsbauten in Wien. In: der aufbau H.2.1962, S.41ff (Verkehrsbauwerk Schottentor, Babenberger-und Bellaria-Passage)*
H.R. Zöllner: Die Hochbauten der WIG 64. In: der aufbau H.3.1964, S.100

HINWEISE AUF WERKE:
Auswahl:
der aufbau
1950, H.5, S.231ff / H.7, S.325 („Hubert-Hladej-Hof“)
1952, H.10, S.409ff (Handelskammer Linz)
1953, H.5/6, S.263 („Hubert-Hladej-Hof“)
1962, H.9/10, S.392ff (Büro- und Geschäftshochhaus Parkring)
1965, H.10, S.505 (Technische Hochschule Wien, Inst. für Hochbau und Entwerfen 1)

der Bau
1950, H.7/8, S.136ff (Wettbewerb Handelskammer Linz)
1952, H.7/8, S.162ff (Wettbewerb Gewerbehaus) / H.11/12, S.231ff, 257ff (Handelskammer Linz)
1962, H.4, S.185ff (Büro- und Geschäftshochhaus Parkring)
1964, H.4, S.190ff (WIG 1964)

das moderne heim
1965, H.26, S.65 (Hochhaus am Parkring) / H.27, S.51ff (WIG 1964)

Österreichische Bauchronik (Titel: Alpenbad)
1967, S.23ff (Verkehrsbauwerk Schottentor, Hochhaus im „Theodor-Körner-Hof“)

NACHSCHLAGEWERKE:
Achl. I; Achl. III/1; Achl. III/3;
Dehio Wien/1 (I.Bez.); Dehio Wien/2 (II.–IX.u.XX.Bez.); Dehio Wien/3 (X.–XIX.u.XXI.–XXIII.Bez.); Dehio OÖ/2

LEXIKA:
Czeike 5; Weihsmann 05

INTERNETLINKS:
http://de.wikipedia.org/wiki/Matzleinsdorfer_Hochhaus;
www.bda.at/text/136/unsichtbar/8002/Party-im-60er-Jahre-Denkmal_Tolle-Stimmung-mit-Techno-Superstar-DJ-Hell
top
Anmerkungen
* In zahlreichen Quellen zum Wiener U-Bahn-Bau wird Kurt Schlauss als verantwortlicher Architekt namentlich nicht erwähnt.
In Weihsmann 05 ist die Adressangabe des Hochhauses im Theodor-Körner-Hof falsch angegeben: Statt Leopold-Rister-Gasse 5 wurde Leopold-Reiser-Gasse 5 geschrieben. (H. Weihsmann. In Wien erbaut. Lexikon der Wiener Architekten des 20. Jahrhunderts. Wien 2005, S.347ff)
Eingegeben von: Gudrun Hausegger / Monika Keplinger
Eingegeben am: 01.10.2012
Zuletzt geändert: 19.12.2014
top
  A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z | o
 
© Architekturzentrum Wien
Mit freundlicher Unterstützung des FWF
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung