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Ferdinand Fellner II.

Portraitbild
Persönliche Daten
Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
Auszeichnungen und Ämter
Mitgliedschaften
Vita
Stellenwert
Werke
Primärquellen
Sekundärquellen
Anmerkungen
Persönliche Daten
* 19.04.1847 - † 22.03.1916
Geschlecht: m
Geburtsort: Wien
Land: Österreich
damaliger Name: Kaisertum Österreich
Sterbeort: Wien
Land: Österreich
damaliger Name: Österreich-Ungarn
Titel: Baurat, Oberbaurat
weitere Namen: Fellner Ferdinand d. J.
Fellner Ferdinand jun.
Religionsbekenntnis: Röm. - Kath.
Berufsbezeichnung: Architekt
Familiäres Umfeld: Vater: Ferdinand F. I. (d. Ä.), Architekt
Ehe (1871) mit Katharina Plank
Kinder: Ferdinand (Ferry) III. (1872-1911), Architekt; Melanie (*1873)
Bürogemeinschaft: Fellner & Helmer, Wien 9, Servitengasse 7
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Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
o.J.Besuch der Realschule
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Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
1866Eintritt in das Atelier des Vaters
1871Leitung des Baubüros Ferdinand Fellner
1873Gründung einer Bürogemeinschaft mit Hermann Helmer
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Auszeichnungen und Ämter
1875Ritterkreuz des Franz-Josef-Ordens
1890 Ritterkreuz des schwedischen Nordsternordens
1903Ernennung zum Oberbaurat
1905Präsident des Deutschen Volkstheatervereins
1914Komturkreuz des Franz-Josef-Ordens (anläßlich der Vollendung des Konzerthauses)
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Mitgliedschaften
ab 1871Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens
ab 1872NÖ Gewerbeverein
ab 1873Österr. Ingenieur- und Architektenverein
ab 1908Zentralvereinigung der Architekten Österreichs (gegründet mit Ludwig Baumann, 1915 Präsident)
ab 1910korresp. Mitglied des Royal Institute of British Architects
ab 1914„Künstlerfürsorge“ (Hilfsorganisation)
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Vita
Fellner entstammt einer alteingesessenen Wiener Handwerkerfamilie. Der Großvater betrieb ein Zimmereigeschäft, Fellners Vater hingegen hatte bereits Architektur an der Akademie der bildenden Künste studiert und war ein angesehener und viel beschäftigter Architekt. Schon früh wurde Fellner in die Arbeit des Vaters miteinbezogen und es ist anzunehmen, dass zumindest geplant war, dass Fellner ein Architekturstudium absolvieren sollte. Eine Inskription ist allerdings nicht nachweisbar. Nach eigenen Angaben hat Fellner aber nach der Realschule ein Studium an der Technischen Hochschule begonnen, das er 1866 abbrechen musste, um – 19-jährig – seinen schwer herzleidenden Vater in dessen Atelier zu unterstützen. Schon im Jahr 1870 konnte Fellner seine erste selbständige Arbeit, das Interimstheater in Brünn, vollenden. Gemeinsam mit dem Vater erstellte er zudem Pläne für das Theater in Temesvár, dem heutigen Timisoara in Rumänien, und für das Stadttheater in Wien. Nach dem Tod seines Vaters (1871) übernahm Fellner die Leitung des Ateliers.

Nachdem sich schon der Vater als Spezialist für Theaterbauten profiliert hatte und Fellner jun. durch die Mitarbeit für diese Bauaufgabe Erfahrungen hatte sammeln können, wurde sein Atelier auch in weiterer Folge mit Aufträgen für Theaterbauten betraut. So konnte er vorerst alleine und sodann in Zusammenarbeit mit Hermann Helmer eine Vielzahl von Theaterbauten in Österreich-Ungarn, in den Balkanländern und in zahlreichen größeren Städten Mitteleuropas – von Hamburg bis Odessa – realisieren.

Die Bürogemeinschaft mit Helmer bestand 43 Jahre. Bis zu 20 Architekten waren zeitweise im Atelier beschäftigt, um das große Arbeitspensum erfüllen zu können (u.a. Franz Krauss, Rudolf Krausz, Ernst Gotthilf, Alexander Graf, Alexander Neumann). Neben den Theaterbauten wurden auch Geschäftshäuser, Banken, Hotels, Wohnhäuser, Palais, Landschlösser sowie Landhäuser und Villen vom Atelier ausgeführt. Insgesamt ist die Errichtung von mehr als 200 Gebäuden durch das Atelier Fellner & Helmer dokumentiert.

In den ersten Jahren der Ateliergemeinschaft war Fellner vor allem für die Verhandlungen, die Bauleitung und die Besprechungen vor Ort zuständig, während Helmer die Arbeit im Büro erledigte. In weiterer Folge wurden die Aufträge aufgeteilt und jeder Architekt hatte einen eigenen Mitarbeiterstab. Grundsätzlich wurden jedoch alle Arbeiten in einheitlicher stilistischer und funktionaler Gestaltungsweise abgewickelt und liefen stets unter dem gemeinsamen Ateliernamen Fellner & Helmer.

Nach dem Studium an der Technischen Hochschule traten auch Fellners Sohn Ferdinand III. und Helmers Sohn Hermann Helmer jun. in das Atelier ein. Nach dem frühen Tod seines Sohnes (1911) gründete Fellner zu dessen Gedächtnis Stiftungen an der Technischen Hochschule Wien und an der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs, wo jährlich der beste dort gehaltene Vortrag prämiiert wurde.

Nach dem Tod Fellners (1916) wurde das Atelier von Hermann Helmer und nach dessen Tod (1919) von Helmer jun. weitergeführt. Durch den Zerfall der Donaumonarchie erhielt das Atelier jedoch keine nennenswerten Aufträge mehr und wurde schließlich aufgelöst.
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Stellenwert
Das Atelier Fellner & Helmer ist vor allem durch seine Theaterbauten weithin bekannt geworden. Häufig erhielt es die Aufträge ohne Ausschreibung. Wurden Wettbewerbe ausgeschrieben, so bekamen sie zum Teil auch dann den Zuschlag, wenn sie nicht den ersten Preis erringen konnten. Das Atelier war vor allem bekannt für seine Effizienz, die Kostengünstigkeit, die Verlässlichkeit bei der Bauausführung, die strikte Befolgung der Feuerschutzbestimmungen sowie die gute Akustik in den Zuschauerräumen. Im Anschluss an erfolgreich erbaute Theatergebäude bekamen Fellner & Helmer vor Ort häufig auch Aufträge für Wohn- und Geschäftshäuser, Kaufhäuser oder Villen und Landhäuser.

Auf Grund der strengen Feuerschutzbestimmungen, die nach dem Ringtheaterbrand (1881) in Kraft traten, beschäftigten sich Fellner & Helmer intensiv mit dem Brandschutz und entwickelten an Hand des eigens erbauten „Modell-Brandtheaters“ einen dreigeteilten Bautypus. Er bestand aus dem Vorderhaus mit Vestibül, Treppen und Salon, dem anschließenden Saalbau und dem mittels eines eisernen Vorhanges trennbaren Bühnenhaus. Dieses Schema wurde beim Volkstheater in Wien, dem damals größten Theater des deutschen Sprachraums, beispielhaft ausgeführt. Es galt damals als „der siegreiche Typus des modernen Theaterbaus“ (A.v. Wurm-Arnkreuz) und fand weite Verbreitung.

An den Fassaden setzten Fellner & Helmer bestimmte Gestaltungsmotive als Grundelemente ein, die sodann im Reichtum der Details variiert wurden. Grundsätzlich lassen sich 4 Typen unterscheiden: Fassaden mit einer Portikus- und Giebelfront, mit einem Loggiamotiv, mit einem Portalbogenmotiv sowie Fassaden mit seitlichen Turmaufsätzen, die allerdings nur bei Nationaltheatern zu finden sind.

Im Inneren wurden die Theater primär nach funktionalen Kriterien errichtet, Kriterien, die sodann die Raumformen und Raumgruppierungen bestimmten. Im Vordergrund standen die Organisation des Zuschauerraums und der Verkehrswege mit Treppenanlagen und Foyers, die Anlage der Gesellschaftsräume sowie eine moderne Bühnentechnik, die stets den modernsten Standards entsprach. Bei der Gestaltung der Zuschauerräume folgten Fellner & Helmer dem Zeittrend, der Raum für eine größtmögliche Anzahl von Besuchern verlangte, indem sie eine Kombination von Logen und Balkonen vorsahen. Um bei Gefahrenmomenten eine schnelle Räumung des Theaters zu gewährleisten wurden höchstens drei Ränge geplant.

Stilistisch wählten Fellner & Helmer Formen, „die in der Renaissance ihre Wurzeln“ hatten, d.h. neben Formen der italienischen, deutschen, niederländischen und französischen Renaissance finden sich auch Motive des Barock, des Rokoko, aber auch des Empire, die durch Modifikationen zu neuen Lösungen verarbeitet wurden. Bemerkenswert ist, dass die Anregungen für einzelne Gestaltungselemente nicht mehr allein in historischen Gebäuden vergangener Epochen gesucht, sondern nun auch Formulierungen des 19.Jahrhunderts aufgegriffen wurden. Als Fundus dienten nicht nur die Ringstraßengebäude, sondern auch Sempers Oper in Dresden oder Garniers Oper in Paris. Als die Söhne von Fellner & Helmer in das Atelier eintraten, wurden auch secessionistische Formulierungen in das Repertoire aufgenommen.

Die Wohn- und Geschäftshäuser zeigen das gleiche Formenrepertoire und zeichnen sich durch funktionale und zugleich repräsentative Gestaltungsweisen aus. Häufig ist die Dachlandschaft mit Mansardenfensterreihen malerisch aufgelockert. Aufgeschlossenheit gegenüber modernen Materialien zeigt sich etwa beim Einsatz unverkleideter Eisensäulen, wie z.B. beim Haus Wien 1, Kärntnerstraße 12. Bemerkenswert bei diesem in den Jahren 1875/76 errichteten Bauwerk ist darüber hinaus die Verkleidung der Fassade mit polierten Granitplatten, zumal Otto Wagner bei der 1904–06 errichteten Postsparkassa in Wien 1 die gegenüber dem Steinbau kostengünstigere Plattenverkleidung quasi als seine Erfindung anpries. Für den außerstädtischen Hotel-, Landhaus- und Villenbau wurden vom Atelier Fellner & Helmer ganz im Trend der Zeit vor allem Formen des Heimatstils verarbeitet.

Treffend wird das erfolgreiche Architektenteam daher von M. Paul (1910) charakterisiert: „Für die verschiedensten Bedürfnisse mit einer überraschend prompten Verfügung über bequem adaptierte Stilformen standen Fellner & Helmer mit ihrem wohlbestallten Atelier jederzeit in Bereitschaft.“
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Werke

WOHN-/GESCHÄFTSBAUTEN:
Atelier Fellner & Helmer:
1874-1880Ehem. Sturany-Palais, Wien 1, Schottenring 21
1875Wohnhaus, Wien 3, Landstraßer Hauptstraße 46 (Umbau)
1875-1876Wohn- u. Geschäftshaus „Thonethaus“, Wien 1, Kärntnerstraße 12
1877Wohn- u. Geschäftshaus, Wien 1, Rotenturmstraße 12
1879Miethaus, Wien 3, Baumgasse 5
1879Palais, Wien 4, Prinz-Eugen-Straße 40 (heute Türkische Botschaft)
1879-1880Warenhaus A. Krammer‘s Sohn, Wien 1, Stephansplatz 10 (nach Brand 1945 wieder instand gesetzt, Dekor abgeräumt)
1879-1881Villa Rittershausen, Wien 19, Hohe Warte 19
1880Wohn- u. Geschäftshaus, Wien 1, Goldschmiedgasse 6
1880Bürgerpalais, Wien 4, Mayerhofgasse 20
1880Wohnhaus, Wien 4, Plößlgasse 5-7
1881Wohn- u. Geschäftshaus, Wien 1, Goldschmiedgasse 4
1882Mietpalais, Wien 4, Schwindgasse 6 (heute Kolumbianische Botschaft)
1882-1884Wohn- u. Geschäftshaus „Thonethof“, Wien 1, Rotenturmstraße 1-3 (1945 zerstört, 1964 Kennedy-Haus von G. Lippert und Hugo Mittag errichtet)
1884Wohn- u. Geschäftshaus, Wien 9, Währingerstraße 5-7
1884-1885Miethauskomplex „Margaretenhof“, Wien 5, Margaretenplatz 4 / Margaretenhof 1-12 / Margaretenstraße 86
1885-1886Miethäuser, Wien 5, Zeinlhofergasse 5-12
1886Miethaus, Wien 1, Teinfaltstraße 7
1887Miethaus, Wien 6, Amerlingstraße 9
1888-1890Palais Adolf Ritter von Schenk, Wien 4, Theresianumgasse 21 / Alleegasse (heute Argentinierstraße; heute Spanische Botschaft)
1889Ehem. Palais Seybel, Wien 3, Reisnerstraße 50
1889-1890Springer-Schlösschen, Wien 12, Tivoligasse 73 (heute Politische Akademie der ÖVP)
1891Ehem. Palais Wessely, Wien 4, Alleegasse (heute Argentinierstraße) 23
1891Ehem. Palais Schnapper-Weisweiler, Wien 3, Salesianergasse 3a
1891Miethaus, Wien 4, Heugasse (heute Prinz-Eugen-Straße) 70
1891Miethaus, Wien 4, Graf-Starhemberg-Gasse 26
1892Miethaus, Wien 1, Schottengasse 7
1893Miethaus, Wien 6, Webgasse 24
1894Miethaus, Wien 6, Gumpendorferstraße 26
1894Ehem. Palais Rothschild, Wien 4, Prinz-Eugen-Straße 26 (heute Brasilianische Botschaft)
1894-1895Villa Geitler, Wien 13, Lainzerstraße 43
1895Miethaus, Wien 4, Wiedner Hauptstraße 46
1896Klubhaus „Residenzhof“, Wien 1, Seilerstätte 16 (Wohnungen und Klubräume)
1898-1899Villa Forster, Wien 13, Adolfstorgasse 21
1891-1907Miethäuser, Wien 8, Kochgasse 8, 10, 14, 16
1904Villa, Wien 17, Heuberggasse 10 (heute Kroatische Botschaft)
1908Miethaus, Wien 19, Pokornygasse 23
1908-1910Miethäuser, Wien 8, Wickenburggasse 3 und 5

ÖFFENTLICHE BAUTEN:
Mit Ferdinand Fellner d.Ä. geplant, Fertigstellung nach dessen Tod:
1870Interimstheater Brünn, Mähren / Brno, CZ
1871-1872Wiener Stadttheater, Wien 1, Seilerstätte 9 (1884 zum Teil abgebrannt)
1871-1875Theater-, Hotel- und Redoutengebäude Temesvar, Siebenbürgen / Timisoara, RO

Atelier Fellner & Helmer:
1874-1878Universitätssternwarte, Wien 18, Türkenschanzstraße 17
1887Stephaniewarte, Wien 19, Kahlenberg
1892Maria-Theresia-Frauen-Hospital, Wien 8, Feldgasse 9 (heute Hygienisch-bakteriologische Untersuchungsanstalt der Stadt Wien)
1894Restauration St.Annahof, Wien 1, Annagasse 3-3a (darüber Wohnungen)
1898Ehem. Liesinger Brauhaus-Restauration, Wien 23, Breitenfurterstraße 370
1899Hotel „Erzherzog Johann“, Semmering, Bundesstraße 4, NÖ
1900Hotel „Schneeberghof“, Puchberg am Schneeberg 24, NÖ
1912-1913Hotel „Panhans“, Dependancen „Pension Waldesruhe“ und „Fürstenhof“, Semmering, Hochstraße 32 a/b, NÖ
1903-1904Bezirksamt Liesing, Wien 23, Perchtoldsdorfer Straße 2
1910-1912Neurologisches Krankenhaus Rosenhügel, Wien 13, Riedelgasse 5 (Direktionsvilla, Verwaltungsgebäude, Wirtschaftshof, Küche)

Theater- und Veranstaltungsbauten des Ateliers Fellner & Helmer:
1874-1875Volkstheater Budapest, H (1965 abgerissen)
1881-1882Stadttheater Brünn, Mähren / Brno, CZ (erstes Theater Europas mit elektrischer Beleuchtung)
1881-1883Stadttheater Reichenberg, Böhmen / Liberec, CZ
1882-1883Stadttheater Szegedin / Szeged, H
1883-1885Stadttheater Fiume / Rijeka, HR
1884-1886Stadttheater Karlsbad, Böhmen / Karlovy Vary, CZ
1884-1887Stadttheater Odessa, Russland / UA
1885-1886Stadttheater Preßburg, Ungarn / Bratislava, SK
1886-1887Neues Deutsches Theater Prag, Böhmen / Praha, CZ
1887-1888Concert- und Ballhaus Ronacher Wien 1, Seilerstätte 9 (veränderter Wiederaufbau des zum Teil abgebrannten Stadttheaters)
1888Schloßtheater Totis / Tata, H
1888-1889Volkstheater Wien 7, Museumsstraße 2A / Neustiftgasse / Burggasse (früher Deutsches Volkstheater)
1890-1891Stadttheater (Opernhaus) Zürich, CH
1891-1892Theater unter den Linden Berlin, D
1892-1893Stadttheater Salzburg
1892-1894Hoftheater Wiesbaden, D
1893-1894Orfeum Somossy Budapest, H
1893-1895Ton- und Kongresshalle Zürich, CH
1894-1895Nationaltheater Agram / Zagreb, HR
1894-1896National- und Hoftheater Jassi / Iasi, RO
1895-1896Lustspieltheater Budapest, H
1895-1896Stadttheater Kecskemet, H
1896-1897Konzerthaus Ravensburg, D
1898-1899Stadttheater (Opernhaus) Graz
1898-1899Stadttheater (Arbeitertheater) Berndorf, NÖ
1899-1900Stadttheater Großwardein, Ungarn / Oradea, RO
1899-1900 Deutsches Schauspielhaus Hamburg, D
1901-1902Stadttheater Fürth, D
1902Theater an der Wien (Umbau), Wien 6, Linke Wienzeile 8 (früher Magdalenenstraße; 1960/61 Umgestaltung)
1903-1904Stadttheater Thorn, Preußen / Torun, PL
1904-1905Stadttheater Czernowitz, Bukowina / Cernovci, UA
1904-1906Nationaltheater Sofia, BG
1904-1906Nationaltheater Klausenburg, Siebenbürgen / Cluj, RO
1906-1907Stadttheater Gablonz an der Neiße, Böhmen / Jablonec nad Nisou, CZ
1906-1907Stadttheater Gießen, D
1906-1909Stadttheater Jungbunzlau, Böhmen / Mlada Boleslav, CZ
1908-1909Stadttheater Baden bei Wien, NÖ
1909-1910Stadttheater Klagenfurt, Ktn. (1996-1998 Zubau von Günther Domenig)
1909-1910Stadttheater Teschen, Ö.-Schlesien / Cieszyn, PL
1910-1913 Wiener Konzerthaus, Akademietheater und Hochschule für darstellende Kunst, Wien 3, Lothringerstraße 18 / Lisztstraße 1 (mit Ludwig Baumann)

INNENRAUMGESTALTUNG/DESIGN:
Inneneinrichtungen von Hotels, Villen, Palais etc.

NICHT REALISIERTE PROJEKTE:
mit H. Helmer:
1883Parlament Budapest (Wettbewerb, Ankauf)
1883Kurhaus in Baden bei Wien (beschränkter Wettbewerb)
1886Frucht- und Mehlbörse, Wien 2 (Wettbewerb)
1904Schillertheater in Charlottenburg, D (engerer Wettbewerb)
1906Theater in Aussig, Böhmen / Usti nad Labem, CZ (Wettbewerb, 2.Preis)
1907Handel- und Gewerbekammer Brünn (Wettbewerb, Ankauf)
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Primärquellen

PUBLIKATIONEN:
F. Fellner: Über den Bau des Wiener Stadttheaters. In: ZÖIAV 26.1874, S.39f
F. Fellner / H. Helmer: Das neue Volkstheater in Pest. In: Dt. Bauzeitung 10.1876, S.243f
F. Fellner: Das deutsche Volkstheater in Wien mit Reflexionen über den Theaterbau im Allgemeinen. Wien 1888 F. Fellner / H. Helmer: Ausstellungstheater im Prater. In: ZÖIAV 44.1892, S.12f
F. Fellner: Das Modewarenhaus A. Gerngroß in Wien. Wien 1905
F. Fellner: Die Entwicklung des Theaterbaues in den letzten fünfzig Jahren. In: Mitteilungen der Zentralvereinigung 3.1910, Nr.1, S.1f, Nr.2, S.1f, Nr.3, S.1f, Nr.4, S.1f, Nr.5, S.1f
F. Fellner / H. Helmer, k.k. Oberbauräte in Wien: Sammelwerk der ausgeführten Bauten und Projekte in den Jahren 1870/1914. Wien 1914

NACHLÄSSE UND ARCHIVE:
Teilnachlass Wien Museum Karlsplatz
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Sekundärquellen

LITERATUR:
W. Aichelburg: Das Wiener Künstlerhaus 1861-2001. Bd.1, Wien 2003
Anonym: Die Brandversuche im Modelltheater zu Wien. In: Schweizerische Bauzeitung 1906, S.122f
Anonym: Oberbaurat Ferdinand Fellner. In: WBIZ 33.1916, Beilage, S.179 (Nachruf)
Anonym: K.k. Oberbaurat Ferdinand Fellner. In: Dt. Bauzeitung 50.1916, Nr.26, S.130f
Anonym: Der Margaretenhof, Wien 15. In: Bauforum 18.1985, S.41ff
Anonym: Grazer Opernhaus. In: Bauforum 18.1985, S.49ff
J. Brabenec: Fellner & Helmer: Architekten. Wien 1992
G. Dienes: Fellner & Helmer – die Architekten der Illusion. Graz. 1999
G. Dienes: Theaterarchitekten Mitteleuropas 1870-1920. Graz 2001
K. Eggert: Der Wohnbau der Ringstraße im Historismus. In: R. Wagner-Rieger (Hg.): Die Wiener Ringstraße. Bd.7, Wiesbaden 1976
F. Eppel: Ein Fellner- und Helmer-Bau in Wien 3. In: Österr. Zeitschr. f. Kunst u. Denkmalpflege 13.1959, S.104ff
Facaden und Details. Wien 1900
G. Frodl (Hrsg.): Gesch. d. bild. Kunst in Österreich, 19.Jh. Bd.5, München u.a. 2002
H. Helmer: Oberbaurat Ferdinand Fellner. In: Österr. Wochenschrift f.d. öffentl. Baudienst. 22.1916, S. 304f
D. Hladikova: Divadelni architektura atelieru Felllner a Helmer v Cechach a na Morave (Die Theaterarchitektur des Ateliers Fellner und Hellmer in Böhmen und Mähren). Dipl.Arb. Prag 2001
H.C. Hoffmann. Die Theaterbauten von Fellner und Helmer. Wien 1966
V. Keil-Budischowsky: Theaterarchitektur des Historismus: die internationale Ausstellung für Musik- und Theaterwesen, Wien 1892. In: Österr. Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 47.1993, S.124ff
F.X. K...pf: Das Etablissement Ronacher. In: WBIZ 5.1887/88, S.304f
A. Kieslinger: Die Steine der Wiener Ringstraße. In: R. Wagner-Rieger (Hrsg.): Die Wiener Ringstraße. Bd.4, Wiesbaden 1972
D. Klein: Fellner & Helmer. Wiener Atelier mit Weltgeltung. In: Baukultur 4.1997, S.34ff
W. Kordon u.a.: Opernhaus Graz, Ferdinand Fellner und Hermann Helmer. In: der aufbau 40.1985, S.161ff
P. Kortz: Wien am Anfang d. 20.Jhs. 2.Bd. Wien 1906
Kunsthist. Arbeitsgruppe GeVAG: Wiener Fassaden des 19.Jh.s. Wien 1976
A. Lehne: Wiener Warenhäuser 1865–1914. Wien 1990. S. 21ff
C. Littrow: Die neue Sternwarte der Wiener Universität. Wien 1874
C.v. Lützow / L. Tischler: Wiener Neubauten, 3 Bde. Wien 1876-1891
M. Miloslav: Reconstruction and building addition: the Slovak National Theatre in Bratislava. In: Theatre Design and Technology 33.1973, S.26ff
M. Miloslav: Reconstruction of the Smetana Theatre. Prague. In: Theatre Design and Technology 37.1974, S.22ff
A. Moravansky: Die Architektur der Donaumonarchie. Berlin 1988
ÖKT 44: G. Hajos: Die Profanbauten des III., IV., und V. Bezirks. Wien 1980
M. Paul: Technischer Führer durch Wien. Wien 1910
A. Prokop: Ueber österr. Alpenhotels, mit bes. Berücksichtigung Tirols (Schneeberg Hotel) In: Der Bautechniker 17.1897, S.429f
F. Rezac: Rekonstruktion des Jaroslav-Prucha-Theaters in Mlada Boleslav. In: Bühnentechnische Rundschau 86.1992, S.24ff
P. Rumpf u.a.: Play – Space – Theatre. In: Bauwelt 76.1985, Nr.1/2, S.10ff
E. Springer: Geschichte und Kulturleben der Wiener Ringstraße. In: R. Wagner-Rieger (Hrsg.): Die Wiener Ringstraße. Bd. 2, Wiesbaden 1979
R. Schmidt: Das Wiener Künstlerhaus 1861-1951. Wien 1951. S.55, 211
A. Senarclens de Grancy: „Moderner Stil“ und „Heimisches Bauen“. Architekturreform in Graz um 1900. Wien u.a. 2001
M. Vyoral-Tschapka: Die Wiener Universitätssternwarte. In: Österr. Zeitschrift f. Kunst und Denkmalpflege. 50.1996, S.94ff
G. Weissenbacher: In Hietzing gebaut. 2 Bde. Wien 1999-2000
R. Wagner-Rieger: Wiens Architektur im 19.Jh. Wien 1970
R. Wagner-Rieger (Hrsg.): Das Kunstwerk im Bild. In: Die Wiener Ringstraße. Bd.1, Wiesbaden 1969
R. Wagner-Rieger (Hrsg.): Die Bauten und ihre Architekten. In: Die Wiener Ringstraße. Bd.8/1, Wiesbaden 1980
Wiener Neubauten im Style der Sezession. 3 Bde. Wien 1902-1906
A.v.Wurm-Arnkreuz: Oberbaurat Ferdinand Fellner. In: ZÖIAV 68.1916, S 416f
A.v.Wurm-Arnkreuz: Oberbaurat Ferdinand Fellner. Wien 1616
A.v.Wurm-Arnkreuz: Architekt Ferdinand Fellner und seine Bedeutung für den modernen Theaterbau. Wien [u.a.] 1919
A. Zidkova: Fellner a Helmer v Karlovych Varech. Karlovy Vary 1997

HINWEISE AUF WERKE:
Der Architekt
1.1885, S.14ff (Kaiserbad in Karlsbad) / S.27ff (Das Somossy-Orpheum in Budapest)
2.1886, S.2, T.1f (Palais Ritter v. Wessely) / S.26, T.41 (Warenhaus Schein in Wien)
4.1898, S.3, T.6 (Theater in Berndorf)
5.1899, T.30 (Palais des Freiherrn Rothschild) / T.81 (Hotel Erzherzog Johann auf dem Semmering)
13.1907, S.15 (Villa in Korneuburg)

Architektonische Details von ausgeführten modernen Wiener Wohn- und Geschäftshäusern, Villen etc. Wien 1896
Bl.13 (1, Teinfaltstraße 7) / Bl.21 (Thonethaus am Stephansplatz; Wien 9, Frankengasse 6) / Bl.27 (19, Hohe Warte 19)

Allgem. Bauzeitung
42.1877, S.59f ( Haus Gebrüder Thonet „Eisernes Haus“)
44.1879, S.46 (Haus F. Fischer Am Hof 3 / Irisgasse / Naglergasse; abgerissen)
46.1881, S.12, T.1ff (Sternwarte der Universität Wien)
47.1882, S.16, T.1ff (Villa Oberwimmer, Währing)
50.1885, S.8, T.2f (Wohnhaus Sturany, Wien 1, Schottenring)
61.1896, S.37ff (Die neue Tonhalle in Zürich)
72.1907, S.65, T.44ff (Das neue bulgarische Nationaltheater in Sofia)

ArchitektonischeMonatshefte
6.1900, S.41f, T.87, 91 (Interieurs aus dem Hotel Erzherzog Johann am Semmering)
8.1902, S.16 (Umbau Theater an der Wien)

Baugewerks-Zeitung
18.1886, S.402f (Geschäftshaus Rothberger in Wien)

Der Bautechniker
6.1886, S.161f (Depot der neuen Wiener Tramwaygesellschaft in Währing)

Deutsche Bauzeitung
47.1914, S.89f (Der Neubau des Konzerthauses und der k.k. Akademie für Musik und darst. Kunst)

Neubauten und Concurrenzen
1.1895, S.10f (Annahof, Wien Annag. 3)
5.1899, H.7 (Das neue Hotel Erzherzog Johann auf dem Semmering)

Österr. Wochenschr. f.d. öffentl. Baudienst
4.1898, S.400, T.51 (Jubiläums-Ausstellung 1898 in Wien – Ausstellungsgeb. der Wiener Bäcker-Genossenschaft)

WBIZ (Wiener Bauindustrie-Zeitung)
2.1885, (Villa Oberwimmer, Villa Löwenberg in den Cottageanlagen bei Wien)
6.1888, Bautenalbum, S.82 (Wohnhaus, Kochg. 10 u. 12)
7.1889, T.40 (Margaretenhof, Wien 5)
8.1891, T.83 (Palais Schenk, Alleeg.)
9.1892, T.8 (Deutsches Theater Prag) / S.155, T.29 (Thonet-Hof, Graz) / T.52 (Palais Seibel, Reisnerstr.)
12.1895, T.67 (Wohn- u. Geschäftshaus 9, Währingerstr. 68)
13.1896, T.3f (Kaiserbad Karlsbad) / T.35 (Wohnhaus Schottengasse)
14.1897, S.43, T.84 (Wohnhaus, Wien 2, Obere Donaustr. 49)
15.1898, S.411 (Hotels und Villenbauten am Semmering)
16.1899, Bautenalbum S.13, T.37f (Gasthof Zum Erzherzog Johann am Semmering)
18.1901, Bautenalbum S.23f (Gasthof Zum Erzherzog Johann am Semmering - Hotel)
17.1900, S.57 (Palais der Kroatischen Escomptebank in Agram), Bautenalbum, T.32 (Stadttheater Salzburg) / S.82 (Gasthof Erzherzog Johann am Semmering) / S.209, T.53f (Theater in Berndorf)
19.1902, S.153, T.41 (Vorderhaus Theater an der Wien)
26.1909, T.81 (Villa Schäffler, Karlsbad) / T.82 (Kaiserbad Karlsbad)

Wochenschr. d. Öster. Ing.- und Arch. Vereins
16.1891, S.7f (Die Villa Seybel am Semmering)

ZÖIAV (Zeitschrift des Österreichischen Ingenieur- und Architektenvereins)
46.1894, S.1, T.1 (Palais Lanckoronski 3, Jacquingasse 18; zerstört) / S.71, T.5 (Tonhalle in Zürich)

NACHSCHLAGEWERKE:
Achl. I; Achl. II; Achl. III/1; Achl. III/2; Arch. Wien; Dehio Wien/1 (I.Bez.); Dehio Wien/2 (II.-IX.u.XX.Bez.); Dehio Wien/3 (X.-XIX.u.XXI.-XXIII.Bez.); Dehio NÖ/Nord; Dehio NÖ/Süd A-L, Dehio NÖ/Süd M-Z; Dehio Graz, 1979;
G. Doytchinov / C. Gantchev: Österr. Architekten in Bulgarien 1878-1918. Wien 2001
L. Eisenberg: Das geistige Wien. 1893
L. Hirsch: Der kaiserl. österr. Franz Joseph Orden und seine Mitglieder. Wien 1912
H. Kosel: Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftstellerlexikon. Wien 1902
S. Waetzoldt: Bibliographie zur Architektur im 19.Jh. Nendeln 1977
P. Zatloukal: A Guide to the Architecture of Brno 1815-1915. Brno 2000

LEXIKA:
ThB; ÖBL; Czeike; AKL; ÖL
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Anmerkungen
Eingegeben von: Inge Scheidl
Eingegeben am: 01.11.2005
Zuletzt geändert: 05.02.2009
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