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Hermann Aichinger

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Persönliche Daten
Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
Auszeichnungen und Ämter
Mitgliedschaften
Vita
Stellenwert
Werke
Primärquellen
Sekundärquellen
Ausstellungen
Anmerkungen
Persönliche Daten
* 14.05.1885 - † 28.06.1962
Geschlecht: m
Geburtsort: Vöcklabruck, OÖ
Land: Österreich
damaliger Name: Österreich-Ungarn
Sterbeort: Wien
Land: Österreich
Titel: Baurat h.c.
Religionsbekenntnis: unbekannt
Berufsbezeichnung: Architekt
Familiäres Umfeld: Sohn: Hermann A. (1917-1965), Arch., Dipl.Ing.
Bürogemeinschaft: 1912-1949 mit Heinrich Schmid
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Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte
1904Matura Staatsgewerbeschule Wien
1907-1910 Akademie der bildenden Künste Wien (bei Otto Wagner)
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Beruflicher Werdegang, Lehrtätigkeit
1912-1949Arbeitsgemeinschaft mit seinem Studienkollegen Heinrich Schmid
1926Befugnis zum Zivilarchitekt
ab 1946Zusammenarbeit mit seinem Sohn Hermann Aichinger und ab 1949 auch mit Heinrich Schmid jun., dem Sohn von Heinrich Schmid
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Auszeichnungen und Ämter
o.J.Baurat h.c.
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Mitgliedschaften
im 1900Verein der Baumeister in Oberösterreich (1900 Vorstandsmitglied)
ab 1913Zentralvereinigung der Architekten Österreichs (Vorstandsmitglied)
ab 1920 Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens
1926Ingenieur- und Architektenkammer Wien (Vorstandsmitglied)
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Vita
Hermann Aichinger wurde 1885 in Vöcklabruck, Oberösterreich, geboren. Für seine Ausbildung zog er nach Wien, wo er zunächst die Staatsgewerbeschule und anschließend die Akademie der bildenden Künste besuchte. Obwohl Aichinger ein Schüler Otto Wagners war, der in der Regel großen Einfluss auf die stilistische Entwicklung seiner Schüler ausübte, betonte Aichinger, dass Albert Pecha, sein Lehrer an der Staatsgewerbeschule, derjenige war, von dessen Wesen er „nicht wenig in sich aufgenommen und behalten hat“ (WBIZ 1916).

Schon während seines Studiums beteiligte sich Aichinger an Wettbewerben und erstellte Entwürfe für Wohnhäuser und Villen vor allem in seiner Heimatstadt Vöcklabruck, wobei viele dieser Projekte in der Fachzeitschrift „Wiener Bauindustrie-Zeitung“ publiziert wurden. Wie viele dieser Entwürfe Aichinger realisieren konnte, ist fraglich, doch zumindest die Villa Puchner (fälschlich Puchegger), Schwanenstadt, Linzerstraße 17 (1907-1910) sowie das Doppelwohnhaus Hatschek in Oberweg, Vöcklabruck, Brucknerstraße 16-18 (1908-1909) gehen auf seine Entwürfe zurück. Allerdings soll er laut Achleitner diese Bauten gemeinsam mit seinem Studienkollegen Heinrich Schmid realisiert haben.

Im Jahr 1912 ging Aichinger mit Heinrich Schmid eine Bürogemeinschaft ein. Das Architektenteam konnte sich im gleichen Jahr bereits mit dem Großprojekt „Gartensiedlung Ostmark“, Wien 13, Fasangartengasse 67-77 / Melchartgasse 2-20, 11-29 (heute Küniglberg-Siedlung) profilieren. Im Jahr 1914 folgte der bedeutende Auftrag für das Hanusch-Krankenhaus, dem ehemaligen Erzherzog Rainer-Spital in Wien 14, Heinrich Colin-Straße 30, und Schmid & Aichinger gehörten in der Folge zu den meistbeschäftigten Architekten in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts.

Auch nach dem Ersten Weltkrieg gelang es dem Architektenteam die Ateliergemeinschaft erfolgreich weiter zu führen. Bemerkenswert ist insbesondere die große Zahl an Wohnhausanlagen, die Aichinger & Schmid in den Jahren 1925-1928 für die Gemeinde Wien errichtet haben, wie etwa den „Rabenhof“ (Wien 3, Baumgasse / Hainburger Straße; ehemals „Austerlitz-Hof“) mit insgesamt 1105 Wohnungen. In den 30er Jahren folgten Wohn- und Geschäftshäuser sowie sog. Assanierungsbauten, die in der Innenstadt an Stelle bestehender Gebäude errichtet wurden. Mit der Errichtung des Österreichischen Verkehrsbüros (Wien 1, Friedrichstraße 7, 1922-1923) und des RAVAG-Gebäudes in Wien 4, Argentinierstraße 30a (1935-1938), das sie gemeinsam mit Clemens Holzmeister realisierten, gelang es dem Team zudem, äußerst prestigeträchtige Bauaufträge zu requirieren.

Auch während des Zweiten Weltkriegs war das Büro im Industriebau gut ausgelastet und errichtete zwischen 1940 und 1944 etwa für die Böhlerwerke in Kapfenberg und in Ybbs/Donau diverse Gebäude und Zubauten.

Im Jahr 1946 trat Aichingers Sohn, Hermann Aichinger jun., in die Firma ein, und nach dem Tode Schmids im Jahr 1949 trat dessen Sohn Heinrich Schmid die Nachfolge an. An die vergangenen Erfolge konnte die neue Generation allerdings nicht anschließen bzw. sind von diesem neuen Team kaum Werke dokumentiert. Aufgrund der Namensgleichheit des Sohnes ist allerdings zumeist nicht feststellbar, inwieweit Aichinger sen. noch an den Entwürfen beteiligt war. Fest steht, dass Aichinger sen. und jun. im Jahr 1951 gemeinsam mit K. Klaudy die Fabrik der Seidenweberei Silz A.G., in Silz, Tirol, errichtet haben.

Hermann Aichinger starb im 77.Lebensjahr in Wien.
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Stellenwert
Hermann Aichingers frühe Entwürfe veranschaulichen den Trend, dem die meisten der ehemaligen Wagner-Schüler ab den 1910er Jahren insbesondere im Villenbau, aber auch bei öffentlichen Gebäuden in kleineren Städten folgten. In der Absage an den Funktionalismus wurden nunmehr plastische sowie stark strukturierte Fassaden bevorzugt. Zum Teil flossen Formen ein, die sich auf lokale Traditionen beriefen, wodurch malerische Ergebnisse erzielt wurden. Das Wohnhaus etwa, das Aichinger 1908 in Freileithen bei Vöcklabruck plante, zeigt mit einer asymmetrischen Konzeption, einem Natursteinsockel, Erkern und Loggien sowie einem Walmdach, das in unterschiedlicher Höhe durch Gaupen durchbrochen wird, typische Formen des Heimatstils, der gleichsam als Synonym für „malerische Gemütlichkeit“ angesehen wurde.

Auch beim ersten Großprojekt, der „Gartensiedlung Ostmark“, Wien 13, Fasangartengasse 67-77, das Hermann Aichinger in den Jahren 1912-1913 gemeinsam mit Heinrich Schmid realisierte, folgte das Team dem malerisch-romantischen Trend. Abgehend von der von Otto Wagner propagierten strikten Rasterverbauung strukturierten Aichinger & Schmid die Siedlung mittels unregelmäßiger kurvilinearer Baulinien. Um jegliche Monotonie zu vermeiden, wurden bei den niedrig verbauten Ein- und Mehrfamilienhäusern unterschiedlichste Haustypen zum Einsatz gebracht. Wobei der vielfältige Eindruck durch eine betont farbliche Differenzierung der Fassaden, Giebel und Balkongitter noch verstärkt wurde. In der formalen Durchgestaltung orientierte man sich an der Formensprache des Heimatstils, insbesondere der deutschen Ausrichtung, die Heinrich Schmid aus seinen Berliner Praxisjahren mitgebracht hatte. In der räumlichen Strukturierung der Häuser nahmen die Architekten mit niedrigen Geschosshöhen und relativ klein dimensionierten Räumen bereits Kriterien des sozialen Wohnbaus der Zwischenkriegszeit vorweg.

Offensichtlich war es nicht zuletzt der Erfolg dieses Projekts, aber auch ihr gut organisiertes Baubüro, was Schmid & Aichinger nach dem Ersten Weltkrieg zu den meistbeschäftigten Architekten des soziale Wohnbauprogramms des „Roten Wien“ machten. Eine unregelmäßige, kurvilineare Strukturierung der Wohnhausanlagen blieb im Gegensatz zu den Bauten anderer Wagner-Schüler – wie etwa der „Karl-Marx-Hof“ von Karl Ehn oder der Wohnhausanlage am Friedrich-Engels-Platz von Rudolf Perco –, weiterhin das Markenzeichen der Bürogemeinschaft. Waren die ersten „Superblocks“ von Aichinger & Schmid in den frühen 20er Jahren, wie beispielsweise der „Reismann-Hof“ (Wien 12, Am Fuchsenfeld), noch der erwünschten Monumentalität verpflichtet, so wich diese bald einem romantisierenden – den Ideen der Gartenstadt folgenden – Charakter. Diese Qualitäten kommen insbesondere beim „Rabenhof“ (Wien 3, Baumgasse / Hainburger Straße) und beim „Somogyi-Hof“ (Wien 14, Hütteldorfer Straße) zum Tragen, die sich durch eine relativ niedrige Verbauung und einen hohen Anteil an Grünfläche auszeichnen. Die romantisierende Haltung, die durch chromatische Effekte – vor allem durch den dekorativen Einsatz von Klinker – erzielt wird, verleiht den Bauten bis heute ansprechende Qualitäten.

Bezeichnend für die Anpassungsfähigkeit des Ateliers ist der völlig veränderte Charakter der Wohnbauten von Aichinger & Schmid aus der Ära des sog. „Ständestaats“. Unter Einsatz modernster Technologien (wie Stahlskelettbauweise) und mittels einer klaren Strukturierung der Fassade orientierte sich das Architektenteam nun, Ende der 30er Jahre, formal am zeitgenössischen Funktionalismus (Geschäfthaus „Zum Römertor“, Wien 1, Rotenturmstraße).

Neben einigen durchaus bemerkenswerten Spitalsbauten konzipierten Schmid & Aichinger vor allem auch zwei der österreichischen Staatsideologie verpflichtete programmatische Bauten. Für die junge Republik, die sich insbesondere durch den Tourismus einen Wirtschaftsaufschwung erhoffte, errichteten die beiden Architekten Anfang der 20er Jahre das Österreichische Verkehrsbüro (Wien 1, Friedrichstraße 7), und zwar in prominenter Lage gegenüber dem Secessionsgebäude. In seiner starken Farbigkeit und einem kubistoiden Dekor ist dieser Bau einem sehr romantischen Expressionismus verpflichtet.

Rund fünfzehn Jahre später konzipierten Aichinger & Schmid das RAVAG-Gebäude (Wien 4, Argentinierstraße 30a), das für den „Ständestaat“ ein bedeutendes Projekt der Propaganda und Selbstdarstellung des Regimes verkörperte. Allerdings mussten sie, die nach einer erfolgreichen Wettbewerbsbeteiligung bereits wesentliche Vorarbeiten für das Bauvorhaben geleistet hatten, aus Gründen der politischen Raison Clemens Holzmeister mit einbeziehen, der in der Phase des Austrofaschismus als dominierende Architektenpersönlichkeit Österreichs schlechthin gelten durfte. Auf Holzmeisters Planung gehen allerdings nur einige Details zurück. Dies betraf insbesondere die Außengestaltung, die bei Schmid & Aichinger wesentlich funktionalistischer geplant war und nun vor allem mittels einer wuchtigen Gesimsleiste einen betont monumentalen Charakter erhielt. Die äußerst schwierige Bauaufgabe mit all ihren technischen Anforderungen stellte damals ein absolutes Novum dar. Aichinger & Schmid meisterten diese Herausforderung unter allgemeiner Anerkennung, wohingegen die wenigen, nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Bauten kaum mehr über den damals üblichen Kanon einer unprätentiösen Schlichtheit hinausragen.

Der außergewöhnliche Erfolg des Architektenteams Schmid & Aichinger beruhte einerseits auf einem bemerkenswert hohen und soliden handwerklichen Können. Andererseits trug jedoch ebenso die Anpassungsfähigkeit der Architekten an die sich ändernden Rahmenbedingungen dazu bei, dass das Team – im Gegensatz zu vielen Kollegen – durch alle Zeitwirrnisse hinweg Beschäftigung fand. Das architektonische Ergebnis ist von einer für diesen Zeitraum erstaunlichen Vielfältigkeit, und etliche Formulierungen haben trotz ihrer pragmatischen Zielsetzung bis heute Gültigkeit.
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Werke

WOHN-/GESCHÄFTSBAUTEN:
1908Wohnhaus, Ma.Enzersdorf, NÖ
1908Wohnhaus Aichinger in Freileithen bei Vöcklabruck, OÖ (Errichtung fraglich)
1908„Albrechtshaus“, Vöcklabruck, OÖ (Errichtung fraglich)
um 1909Beamtenwohnhäuser für die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgen. Kreis Vöcklabruck, Vöcklabruck, OÖ (Errichtung fraglich)
um 1909Kanzleigebäude der Fa.Hatschek, Vöcklabruck, OÖ (Errichtung fraglich)
1914Villa Pauli, Vöcklabruck, Bahnhofstraße 14, OÖ
1929Arztvilla Reiter (Dechel), Vöcklabruck, OÖ, Klostergasse 1
1950Miethaus, Wien 1, Kärntnerstraße 21-23 (mit Heinrich Schmid jun.?)

mit Heinrich Schmid
1907-1910Villa Puchner (fälschlich Puchegger), Schwanenstadt, OÖ, Linzerstraße 17 (Mitarbeit Schmidts fraglich)
1908-1909Doppelwohnhaus Hatschek in Oberweg, Vöcklabruck, OÖ, Brucknerstraße 16-18 (Mitarbeit Schmidts fraglich)
1912-1913Gartensiedlung Ostmark, Wien 13, Fasangartengasse 67-77 / Melchartgasse 2-20, 11-29 (heute Küniglberg-Siedlung)
1913Wohnhaus, Wien 13, Hansi Niese-Weg 25
1913WHA d. Gem.Wien „Speisinger-Hof“, Wien 13, Hofwiesengasse 42-44
1916Herrenhaus Dr. Falkensammer, Wels, OÖ, Vorgartenstraße 14
1922Wohnhaus und Schuhgeschäft „Mercedes“, Wien 7, Mariahilfer Straße 50 / Kirchengasse 1 (mit Otto Korn und Bildhauer Josef Ried)
1922Wohn- u. Geschäftshaus Derflinger, Vöcklabruck, OÖ, Stadtplatz 11, 13
1923Herrenhaus „Posthof“, Wels, OÖ (Umbau)
1924-1925WHA d. Gem.Wien „Reismann-Hof“, Wien 12, Am Fuchsenfeld 1-3 / Karl Löwegasse 18 / Längenfeldgasse (ehemals „Fuchsenfeldhof“)
1925-1926WHA d. Gem.Wien „Julius Popp-Hof“, Wien 5, Margaretengürtel 76-80
1926-1927WHA d. Gem.Wien „Herwegh-Hof“, Wien 5, Margaretengürtel 82-88
1925-1927WHA d. Gem.Wien „Matteotti-Hof“, Wien 5, Fendigasse 33-36 / Siebenbrunnenfeldgasse 26-30
1925-28WHA d. Gem.Wien „Rabenhof“, Wien 3, Baumgasse 29-41 / Rabengasse 1-9 u.2-12 / Lustgasse 5-15 / St.-Nikolausplatz 1-7 / Hainburger Straße 68-70 / Kardinal-Nagl-Platz 5 (ehemals „Austerlitz-Hof“)
1927-1929WHA d. Gem.Wien „Somogyi-Hof“, Wien 14, Hütteldorferstraße 150-158
1929Wohnhaus Piuck, Perchtoldsdorf, NÖ, Hochstraße 102
1930Villa, Wien 13, Veitingergasse 31
1930Wohnhaus Heinrich Schmid, Wien 19, Langackergasse 31
1931Wohnhausgruppe, Wien 12, Weißenthurngasse 10-28
1931-1933WHA d. Gem.Wien, Wien 21, Werndlgasse 11-19 u. 14-18
1934-1935Wohn- u. Geschäftshaus „Zum Römertor“, Wien 1, Rotenturmstraße 15 / Lichtensteggasse 2 / Rotgasse 2 (Assanierungsbau)
1934-1935Wohn- u. Geschäftshaus, Wien 5, Schönbrunnerstraße 98 / Nevillegasse 2
um 1937Wohn- u. Geschäftshaus, Wien 8, Lerchenfelderstraße 50
1937-1938Wohn-, Büro- u. Geschäftshaus „Bärenmühle“, Wien 4, Rechte Wienzeile 1 / Operngasse 18-20
vor 1940Wohn- u. Geschäftshaus der Fa. „Herba“, Graz, Kalchberggasse, Stmk.
1940Wohn- u. Geschäftshaus der Fa. „Herba“, Linz, Freiheitsstraße, OÖ
1949-1950Wohn- u. Geschäftshaus, Wien 1, Schottengasse 4
1945-1955WHA d. Gem.Wien, Wien 21, Jedleseer Straße 79 (mit Lois Welzenbacher)
o.J.Wohnhausanlage der Fa. Hatschek, Vöcklabruck, OÖ

Schmid-Aichinger errichteten zahlreiche weitere Wohnhäuser, Villen und öffentliche Gebäude auch außerhalb Wiens, vor allem in der Stadt Vöcklabruck, OÖ, für die sie auch einen Stadt-Regulierungsplan erstellten.

Alleine bzw. mit Heinrich Schmidt jun. und/oder Hermann Aichinger jun.:
1955Assanierungsbau Erdberg, Wien 3, Baumgasse / Leonhardgasse (Bauteil I, Süd, Nord A, Nord B, mit Riedl, Reitstätter, Stiegholzer u.a.)
o.J.Landhaus Dr.Ing. Eltz, Attersee, OÖ

ÖFFENTLICHE BAUTEN:
mit Heinrich Schmid
vor 1914Reitschulsaal und Erweiterung der ehem. Landwehrkadettenschule, Wien 3, Boerhaavegasse
1914-1915Hanusch-Krankenhaus, Wien 14, Heinrich Colin-Straße 30 (früher Erzherzog Rainer-Spital, Wien 13)
1922-1923Österreichisches Verkehrsbüro, Wien 1, Friedrichstraße 7
1929Institut Zeileis, Gallspach, OÖ
1932Krankenhaus Vöcklabruck, OÖ
1935-1938RAVAG-Gebäude, Wien 4, Argentinierstraße 30a (mit Clemens Holzmeister; Erweiterungsbau v. Gustav Peichl 1979-83)
um 1940Sparkassa und Gemeindeamt in Vöcklabruck, OÖ
o.J.Grandhotel St.Wolfgang, OÖ (div. Zubauten und Umbauten im Inneren)
Div. Messebauten, Filial-Bankgebäude etc.

Mit Heinrich Schmidt jun. und/oder Hermann Aichinger jun.:
nach 1945Wiederaufbau der Universität Wien
o.J.Krebsforschungsinstitut, Wien 9, Borschkegasse

INDUSTRIE-/GEWERBEBAUTEN:
1917-1918Verwaltungsgebäude der Elin-Werke, Weiz, Stmk.
1920Lederfabrik „Adler“ AG, Wels, Adlergasse, OÖ (div.Zubauten: Bürogeb., Direktionsgeb., Angestellten-Wohnhaus)
1940-1944Böhlerwerke, Kapfenberg, Stmk. (Direktionsgebäude, Garagen, Wohngebäude)
1940Böhlerwerke, Ybbs/Donau, NÖ (Lehrwerkstätten, Gefolgschaftshaus)
1940-1944Ybbstalwerke, Waidhofen/Ybbs, NÖ (Verwaltungsgebäude, Schule und Fabriksanlagen)
1949Wollwarenfabrik Bernhard Altmann, Wien 5, Siebenbrunnengasse 19-21 (Um- und Zubauten)
o.J.Triumph-Autoges.m.b.H., Wien 10 (Montage- und Werkstättengebäude)

Mit Heinrich Schmidt jun. und/oder Hermann Aichinger jun.:
1951Seidenweberei Silz A.G., Silz, Tirol (mit H. Aichinger jun., K. Klaudy)
ohne Datum:
Tierfutterbabrik Reinhold Xerber, Pottendorf, NÖ (Umbau)
Aufzugsfabrik Freissler, Wien 10 (Umbau)
Fa. Joh. Alex. Niernsee, Wien 5
Fabrik RADIONE (Dipl.Ing. Eltz), Wels, OÖ
Fabriksanlagen der Austria Shell AG, Wien 10

INNENRAUMGESTALTUNG/DESIGN:
1926-1927Theater im „Rabenhof“, Wien 3
1929Institut Zeileis, Gallspach, OÖ
1937-1938Café Bärenmühle, Wien 4, Rechte Wienzeile 1
o.J.Grand Hotel St.Wolfgang
div. Geschäfts- und Büroeinrichtungen

NICHT REALISIERTE PROJEKTE:
1908Amtsgebäude (Projekt, ohne Ort)
1909Verbauung der Trainkasernengründe in Linz (Wettbewerb, mit Christoph R. Ernst, 2.Preis)
1909„Albrechtshaus“, Vöcklabruck, OÖ
1910Realschulgebäude in Kufstein, Tirol
1910Handels- und Gewerbekammer Brünn (Wettbwerb, mit H. Ried)
1910Gymnasium und Realschule, Kronstadt (Brasso), Siebenbürgen / Brasov, RO (Wettbewerb, mit Christoph R. Ernst)
1912Hotel Garni Bahnhof, Vöcklabruck, OÖ
1912Villenhotel in Bad Hall, OÖ (Wettbewerb)

mit Heinrich Schmid:
1913Beamtenwohnhäuser in Bielitz-Biala, Ö-Schlesien / Bjelsko-Biala, PL
1914eine Gartenbank und ein Beleuchtungsmast (Wettbewerb, Preise)
um 1914Stationsgebäude der NÖ Landesbahnen
1914Kolonnade in Franzensbad, Böhmen / Frantiskovy Lazne, CZ (Wettbewerb, 2.Preis; Ausführung E. Seidl, einer der Preisrichter)
1914Cottage-Kolonie „Ostmark“ in Pötzleinsdorf, Wien 18
1915Kursalon im Stadtpark (Wettbewerb)
1915Stationsgebäude Untergrundbahn in Wien (Wettbewerb, ein Preis)
1915Gehsteig über den Donaukanal (Wettbewerb, ein Preis)
1915Künstler. Wettbewerb für eine Gartenbank (ein Preis)
1915Beleuchtungsmast d. elektr. Bogenlampenbeleuchtung (Wettbewerb, ein Preis)
1917Kaiserin Zita-Spital in Wien
1920Neubauten zur Ausgestaltung der Kliniken der Univesität Wien (Wettbewerb, ein Preis)
1924Brigittabrücke (Wettbewerb)
1928Volksschule in Krems, NÖ (Wettbewerb)
1928Schule Linz-Ost, OÖ (Wettbewerb, 2.Preis)
1928Badeanlage Wiener Neustadt, NÖ (Wettbewerb, 4.Preis)
1929Verbauung der Bürgerversorgungshausgründe (geladener Wettbewerb)
1933Dr.Ignaz Seipel-Gedächtniskirche in Wien 15 (geladener Wettbewerb)
1938Neubau eines Post- und Sparkassengebäudes in Wien 1, Fleischmarkt (Wettbewerb, 1.Preis)
1953Funkhaus Salzburg (Wettbewerb mit H.Schmid jun. und H.Aichinger jun., 3.Preis)
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Primärquellen

PUBLIKATIONEN:
H. Aichinger / H. Schmid: Entwürfe u. ausgeführte Bauten. Wien 1931
H. Ried / H. Aichinger: Projekt zur Handels- und Gewerbekammer in Brünn. In: Der Architekt 16.1910, S.14f

NACHLÄSSE UND ARCHIVE:
Achleitner-Archiv; Archiv KAIK
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Sekundärquellen

LITERATUR:
H. Aichinger: Das Wiener Künstlerhaus 1861-2002. Bd.1 2003
Anonym: Hermann Aichinger und Heinrich Schmid. In: WBIZ 33.1916, S.1ff
A. Becker u.a. (Hrsg.): Architektur im 20. Jahrhundert. Österreich (Ausst.Kat.). München/New York 1995
R. Edlinger u.a.: Stadterneuerung. In: Perspektiven 9.1989, S.14f
M. Eisler: Die Wäschereien in den Wiener Volkswohnhäusern [Fuchsenfeldhof]. In: Bauwelt 18.1927, H.9, S.17f
M. Eisler: Neuwiener Baukunst. In: Moderne Bauformen 24.1925, S.353ff [WHA Fuchsenfeldhof]
Festschrift zur 50-Jahrfeier der techn. gew. Bundes-Lehranstalt Wien I. 1880-1930
O.A. Graf: Die vergessene Wagnerschule. München 1969
H. und R. Hautmann: Die Gemeindebauten des Roten Wien 1919–1934. Wien 1980
E. Hofmann: Arbeiten der Architekten H.Schmid u. H. Aichinger. [Raben-Hof, Somogy-Hof]. In: Österr. Kunst 4.1933, H.1, S.23ff
C. Jäger: Österreichische Architektur des 19. und 20. Jh.s. Wien/Graz 2005
H. Kodre: Die Entwicklung des Wiener sozialen Wohnbaus in den Jahren 1918-1938. In: der aufbau 19.1964, S.343ff
P. Katzberger: Historismus, Jugendstil und Neue Sachlichkeit in Perchtoldsdorf. Perchtoldsdorf 2001
Kommunaler Wohnbau in Wien. Aufbruch 1923-1934, Ausstrahlung (Ausst.Kat.). Wien 1978
100 Jahre Wiener Künstlerhaus 1861-1961 (Ausst.Kat.) Wien 1961
A. Moravansky: Die Erneuerung der Baukunst. Wien 1988
Das neue Wien. Städtewerk (Hrsg. Gemeinde Wien). Wien 1926-1928
S. Plischke: Ein Hauch des Großstädtischen, das Assanierungsgebiet Operngasse. In: Kunst und Diktatur (Ausst.Kat). Baden 1994, S.224ff
M. Pozzetto: Die Schule Otto Wagner: 1894–1912. München 1980
U. Prokop: Der Wettbewerb für das neue Hauptpostgebäude in Wien 1938. In: Kunst und Diktatur (Ausstell.Kat), Baden 1994, S.426ff
G. A. Schwaiger: Die Grundlagen zum Funkhauswettbewerb. In: profil 3.1935, S.394ff
Der soziale Wohnungsbau der Stadt Wien. Wien 1956
M. Tafuri: Vienna Rossa. Milano 1980
O. Uhl: Moderne Architektur in Wien von Otto Wagner bis heute. Wien/München 1966
H. Weihsmann: Bauen unterm Hakenkreuz. Wien 1998
H. Weihsmann: Das Rote Wien. Wien 2002
G. Weissenbacher: In Hietzing gebaut. 2 Bde. Wien 1999-2000
Die Wohnhausanlage der Gemeinde Wien im XIII. Bezirk, Hütteldorferstraße–Heinrich-Colin-Straße–Moßbachergasse. Wien 1930

HINWEISE AUF WERKE:
Allgemeine Bauzeitung
81.1916 S.19f (Das Erzherzog Rainer-Militärspital in Wien XIII.)

Architektur und Bautechnik
19.1932, S.55 (Schuhgeschäft Mercedes)

Der Bau
8.1953, S.208f (Wollwarenfabrik Altmann) / S.210 (Seidenweberei in Silz, Tirol)

Bauwelt
28.1937, H.4, S.76 (Rundfunkhaus in Wien)
29.1938, H.38, S.883ff (Wettbewerb für das neue Wiener Hauptpostgebäude)

Deutsche Bauzeitung
59.1925, S.469ff (Fuchsenfeldhof)
74.1940, H.39, S.49ff (Funkhaus Wien, Wohnhaus Wien 4, „Zur Bärenmühle“)

Moderne Bauformen
25.1925, S.396ff (Fuchsenfeldhof)

Moderne Welt
10.1929, H.16, S.12 (Verbauung der Bürgerversorgungshausgründe)

Österreichische Bau- und Werkkunst
1.1924/25, S.13ff (Fuchsenfeldhof, I. Bauteil) / S. 126 (Wettbewerb Brigittabrücke) / S.107 (Österreichisches Verkehrsbüro)
3.1926/27, S.105ff (Fuchsenfeldhof, II. und III. Bauteil)
5.1928/29, S.84ff (Matteottihof) / S.181ff (Verbauung Bürgerversorgungshausgründe)
6.1929/30, S.75 (Messestand Eternitwerke Hatschek)
7.1930/31, S.269ff (Somogy-Hof, Raben-Hof)

Österr. Bauzeitung
1.1925, S.26ff (Geschäftshaus Mariahilferstraße 50)

Österr. Kunst
7.1936, H.7/8, S.29f (Wohnhaus 1, Rotenturmstr.)
8.1937, H.11, S.14f (Wohnhaus, 5, Schönbrunnerstraße / Nevilleg.) / H.12, S.21 (Wohnhaus „Zur Bärenmühle“)
9.1938, H.3, S.17f (Wohnhaus „Zur Bärenmühle“ ) / H.6, S.14f (Wohnhaus 5, Schönbrunnerstraße)

profil
1.1933, S.201ff (Einfamilienhaus in Wien Grinzing)
3.1935, S.300 (Wohnhaus 1, Rotenturmstr.)

WBIZ
25.1908, S.11 (Entwurf für ein Amtsgebäude) / S.176 (Wohnhaus Aichinger in Vöcklabruck) / S.378 (Beamtenwohnhaus in Vöcklabruck)
26.1909, S. 213 (Entwurf Badehaus und Kantine für die Zementfabrik der Eternitwerke L. Hatschek in Vöcklabruck) / S.413 (Entwurf für das Albrechthaus in Vöcklabruck) / S.348 (Kapelle in Mühlbach bei Garsten) / S.355 (Kanzleigebäude der Zementfabrik der Eternitwerke L. Hatschek in Vöcklabruck) / (Entw. f. d. Albrechtshaus in Vöcklabruck) / S.300 (Wohnhäuser in Ma. Enzersdorf bei Wien) / S.321, T.75f (Wettbewerb zur Erlangung von Plänen für die Verbauung der Trainkasernengründe in Linz)
27.1910, S.27ff (Entwurf für die Villa Dr. Puchner in Schwanenstadt) / (Villa Hans Zauner in Traun bei Linz) / S.323f (Entwurf für eine Gruppe von Beamtenwohnhäusern in Mähr. Ostrau) / S.81, T.23 (Wettbewerbsentwurf für ein Oberrealschulgebäude in Kufstein) / (Entwurf für eine Volksschule in Schwanenstadt) / (Wohnhaus Harlar in Maria-Enzersdorf bei Wien)
28.1911, S.11ff (Doppelwohnhaus Oberweg in Vöcklabruck) / (Villa Stöger in Vöcklabruck) / (Entw. für ein Werkmeisterhaus in Vöcklabruck)
29.1912, S.157ff (Wettbewerbsentw. für ein Villenhotel in Bad Hall) / S.59f (Hotel Garni Bahnhof Vöcklabruck)
31.1914, S.13ff (Wohnhausanlage der Beamtengenossenschaft in Bielitz-Biala, Siemensstr.) / S.144, T.45 (Stationsgebäude der NÖ. Landesbahn)
32.1915, S.74, T.71f (Wettbewerb Kursalon im Stadtpark) / T.74(Wettbewerb Stationsgebäude der Untergrundbahn und Geh- und Rohrbrücke) /
33.1916. S.1ff, T.1ff (Wohnungsgenossenschaft „Ostmark“ in Lainz) / S.3f, T.6ff (Das Erzherzog Rainer-Militärspital in Wien 13) / S.4 (Gartenhäuschen) / S.42ff, T.45 (Cottage-Kolonie „Ostmark“ in Pötzleinsdorf)

ZÖIAV
76.1924, S.309ff (Österr. Verkehrsbüro)

NACHSCHLAGEWERKE:
Achl. I; Achl. II; Achl. III/1; Achl. III/2
Arch. Wien
Dehio Wien/1 (I.Bez.); Dehio Wien/2 (II.-IX.u.XX.Bez.); Dehio Wien/3 (X.-XIX.u.XXI.-XXIII.Bez.)
Verlag E. Huttern (Hrsg): Wer ist Wer in Österreich, Wien 1951
S. Waetzoldt: Bibliographie zur Architektur im 19. Jh. Nendeln 1977

LEXIKA:
Vollmer; AKL; ÖKL

INTERNETLINKS:
www.das rotewien.at
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Ausstellungen
1978Kommunaler Wohnbau in Wien. Aufbruch, 1923-1934, Ausstrahlung
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Anmerkungen
Eingegeben von: Ursula Prokop/Inge Scheidl
Eingegeben am: 01.10.2006
Zuletzt geändert: 15.09.2008
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